wem steht welches braun

Klischees in der Mode und warum sie nicht stimmen

Es gibt unzählige Klischees in Modefragen, mit denen ich mich immer wieder in meinen Beratungen auseinandersetzen muss. Im Grunde sollte jeder das machen, womit er sich wohl fühlt. Warum ich hier aber so vehement auf diese Vorurteile hinweise, hat folgende Gründe:

So viele Menschen, und das gilt ja nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer, halten sich an die pauschalen Aussagen in der Mode, auch wenn sie überhaupt nicht glücklich damit sind, weil sie ja merken, dass das eine oder andere für sie gar nicht stimmig ist. Sie richten sich aber trotzdem nach den Mode-Klischees, weil es alle so machen. Sie möchten nicht aus der Reihe tanzen und nicht auffallen, weil sie befürchten, dass sie vielleicht doch falsch liegen mit ihrer Wahrnehmung, denn sie sehen und hören von allen Seiten diese Klischees.

In den Frauen- oder Modemagazinen liest du beispielsweise, dass Schwarz ein Muss im Kleiderschrank ist oder ein leuchtendes Rot, weil es gerade angesagt ist, die riesengroße schwarze Brille jedem ein interessantes Aussehen verleiht und überall im Fernsehen werden dir naturrothaarige Frauen mit pinkfarbenem Lippenstift und schwarzen Oberteilen präsentiert und fast alle Frauen ab einem gewissen Alter haben gelb-blonde oder rotbraun gefärbte Haare. Also macht fast jeder das nach. Denn „Die“ im Fernsehen oder in den Magazinen haben ja Stylisten. Die müssen es ja wissen, auch dann, wenn einem vielleicht auffällt, dass das ja eigentlich gar nicht so gut aussieht oder bei sich selbst auch nicht stimmig anfühlt.

Deshalb beschreibe ich hier das, was mir immer wieder besonders auffällt und ich kläre auf über die VORURTEILE, die in den Farb- und Stilberatungen immer wieder im Vordergrund stehen.

Farben:

„Schwarz macht schlank.“

  • Stimmt nicht, denn bei Menschen, denen es einfach nicht steht, trägt es auf und unterstreicht die Problemzonen noch mehr. Die typgerechten Farben und figurgerechten Schnittformen lassen den Gesamteindruck einer Person positiv erscheinen.
  • Also kannst du auch alle weiteren Klischees wie „Schwarz steht jedem“, „Schwarz ist immer elegant“, „Schwarz ist ein Muss im Kleiderschrank“, „Schwarz ist sexy“ getrost in die Tonne kloppen! Ich trage als Herbsttyp „mein kleines Dunkelbraunes“, weil das viel eleganter und sinnlicher an mir aussieht, als das harte Schwarz, das nur zum Wintertyp wirklich gut passt.
  • Blogartikel zum Thema: Warum Schwarz nicht automatisch schlank, elegant, interessant und reif macht

Genau das gleiche gilt auch für Weiß!

  • Es steht nicht jedem und sieht auch nicht an jedem frisch aus! Außer für den Wintertyp ist ein leicht gebrochenes Weiß für die meisten Menschen vorteilhafter.

„Braun ist konservativ und macht alt.“

  • Stimmt nicht! Bis auf den Wintertyp, dem diese Farbe nicht gut zu Gesicht steht, hat jeder Farbtyp bestimmt Brauntöne in seiner Palette. Es gibt warme und kalte, so wie helle und dunkle Brauntöne bis hin zum Schwarzbraun.
  • Blogartikel zum Thema: Warme und kühle Blau- und Brauntöne typgerecht kombiniert

„Herbstfarben sind Omafarben.“

  • Ja, für alle Farbtypen, denen die Herbstfarben nicht zu Gesicht stehen, besonders den Sommer- und Wintertypen! Ansonsten sehen diese Farben entsprechend zum Farbtyp passend wunderschön aus.
  • Blogartikel zum Thema: Farbtyp Herbst

„Herbstfarben trägt man nicht im Frühling und im Sommer.“

  • Ich bin ein Herbsttyp und trage das, was mir steht, also meine Farben auch in den warmen Jahreszeiten, eben entsprechend heller und frisch kombiniert.

„Rosa und Pinks sind Kleinmädchenfarben.“

  • So ein Blödsinn, denn kalte Farbtypen wirken sehr elegant in ihren typgerechten Rosa- und Pinktönen. Ich als Herbsttyp zum Beispiel würde darin kitschig oder krank aussehen.

„Rosa und Pink ist eine weibliche Farbe und nichts für Jungen und Männer.“

  • Dieses Klischee gehört wirklich in die Steinzeit, denn wie gesagt ist alles eine Frage des Farbtyps und wenn einem Mann diese Farbe gut steht, dann soll er sie auch tragen!

„Blau steht jedem“

  • ist der größte Blödsinn, weil diese Aussage viel zu pauschal ist. Jeder Farbtyp hat ganz bestimmte Blautöne, die ihm gut zu Gesicht stehen. Die warmen Farbtypen haben diesbezüglich die geringere Auswahl. Der Frühlingstyp hat das Türkis in seiner Palette und der Herbsttyp ein Petrolblau. Der Sommertyp sollte aufpassen, dass seine Blautöne nicht zu grell oder zu dunkel sind und der Wintertyp kann kräftige, leuchtende, kalte Blautöne, ein helles leuchtendes Blau, so wie Türkis tragen. Das gilt im übrigen immer für die Farben, die du am Oberkörper trägst, die also in das Gesicht reflektieren!

„Blau, Grau, Weiß und Schwarz gehören zum Business und die Business Mode soll farblich entsprechend sein.“

  • Mich stört es, wenn die Business-Menschen ständig in ihren Uniformen herumlaufen. Manche sehen in den Farben aus, wie „Leiche auf Urlaub“ und wirken alles andere als elegant, kompetent und seriös. Sie sollten viel mehr mal auf ihren Stil achten. Eine schwarze Polyesterhose oder manch ein viel zu enger Blazer oder Sakko, in die einige Personen wie reingeschossen wirken, sieht nicht automatisch fein aus, auch wenn er noch so schwarz, grau oder blau ist. Ich könnte hier noch unzählige Beispiele aufführen, aber das würde das Kopfkino sprengen. 🙂

„Orange und Gelb trägt auf.“

  • Stimmt nicht, denn wenn diese Farben zum Typ passen und stattdessen die entsprechenden Schnitte beachtet werden, welche die Problemzonen der Figur kaschieren können, dann tragen diese Farben nicht auf.

„Wenn ich alt bin, dann kann ich immer noch Braun und Beige tragen.“

  • Oh je, welch ein Blödsinn! Mir stehen diese Farben auch bis in das hohe Alter, weil ich ein Herbsttyp bin. Machen mich also nicht älter als ich bin. Alles ist eine Frage des Farbtyps! Und warum soll man im Alter nicht mehr auf seinen Farbtyp achten und automatisch Braun und Beige tragen. Solch eine Aussage hört sich nicht nach Wertschätzung an.

Blogartikel passend zu allen Farbthemen: 

Haare:

„Grau und Weiß machen immer alt.“

  • Das ist so ein überholtes Klischee, über das ich wirklich schon hinreichend und ausführlich berichtet habe! Da hängt mir nicht nur der Mund in Fransen vom vielen Erklären, sondern auch meine Finger sind schon wund vom vielen Schreiben meiner Blogbeiträge. 🙂

„Im Alter muss sich eine Frau die Haare färben.“

„Aschblond ist eine hässliche und schmutzige Straßenköterfarbe.“

„Rothaarige dürfen kein Orange tragen.“

„Naturrothaarige sollen Blau tragen, damit das Haar mehr zur Geltung kommt.“

  • Ja, aber bitte kein kaltes Blau, denn das lässt den Teint eines jeden Rothaarigen blass und müde aussehen. Je nach Farbtyp ob Frühling-, Frühling-Herbst-Misch- oder Herbsttyp sind Türkis, helles oder dunkles Petrol-Blau wesentlich vorteilhafter zum Haar, zu den Augen und zur Haut!

„Frauen ab 40 sollen kurzes Haar tragen.“

  •  Also, wenn ich solche Sätze höre oder lese, dann rollt sich bei mir alles zusammen. Ob kurze oder lange Haare, beides hat überhaupt nichts mit dem Alter zu tun. Manchen Frauen steht das eine, manchen das andere besser und einige, so wie ich auch, können beides gut tragen. Es ist alles nur eine Frage des Typs und auch der Haarstruktur. Es gibt Haare, die sehen einfach nicht gut aus, wenn sie eine gewisse Länge überschritten haben. So einfach ist das!

„Langes Haar macht alt.“

  • Vorurteil wird hinfällig, wenn du gelesen hast, was ich gerade geschrieben habe.

„Im Alter macht dunkles Haar zu streng.“

  • Quatsch! Die Natur denkt sich schon etwas dabei, wenn blondes Haar im Alter nachdunkelt, denn das sieht mit den entsprechend typgerechten, hellen und leichten Garderobenfarben sehr edel aus. Das Gesicht braucht den Kontrast und sieht in dem meist viel zu gelb blondierten Haar oft blass aus. Das wird dann unvorteilhafterweise mit viel zu viel Make-up oder viel zu kontrastreichen Farben in den Garderobenoberteilen wieder ausgeglichen. Macht aber nicht unbedingt jünger!

„Helle Haare sehen weicher aus und machen jung.“

  • Nein! Das ergibt sich aus meinen vorangegangenen Aussagen. Wenn du von Natur aus dunkelhaarig bist oder im Alter wirst, dann passt das zu dir. Bist du jedoch hellhaarig oder wirst durch das Ergrauen heller, dann gehört das stimmig zu dir!

Brillen:

„Schwarze und besonders große auffällige Brillen stehen jedem.“

  • Die Optiker gehen davon aus, dass alles andere langweilig ist. Damit meinen sie doch im Grunde genommen „DU“ bist langweilig und erst, wenn du bestimmte Brillen trägst, hebt das deine Ausstrahlung. Nur beachten die meisten nicht, welcher Farbtyp du bist und dann geht die Brille im Gesicht alleine und getrennt von dir spazieren, weil sie dich völlig dominiert. Wenn jemand eine auffällige Brille trägt, dann sollte er meiner Meinung nach darauf achten, dass die Farbe der Brille wirklich zum Farbtyp passt. Die Form muss natürlich auch zum Gesicht passen.
  • So sähe manch ein warmer Farbtyp mit einer modischen, braunen Brille vorteilhafter aus, als mit einer viel zu harten schwarzen oder eisblauen. Warum nehmen sich so viele Frauen damit ihre weiche Ausstrahlung und sehen so unglaublich streng aus? Ist das wirklich so erstrebenswert?
  • Dann gibt es Brillen, das ist gerade der neuste Schrei, die haben riesige Gläser in dicken Gestellen, die tropfenförmig nach unten gehen und manche Personen wie Hush Puppies aussehen lassen, gerade dann, wenn die Nasolabialfalten sehr stark ausgeprägt sind. Die Optiker reden den Betroffenen ein, wie toll das alles sei, weil „man“ das jetzt so trägt! Ihr glaubt gar nicht, was ich alles schon erlebt und gesehen habe diesbezüglich!….

Stil:

„Frauen sollen mit der Mode gehen und sich nach den Modefarben richten und entsprechend schminken und färben, damit ihnen die Farben stehen.“

  • Das ist sehr traurig, denn viele Frauen verlieren sich dadurch völlig! Außerdem geht jede Individualität verloren, so wie das Annehmen und Wertschätzen der eigenen natürlichen Schönheit. Einer Taube steht keine Papageienfeder als Schmuck! Und einer Elster keine Rotkehlchenfeder!… Wenn schon den Typ verfremden, dann muss das schon gekonnt sein, damit es wirklich gut aussieht.

„Ich bin zu alt für diesen oder jenen Stil.“

„Ein Kostüm oder Anzug ist immer elegant!“

  • Nein, es gibt Menschen zu denen passt das einfach nicht. Es gibt auch elegante Alternativen.

„Frauen ab 50 sollen die Knie bedeckt tragen.“

  • Oh je, dann müsste ich mich, Jahrgang 1961, schon in einen Sack hüllen. Ich denke gar nicht daran. Zugegeben, auch ich trage keine extrem kurzen Röche mehr, sondern eine Hand breit über dem Knie und finde das ganz Kurze bei älteren Frauen zum Teil wirklich nicht mehr vorteilhaft. Ich muss dann schon grinsen, wenn mir beispielsweise eine von vorne sehr alt aussehende Frau mit einem hautengen Rock, der knapp über dem Po aufhört, mit High Heels entgegen“wackelt“, auch wenn sie von hinten noch so tolle Beine hat. Das kann dann schon ein wenig billig wirken. Vielleicht liegt das dann auch nicht am Alter der betreffenden Person, sondern daran, dass ihr das einfach nicht steht, was sie da trägt.
  • Alles hängt doch auch hier vom Typ ab. Die eine sieht toll aus mit einem kurzen Rock und die andere sollte besser einen längeren tragen, ähnlich wie bei der Frage der typgerechten Frisur und Haarlänge.

„Wenn ich füllig bin, muss ich meine Kurven verstecken.“

  • Okay, ich finde es auch nicht besonders schön anzusehen, wenn sich manche in hautenge Leggins schießen und dann noch T-Shirts dazu tragen, die über dem Schritt aufhören… Hier geht es viel mehr darum, dass die Schnittformen einfach nicht gut gewählt sind. Genau so unvorteilhaft sehen sehr schmale Menschen aus, wenn sie ihre Figur überbetonen.
  • Und hier liegt der springende Punkt. Es geht nicht um Verstecken, sondern um die harmonische Betonung einer Figur. Ich nenne es immer Blickfang verlagern, was so viel bedeutet, wie von dem ablenken, was nicht gezeigt werden möchte. Das hat immer etwas mit dem Schnitt und der Kombination der Kleidungsstücke zu tun und natürlich den Farben und das gilt für jede Figur.
  • Und was den Körper betrifft, so hilft da ein gutes Selbstwertgefühl. Ich mache oft den Frauen in der Beratung Mut, zu ihrer Figur und zu ihren Kurven zu stehen. Ich zeige ihnen wie sie das, was besonders schön ist, vorteilhaft betonen können und anderes, was sie nicht gerne zeigen möchten, zu kaschieren. Manches wird sogar erst in der Beratung als schön wertgeschätzt, was vorher verborgen wurde. So lernen meine Kunden gegebenenfalls, sich von ihren viel zu weiten Kleidungsstücken zu verabschieden.
  • Blogartikel zum Thema Stilfindung: Was macht einen guten KLEIDUNGSSTIL aus, DER WIRKLICH ZU DIR PASST?
  • Bin ich sinnlich? Was bedeutet eigentlich Sinnlichkeit? – Anregungen und Tipps

Also egal, was ich hier schreibe, im Grunde genommen ist jeder Punkt, zu dem ich hier etwas bemerkt habe, fast auch schon wieder von mir mit gewissen Klischees beantwortet worden, denn ALLES ist INDIVIDUELL zu betrACHTEN. Deshalb berate ich auch nie Online oder via Fotografien. Es gibt keine allgemeingültigen Aussagen! „Ausnahmen bestätigen immer wieder die Regel“, besagt ein gängiges Sprichwort.

Wenn Du jetzt neugierig auf mehr bist und möchtest meine Beschreibungen genauer erklärt haben und vor allem mit Bildmaterial veranschaulicht sehen, klicke in folgende Kategorien:

Blogartikel und Bildbeispiele zu allen Themen rund um Farben, Stil, Schönheit und Farbtypen

Informationen zu meinen Beratungsangeboten findest du auf meiner Webseite www.farben-reich.com.

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Die Farbe Braun – Wirkung und Bedeutung in der Bekleidung, im Umfeld und auf die Seele

Nun habe ich bereits sehr viel über die sieben Spektralfarben und über ihre Bedeutung und Wirkung berichtet. So möchte ich mich heute der Farbe BRAUN widmen.

1) Braun in der Bekleidung

Ich bin überrascht, wie oft die Kunden in den Beratungen erstaunt darüber sind, dass es kalte und warme Brauntöne gibt und diese nicht ausschließlich den Herbsttypen oder überhaupt den warmen Farbtypen zuzuordnen sind. Die kalten Brauntöne kommen fast nie aus der Mode, da sie, je nach Kombination mit den farbtypgerechten Farben, sowohl von den warmen, als auch von den kalten Farbtypen getragen werden können. Die warmen Brauntöne allerdings sehen am Oberkörper zum Gesicht reflektierend  fast ausschließlich bei den warmen Farbtypen vorteilhaft aus und sind auch in der Mode besonders im Frühling und Sommer nicht ganz so häufig anzutreffen. Das ist dann also immer ziemlich Saison abhängig.

Hier präsentiere ich Ihnen einige Beispiele. Es gibt natürlich noch weitaus mehr warme und kalte Brauntöne!

Warmes Braun  für den Frühlingstyp, Frühling-Herbst-Mischtyp und Herbsttyp

Kaltes Braun für den Sommertyp oder Sommer-Winter-Mischtyp

Farben für den Sommertyp und den Sommer-Winter-Mischtyp

Wie bereits erwähnt, kann das kühle Braun auch mit warmen Farben sehr schön kombiniert werden für den warmen Farbtyp.

Brauntöne sind also keine Omafarben oder Ökofarben, wie früher so oft gesagt wurde.

So gibt es für mich auch kein „Kackbraun“, „Straßenköterbraun“ oder konservatives Braun. Braun sieht nur dann unvorteilhaft aus, wenn Sie nicht den richtigen Braunton für Ihren Farbtyp treffen. Vor allem Wintertypen steht Braun nicht zu Gesicht. Wählen Sie jedoch einen farbtypgerechten Ton oder eine farbtypgerechte Kombination von mehreren Farben, dann kann Braun für fast jeden zu einer gelungenen Wahl werden. Der Wintertyp schaut, dass der Kragen, der Schal, die Kette oder die Krawatte nicht braun ist.

Außerdem würde an einigen Menschen ein entsprechender Braunton edler aussehen, als das ewige Schwarz. Ob dann die Garderobe elegant und edel aussieht, hängt vom Stil, Schnitt und Stoff ab, was bedeutet, dass Schwarz kein bisschen feiner und meist konservativer wirkt als Braun, wenn die Farbe Schwarz der Person, die sie trägt, nicht zu Gesicht steht oder Schnitt und Muster nicht passen. 

Hier zwei Beispiele – das erste Bild zeigt den Herbsttyp mit vorteilhaften Farben, das zweite Foto mit unvorteihaften Wintertypfarben und Kontrasten:

Das alles gilt übrigens auch für jede andere Farbe. Deshalb empfehle ich immer eine professionelle Farbtypberatung, denn kaum jemand kann von sich aus das ganze Repertoire an Farben kennen, wenn er es nicht gelernt hat.

2) Bedeutung und Wirkung der Farbe Braun in unserem Umfeld

Braun ist zunächst die Farbe der Erdung und Naturverbundenheit und entspricht unseren Wurzeln. Im Herbst finden wir viele warme Brauntöne. Sie vermitteln in Kombination mit warmen Gelb- und Rottönen Wärme und Geborgenheit. In Räumen sorgt Braun mit entsprechenden Farben kombiniert für Gemütlichkeit und kann sehr stilvoll sein. Wie in der Bekleidung kommt es auch in unserer Umgebung darauf an, wie wir mit der Farbe umgehen und sie einsetzen. Ob wir eine dunkle Höhle wünschen oder helle Leichtigkeit bevorzugen – beides können wir mit Braun einrichten.

Je nach Ton und Tiefe kann diese Farbe aber auch auch Wehmut und Melancholie auslösen.

Wie bei allen anderen Farben gilt auch bei Braun: Die richtige Dosierung ist heilsam!

Sie kennen bestimmt Menschen, die sich nur mit Braun (und Beige) umgeben und kaum eine andere Farbe zulassen. Das finden wir beispielsweise manchmal in der alten Generation bei Menschen, die viele materielle Verluste erlitten haben. Da Braun erdet und buchstäblich verwurzelt, haben diese Menschen Furcht vor Veränderung und Verlusten. Sie möchten sich nicht bewegen, halten gerne fest, hängen zu einseitig an alt Bewährtem, an Traditionen und lehnen Neues ab. Braun wird deshalb auch mit Konservatismus verbunden. Traditionen zu bewahren und etwas Altes wert zu schätzen hat natürlich auch etwas Liebevolles, wenn es mit unserer individuellen Zufriedenheit und Dankbarkeit im Hier und Jetzt zu tun hat und nicht fanatisch ausartet. Vor allem sollte jeder für sich entscheiden, was ihm gut tut und nicht andere dazu nötigen, das Gleiche zu leben.

Die Kehrseite ist das Schnelllebige der heutigen Zeit, in der braune Möbel und natürliche Materialien ja schon fast verpönt sind. Gemütlichkeit und Geborgenheit weicht vor dem Drang, immer das Neuste und Modischste haben zu wollen. Es hat kaum noch etwas einen Wert. Technische Geräte überdauern meist nicht mehr die Garantiezeit. So ist die Rastlosigkeit leider auch in der Lebenseinstellung vieler Menschen zu spüren, die immer unzufriedener werden, wenn sie nicht dem Konsumverhalten standhalten können, immer dem Trend nachjagen und auch nicht mehr dort verweilen möchten, wo sie sich gerade befinden. Ob in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Straße, ob im Gehen oder Sitzen, kaum jemand schaut sich noch um. Stattdessen ist fast jeder mit seinem Handy beschäftigt. Dann ist es nicht verwunderlich, warum Braun  oder überhaupt warme, natürliche Farben in der Bekleidung (ganz besonders im Sommer) und auch in den Einrichtungen der Wohnungen oder öffentlichen Gebäuden so wenig vorkommen!

Der Zeitgeist drückt sich auch in den vorherrschenden Farben aus – egal, ob es sich um Bekleidungs- oder Einrichtungsfarben handelt.

Also, egal wie Braun nun auf den einzelnen Menschen wirkt oder was er damit verbindet, so muss letztendlich jeder für sich entscheiden, wie er mit der Farbe oder Energie umgehen möchte. Meist ist eine gute Balance zwischen Festhalten und Bewahren oder Loslassen und Erneuern der heilsamste Weg. Manches Mal leben wir auch von einem Extrem in das nächste hinein, müssen experimentieren und ausprobieren, um irgendwann zu erkennen, welcher Ton für uns stimmig ist. Und auch das darf sich wieder verändern. 😉

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Warme und kühle Blau- und Brauntöne typgerecht kombiniert

In den Farbberatungen erkläre ich immer die Unterschiede zwischen den einzelnen Braun- und Blautönen. Gerade die Sommertypen wissen nicht, ob ihnen  Braun steht und wenn ja, welches Braun sie tragen können. Außer dem Wintertyp kann jeder Farbtyp die Kombination Braun mit Blau tragen. Zum Wintertyp passt höchstens ein Schwarzbraun kombiniert mit Eisblau, was die kontrastreiche Naturpigmentierung vorteilhaft unterstreicht.  Am besten passt aber immer noch Schwarz zum Wintertyp.

Blau und Braun ist nicht immer das gleiche, auch wenn vor den gleichen Farbbezeichnungen die Rede ist. Je nach Unterton der betreffenden Farbe können die Wirkungen der Farben in sich oder aufgrund der Kombinationen miteinander sehr unterschiedlich sein. Es gibt beispielsweise Braun und Blau = Türkis mit einem gelblichen warmen Unterton für den warmen Farbtyp und Braun und Blau mit einem grauen Unterton – für den kühlen Farbtyp geeignet.

So werde ich Ihnen hier eine kleine Farbtabelle erstellen, mit je zwei Beispielen an Braun- und Blaukombinationen, die mit den entsprechenden Farbtypen harmonieren. Es gibt natürlich noch weitaus mehr Braun- und Blaukombinationen!

Frühlingstyp (warm):

Braun Türkis

 

 

Frühling-Herbst-Mischtyp (warm):

Braun Petrol


 

 

Herbsttyp (warm):

Braun Petrol


 

 

 

Sommertyp (hell) und Sommer-Winter-Mischtyp (dunkel) (kalt):

Braun Blau

Braun Blau

 

 

Wie Sie sehen, sind die Farbwirkungen recht unterschiedlich, obwohl immer Braun/Blau kombiniert wurde.

Schauen Sie auf meine Pinterstseite. Dort finden Sie viele weitere Beispiele zu Farbkombinationen für die unterschiedlichen Farbtypen, die ich persönlich zusammengestellt habe: http://www.pinterest.com/mitFARBENreich/

Lesetipp: https://farbenreich.wordpress.com/2010/04/28/passt-braun-zum-sommertyp/

Lesen Sie auch die weiteren Beiträge zu Farben und ihre Wirkung unter „Grafikdesign“ wie zum Beispiel:„Unternehmenserfolg: Warum Design immer wichtiger wird“.

www.farben-reich.com