schwarz in der mode

Klischees in der Mode und warum sie nicht stimmen

Es gibt unzählige Klischees in Modefragen, mit denen ich mich immer wieder in meinen Beratungen auseinandersetzen muss. Im Grunde sollte jeder das machen, womit er sich wohl fühlt. Warum ich hier aber so vehement auf diese Vorurteile hinweise, hat folgende Gründe:

So viele Menschen, und das gilt ja nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer, halten sich an die pauschalen Aussagen in der Mode, auch wenn sie überhaupt nicht glücklich damit sind, weil sie ja merken, dass das eine oder andere für sie gar nicht stimmig ist. Sie richten sich aber trotzdem nach den Mode-Klischees, weil es alle so machen. Sie möchten nicht aus der Reihe tanzen und nicht auffallen, weil sie befürchten, dass sie vielleicht doch falsch liegen mit ihrer Wahrnehmung, denn sie sehen und hören von allen Seiten diese Klischees.

In den Frauen- oder Modemagazinen liest du beispielsweise, dass Schwarz ein Muss im Kleiderschrank ist oder ein leuchtendes Rot, weil es gerade angesagt ist, die riesengroße schwarze Brille jedem ein interessantes Aussehen verleiht und überall im Fernsehen werden dir naturrothaarige Frauen mit pinkfarbenem Lippenstift und schwarzen Oberteilen präsentiert und fast alle Frauen ab einem gewissen Alter haben gelb-blonde oder rotbraun gefärbte Haare. Also macht fast jeder das nach. Denn „Die“ im Fernsehen oder in den Magazinen haben ja Stylisten. Die müssen es ja wissen, auch dann, wenn einem vielleicht auffällt, dass das ja eigentlich gar nicht so gut aussieht oder bei sich selbst auch nicht stimmig anfühlt.

Deshalb beschreibe ich hier das, was mir immer wieder besonders auffällt und ich kläre auf über die VORURTEILE, die in den Farb- und Stilberatungen immer wieder im Vordergrund stehen.

Farben:

„Schwarz macht schlank.“

  • Stimmt nicht, denn bei Menschen, denen es einfach nicht steht, trägt es auf und unterstreicht die Problemzonen noch mehr. Die typgerechten Farben und figurgerechten Schnittformen lassen den Gesamteindruck einer Person positiv erscheinen.
  • Also kannst du auch alle weiteren Klischees wie „Schwarz steht jedem“, „Schwarz ist immer elegant“, „Schwarz ist ein Muss im Kleiderschrank“, „Schwarz ist sexy“ getrost in die Tonne kloppen! Ich trage als Herbsttyp „mein kleines Dunkelbraunes“, weil das viel eleganter und sinnlicher an mir aussieht, als das harte Schwarz, das nur zum Wintertyp wirklich gut passt.
  • Blogartikel zum Thema: Warum Schwarz nicht automatisch schlank, elegant, interessant und reif macht

Genau das gleiche gilt auch für Weiß!

  • Es steht nicht jedem und sieht auch nicht an jedem frisch aus! Außer für den Wintertyp ist ein leicht gebrochenes Weiß für die meisten Menschen vorteilhafter.

„Braun ist konservativ und macht alt.“

  • Stimmt nicht! Bis auf den Wintertyp, dem diese Farbe nicht gut zu Gesicht steht, hat jeder Farbtyp bestimmt Brauntöne in seiner Palette. Es gibt warme und kalte, so wie helle und dunkle Brauntöne bis hin zum Schwarzbraun.
  • Blogartikel zum Thema: Warme und kühle Blau- und Brauntöne typgerecht kombiniert

„Herbstfarben sind Omafarben.“

  • Ja, für alle Farbtypen, denen die Herbstfarben nicht zu Gesicht stehen, besonders den Sommer- und Wintertypen! Ansonsten sehen diese Farben entsprechend zum Farbtyp passend wunderschön aus.
  • Blogartikel zum Thema: Farbtyp Herbst

„Herbstfarben trägt man nicht im Frühling und im Sommer.“

  • Ich bin ein Herbsttyp und trage das, was mir steht, also meine Farben auch in den warmen Jahreszeiten, eben entsprechend heller und frisch kombiniert.

„Rosa und Pinks sind Kleinmädchenfarben.“

  • So ein Blödsinn, denn kalte Farbtypen wirken sehr elegant in ihren typgerechten Rosa- und Pinktönen. Ich als Herbsttyp zum Beispiel würde darin kitschig oder krank aussehen.

„Rosa und Pink ist eine weibliche Farbe und nichts für Jungen und Männer.“

  • Dieses Klischee gehört wirklich in die Steinzeit, denn wie gesagt ist alles eine Frage des Farbtyps und wenn einem Mann diese Farbe gut steht, dann soll er sie auch tragen!

„Blau steht jedem“

  • ist der größte Blödsinn, weil diese Aussage viel zu pauschal ist. Jeder Farbtyp hat ganz bestimmte Blautöne, die ihm gut zu Gesicht stehen. Die warmen Farbtypen haben diesbezüglich die geringere Auswahl. Der Frühlingstyp hat das Türkis in seiner Palette und der Herbsttyp ein Petrolblau. Der Sommertyp sollte aufpassen, dass seine Blautöne nicht zu grell oder zu dunkel sind und der Wintertyp kann kräftige, leuchtende, kalte Blautöne, ein helles leuchtendes Blau, so wie Türkis tragen. Das gilt im übrigen immer für die Farben, die du am Oberkörper trägst, die also in das Gesicht reflektieren!

„Blau, Grau, Weiß und Schwarz gehören zum Business und die Business Mode soll farblich entsprechend sein.“

  • Mich stört es, wenn die Business-Menschen ständig in ihren Uniformen herumlaufen. Manche sehen in den Farben aus, wie „Leiche auf Urlaub“ und wirken alles andere als elegant, kompetent und seriös. Sie sollten viel mehr mal auf ihren Stil achten. Eine schwarze Polyesterhose oder manch ein viel zu enger Blazer oder Sakko, in die einige Personen wie reingeschossen wirken, sieht nicht automatisch fein aus, auch wenn er noch so schwarz, grau oder blau ist. Ich könnte hier noch unzählige Beispiele aufführen, aber das würde das Kopfkino sprengen. 🙂

„Orange und Gelb trägt auf.“

  • Stimmt nicht, denn wenn diese Farben zum Typ passen und stattdessen die entsprechenden Schnitte beachtet werden, welche die Problemzonen der Figur kaschieren können, dann tragen diese Farben nicht auf.

„Wenn ich alt bin, dann kann ich immer noch Braun und Beige tragen.“

  • Oh je, welch ein Blödsinn! Mir stehen diese Farben auch bis in das hohe Alter, weil ich ein Herbsttyp bin. Machen mich also nicht älter als ich bin. Alles ist eine Frage des Farbtyps! Und warum soll man im Alter nicht mehr auf seinen Farbtyp achten und automatisch Braun und Beige tragen. Solch eine Aussage hört sich nicht nach Wertschätzung an.

Blogartikel passend zu allen Farbthemen: 

Haare:

„Grau und Weiß machen immer alt.“

  • Das ist so ein überholtes Klischee, über das ich wirklich schon hinreichend und ausführlich berichtet habe! Da hängt mir nicht nur der Mund in Fransen vom vielen Erklären, sondern auch meine Finger sind schon wund vom vielen Schreiben meiner Blogbeiträge. 🙂

„Im Alter muss sich eine Frau die Haare färben.“

„Aschblond ist eine hässliche und schmutzige Straßenköterfarbe.“

„Rothaarige dürfen kein Orange tragen.“

„Naturrothaarige sollen Blau tragen, damit das Haar mehr zur Geltung kommt.“

  • Ja, aber bitte kein kaltes Blau, denn das lässt den Teint eines jeden Rothaarigen blass und müde aussehen. Je nach Farbtyp ob Frühling-, Frühling-Herbst-Misch- oder Herbsttyp sind Türkis, helles oder dunkles Petrol-Blau wesentlich vorteilhafter zum Haar, zu den Augen und zur Haut!

„Frauen ab 40 sollen kurzes Haar tragen.“

  •  Also, wenn ich solche Sätze höre oder lese, dann rollt sich bei mir alles zusammen. Ob kurze oder lange Haare, beides hat überhaupt nichts mit dem Alter zu tun. Manchen Frauen steht das eine, manchen das andere besser und einige, so wie ich auch, können beides gut tragen. Es ist alles nur eine Frage des Typs und auch der Haarstruktur. Es gibt Haare, die sehen einfach nicht gut aus, wenn sie eine gewisse Länge überschritten haben. So einfach ist das!

„Langes Haar macht alt.“

  • Vorurteil wird hinfällig, wenn du gelesen hast, was ich gerade geschrieben habe.

„Im Alter macht dunkles Haar zu streng.“

  • Quatsch! Die Natur denkt sich schon etwas dabei, wenn blondes Haar im Alter nachdunkelt, denn das sieht mit den entsprechend typgerechten, hellen und leichten Garderobenfarben sehr edel aus. Das Gesicht braucht den Kontrast und sieht in dem meist viel zu gelb blondierten Haar oft blass aus. Das wird dann unvorteilhafterweise mit viel zu viel Make-up oder viel zu kontrastreichen Farben in den Garderobenoberteilen wieder ausgeglichen. Macht aber nicht unbedingt jünger!

„Helle Haare sehen weicher aus und machen jung.“

  • Nein! Das ergibt sich aus meinen vorangegangenen Aussagen. Wenn du von Natur aus dunkelhaarig bist oder im Alter wirst, dann passt das zu dir. Bist du jedoch hellhaarig oder wirst durch das Ergrauen heller, dann gehört das stimmig zu dir!

Brillen:

„Schwarze und besonders große auffällige Brillen stehen jedem.“

  • Die Optiker gehen davon aus, dass alles andere langweilig ist. Damit meinen sie doch im Grunde genommen „DU“ bist langweilig und erst, wenn du bestimmte Brillen trägst, hebt das deine Ausstrahlung. Nur beachten die meisten nicht, welcher Farbtyp du bist und dann geht die Brille im Gesicht alleine und getrennt von dir spazieren, weil sie dich völlig dominiert. Wenn jemand eine auffällige Brille trägt, dann sollte er meiner Meinung nach darauf achten, dass die Farbe der Brille wirklich zum Farbtyp passt. Die Form muss natürlich auch zum Gesicht passen.
  • So sähe manch ein warmer Farbtyp mit einer modischen, braunen Brille vorteilhafter aus, als mit einer viel zu harten schwarzen oder eisblauen. Warum nehmen sich so viele Frauen damit ihre weiche Ausstrahlung und sehen so unglaublich streng aus? Ist das wirklich so erstrebenswert?
  • Dann gibt es Brillen, das ist gerade der neuste Schrei, die haben riesige Gläser in dicken Gestellen, die tropfenförmig nach unten gehen und manche Personen wie Hush Puppies aussehen lassen, gerade dann, wenn die Nasolabialfalten sehr stark ausgeprägt sind. Die Optiker reden den Betroffenen ein, wie toll das alles sei, weil „man“ das jetzt so trägt! Ihr glaubt gar nicht, was ich alles schon erlebt und gesehen habe diesbezüglich!….

Stil:

„Frauen sollen mit der Mode gehen und sich nach den Modefarben richten und entsprechend schminken und färben, damit ihnen die Farben stehen.“

  • Das ist sehr traurig, denn viele Frauen verlieren sich dadurch völlig! Außerdem geht jede Individualität verloren, so wie das Annehmen und Wertschätzen der eigenen natürlichen Schönheit. Einer Taube steht keine Papageienfeder als Schmuck! Und einer Elster keine Rotkehlchenfeder!… Wenn schon den Typ verfremden, dann muss das schon gekonnt sein, damit es wirklich gut aussieht.

„Ich bin zu alt für diesen oder jenen Stil.“

„Ein Kostüm oder Anzug ist immer elegant!“

  • Nein, es gibt Menschen zu denen passt das einfach nicht. Es gibt auch elegante Alternativen.

„Frauen ab 50 sollen die Knie bedeckt tragen.“

  • Oh je, dann müsste ich mich, Jahrgang 1961, schon in einen Sack hüllen. Ich denke gar nicht daran. Zugegeben, auch ich trage keine extrem kurzen Röche mehr, sondern eine Hand breit über dem Knie und finde das ganz Kurze bei älteren Frauen zum Teil wirklich nicht mehr vorteilhaft. Ich muss dann schon grinsen, wenn mir beispielsweise eine von vorne sehr alt aussehende Frau mit einem hautengen Rock, der knapp über dem Po aufhört, mit High Heels entgegen“wackelt“, auch wenn sie von hinten noch so tolle Beine hat. Das kann dann schon ein wenig billig wirken. Vielleicht liegt das dann auch nicht am Alter der betreffenden Person, sondern daran, dass ihr das einfach nicht steht, was sie da trägt.
  • Alles hängt doch auch hier vom Typ ab. Die eine sieht toll aus mit einem kurzen Rock und die andere sollte besser einen längeren tragen, ähnlich wie bei der Frage der typgerechten Frisur und Haarlänge.

„Wenn ich füllig bin, muss ich meine Kurven verstecken.“

  • Okay, ich finde es auch nicht besonders schön anzusehen, wenn sich manche in hautenge Leggins schießen und dann noch T-Shirts dazu tragen, die über dem Schritt aufhören… Hier geht es viel mehr darum, dass die Schnittformen einfach nicht gut gewählt sind. Genau so unvorteilhaft sehen sehr schmale Menschen aus, wenn sie ihre Figur überbetonen.
  • Und hier liegt der springende Punkt. Es geht nicht um Verstecken, sondern um die harmonische Betonung einer Figur. Ich nenne es immer Blickfang verlagern, was so viel bedeutet, wie von dem ablenken, was nicht gezeigt werden möchte. Das hat immer etwas mit dem Schnitt und der Kombination der Kleidungsstücke zu tun und natürlich den Farben und das gilt für jede Figur.
  • Und was den Körper betrifft, so hilft da ein gutes Selbstwertgefühl. Ich mache oft den Frauen in der Beratung Mut, zu ihrer Figur und zu ihren Kurven zu stehen. Ich zeige ihnen wie sie das, was besonders schön ist, vorteilhaft betonen können und anderes, was sie nicht gerne zeigen möchten, zu kaschieren. Manches wird sogar erst in der Beratung als schön wertgeschätzt, was vorher verborgen wurde. So lernen meine Kunden gegebenenfalls, sich von ihren viel zu weiten Kleidungsstücken zu verabschieden.
  • Blogartikel zum Thema Stilfindung: Was macht einen guten KLEIDUNGSSTIL aus, DER WIRKLICH ZU DIR PASST?
  • Bin ich sinnlich? Was bedeutet eigentlich Sinnlichkeit? – Anregungen und Tipps

Also egal, was ich hier schreibe, im Grunde genommen ist jeder Punkt, zu dem ich hier etwas bemerkt habe, fast auch schon wieder von mir mit gewissen Klischees beantwortet worden, denn ALLES ist INDIVIDUELL zu betrACHTEN. Deshalb berate ich auch nie Online oder via Fotografien. Es gibt keine allgemeingültigen Aussagen! „Ausnahmen bestätigen immer wieder die Regel“, besagt ein gängiges Sprichwort.

Wenn Du jetzt neugierig auf mehr bist und möchtest meine Beschreibungen genauer erklärt haben und vor allem mit Bildmaterial veranschaulicht sehen, klicke in folgende Kategorien:

Blogartikel und Bildbeispiele zu allen Themen rund um Farben, Stil, Schönheit und Farbtypen

Informationen zu meinen Beratungsangeboten findest du auf meiner Webseite www.farben-reich.com.

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Warum Schwarz nicht automatisch schlank, elegant, interessant und reif macht

und typgerechte, individuelle Farben und Stilrichtungen, so wie die passenden Schnitte das oft viel besser können

Die meisten Menschen meinen sie müssten Schwarz im Kleiderschrank haben oder zumindest Grautöne, denn das alles passt ja zu sämtlichen Farben. Letzteres stimmt zwar, aber Schwarz und Grau sehen nicht an jedem Menschen vorteilhaft aus. Besonders die warmen Farbtypen wirken sehr müde und blass in diesen Farben. Wenn sie sich Schwarz anpassen und dafür kräftig schminken oder färben würden, ginge die natürliche Ausstrahlung dieses warmen Farbtyps verloren.

Schwarz und Grau machen nicht automatisch schlank und große Personen nicht kleiner!

Natürlich trägt Schwarz nicht so auf, wie eine helle oder leuchtende Farbe. Da aber dunkle Farben generell zurücktreten und damit etwas schlanker wirken lassen, wäre es außer für den Wintertyp, dem Schwarz steht, für die anderen Farbtypen oftmals vorteilhafter, sie würden nicht immer nur Schwarz oder Dunkelblau wählen, sondern andere dunkle Farben entsprechend ihres Farbtyps. Gerade oben herum, wo die Farbe ins Gesicht reflektiert, sollten eher Farben gewählt werden, die zum Typ passen. Durch eine vorteilhafte Kombination von Farben und Schnittformen können die unliebsamen Stellen der Figur besser kaschiert werden, als mit einer schwarzen Garderobe oder grundsätzlich mit nicht zum Typ passenden, dunklen Farben.

Leuchtende, warme oder helle Farben fallen nur dann unvorteilhaft auf, wenn diese nicht Farbtyp gerecht sind.

Jeder Farbtyp, egal welche Figur oder Größe er hat, sollte die Farben seines Typs tragen und diese eben entsprechend der Figur untereinander kombinieren oder natürlich auch mit Farben einer anderen Farbpalette, was ja gerade den besonderen Reiz ausmacht. Es kommt dabei immer darauf an, was überwiegt und was zum Gesicht reflektiert. Ja und ganz wichtig sind die Schnitte, Muster auf den Stoffen und Accessoires. All das, vorteilhaft und individuell zum Körper und zum Typ ausgesucht und gestylt, wirkt schöner als dieser ewige Einheitslook oft aus Unsicherheit heraus getragen, weil „man“ glaubt, „man“ könnte damit nichts falsch machen.

Eine Frau sagte mir mal, dass ich mit meinen Farben immer so vorteilhaft aus der grauen und dunklen Masse strahlen und positiv auffallen würde. Sie hätte auch schon mal an eine Farbberatung gedacht, aber sie wäre zu groß für Farben. Sie würde am liebsten Schwarz oder unscheinbare dunkle Töne tragen, um nicht aufzufallen, da sie sonst aussähe wie ein Laternenmast. Mir ist die Frau in einer großen Gruppe gerade deshalb sehr aufgefallen, weil sie Schwarz trug, denn die viel zu hell gefärbten Haare und der helle Teint ließen den Kopf sehr klein wirken und der Rest war groß, weil das Schwarz dominierte. Das Gesicht und der Kopf waren vom Rest abgeschnitten und so nahm ich, bevor ich mich mit ihr unterhielt, ihre Größe zuerst wahr, denn es kam eine große, dunkle Gestalt auf mich zu. Erst von nahem erkannte ich ein sympathisches, offenes und vergnügtes Gesicht und das hätte sie mit typgerechten Farben sehr schön betonen können. Auf einem Foto, das sie mir zeigte, trug sie Schwarz-weiß, was die Wirkung, die sie eigentlich vermeiden wollte, leider noch mehr unterstützte.

Ich betone an dieser Stelle wieder, vorteilhaft ist es, wenn eine große oder sehr füllige Person, farbtypgerecht gekleidet, gefärbt oder geschminkt ist und einen vorteilhaften, ihren Körperproportionen gerechten Stil trägt. Dann tritt sie mit ihrer Ausstrahlung in Erscheinung und wir schauen nicht mehr auf die Figur, sondern empfinden sie in ihrem gesamten Erscheinungsbild als stimmig. Wir sehen diesem Menschen ins Gesicht und in die Augen. Denn Schwarz nützt nicht viel, wenn es dunkel in den Raum hereinbricht, wie eine große Säule oder breite Wand und der Kopf läuft hinterher oder weit voraus, wenn das Gesicht dazu viel zu grell geschminkt ist.

Es ist so, dass Menschen, die mit sich generell unzufrieden oder unsicher sind, eher in der grauen und schwarzen Einheitsmasse untergehen möchten, um nicht negativ aufzufallen. Manchen gelingt das auch, andere wiederum erreichen eher sogar das Gegenteil.

Es gibt Männer und Frauen, meist Sommertypen mit aschblonden Haaren und heller Haut, die meinen sie müssten Schwarz tragen oder sich die Haare schwarz färben (auf der Färbemittelpackung steht oft braun!), damit sie reifer, interessanter… und nicht unscheinbar wirken.

Zumindest nannte mir das eine Frau, die ich auch persönlich kennen lernte, als Gründe für die Bevorzugung von schwarzer Garderobe und das zu dunkel gefärbte Haar. Auf mich wirkte die sehr schmale, große, mädchenhafte Frau und Mutter mit ihren 38 Jahren müde und blass. Sie sah schon fast aus wie ein Geist in diesen Farben. Am breiten Haaransatz lugte das helle Aschblond hervor. Erwachsen, weiblich und reif machte sie das nicht. Sie hatte ein sehr hübsches Gesicht und ich stellte mir diese Person während des persönlichen Gespräches in weichen und frischen Farben aus der Sommertyppalette vor und mit einem natürlichen Haarton dazu. Wie unbeschreiblich schön sie darin aussehen würde, dachte ich und das wie eine erwachsene Frau, die aber ihren jugendlichen Charme behält und zeigt.

Frauen und Männer glauben, im Business Schwarz tragen zu müssen, um seriös, professionell oder älter zu wirken.

Gerade junge Menschen möchten ernst genommen werden oder sich regelrecht abschotten (Schwarzphase), indem sie im Schwarz abtauchen. Schwarze Brillen werden auch gerne gewählt, um gerade im Berufsleben wichtig und kompetent zu wirken. Ich persönlich bemerke immer die Unstimmigkeit und würde mich lieber mit der Person unterhalten, als mit dem Rest, der für sich alleine spricht, wenn er abgetrennt ist. Dafür müsste sie jedoch stimmig gekleidet sein.

Ist es im Grunde genommen nicht so, dass viele sich nicht natürlich zeigen können, weil sie Angst haben, genau in dem, was sie sich wünschen zu sein oder wie sie wirken möchten, verletzt zu werden oder sich lächerlich zu machen?

Junge Menschen brauchen die Such- und Findephase, um sich zu entwickeln. Sie müssen das Sebstbewusstsein erst noch probieren und erarbeiten, sich von gängigen Klischees und Modevorschriften frei schwimmen, um ihre Individualität zu leben. Das ist völlig natürlich. Aber das sollte im besten Falle nicht so bleiben, denn sonst laufen wir Gefahr abhängig zu werden von anderen, verlieren uns immer mehr in der Masse und täuschen mit einer mehr oder weniger perfekten Dauermaskerade etwas vor, was wir gerne sein würden, obwohl wir das, was wir immer schon waren und sind, dahinter verstecken. Wir haben ja alles in uns. Wir sind also vollkommen. Aber wissen, sehen und vor allem fühlen wir das auch? Um ernst, reif, erwachsen, weiblich, männlich, professionell oder sonstiges zu wirken, sollten wir uns erst Mal im Spiegel betrachten, wie wir von Natur aus aussehen und sind. Dazu gehört die Selbstannahme und Selbsterkenntnis. Dann geht der Schritt weiter. Erst, wenn wir etwas an uns schön finden und nicht nur sehen, sondern es auch empfinden, spüren, begreifen und erleben, können wir das vorteilhaft betonen und unterstreichen.

Wenn wir uns trauen die Seiten, die wir ja alle bereits haben (die meisten sind nur verschüttet), anzuerkennen und sie aus dem Schatten an‘ s Licht holen, können wir auch lernen, mit ihnen zu leben und sie positiv wirkungsvoll in Szene setzen.

Alles andere ist Verstecken, Schutz und Täuschung. Diese eben beschriebene Frau wirkte auf mich wie ein zerbrechliches Mädchen in Schwarz, das sich versteckt und nicht wie eine reife, erwachsene Frau und Mutter. Und genau das nervt sie, dass sie immer jünger geschätzt wird, als sie ist. Aber das ist ihr wunder Punkt, denn sie kann sich nicht ertragen, so wie sie ist, weil sie sich unscheinbar sieht und fühlt. Wenn sie könnte, würde sie bemerken, dass sie jung und hübsch, reif und erwachsen, mütterlich und nährend, weiblich und anziehend auf ihre ganz individuelle Art und Weise ist, wenn sie sich in ihrer Natur annimmt und diese unterstützt und betont. Sie bräuchte eine ganzheitliche Beratung und nicht nur oberflächliche Farb- und Stiltipps aus dem Internet oder aus Zeitschriften. Die besten Farben und die schönste Mode nützt nichts, wenn Menschen ihre verletzen und geschützten Seiten nicht heilen lassen möchten, sich deshalb nicht annehmen und wertschätzen können, so wie sie sind. Ich habe nämlich schon zu oft erlebt, dass Menschen zwar andere um ihre Schönheit beneiden und selbst auch schön gesehen werden möchten, aber im Grunde ihres Herzens Angst davor haben! Sie ziehen nicht selten Partner und Situationen an mit denen sie unglücklich sind oder werden krank und geben viel für ihr Unglück aus. Mich macht es traurig, wenn ich erlebe, wie viele Menschen in Symtombehandlungen jeglicher Art investieren und dann  klagen, dass sie kein Geld für Ur-Sachen haben, die heilend an die Wurzeln gehen. Das sind sie sich nicht wert oder sie schieben die Angst vor. Und diejenigen, die das Geld haben, meinen sie hätten es nicht nötig, etwas zu ändern und sind beispielsweise erschrocken oder beleidigt, wenn sie um zig Jahre älter geschätzt werden!

Schwarz und Grau unterstützen nicht die vornehme Blässe oder die Haar- und Augenfarbe von Rothaarigen, sondern diese Farben bewirken genau das Gegenteil!

So habe ich mal eine Frau, die Anfang 42 war, ca. 12 Jahre älter geschätzt. Das war mir peinlich, weil ich selten so daneben liege, aber wenn eine Frau mit rot-blondem Haar, ihre Augen mit schwarzem Kajal schminkt, dazu einen grauen Pullover trägt mit einem schwarzen Schal dazu, dann kann sogar mir eine Fehleinschätzung passieren für die ich ja eigentlich nicht verantwortlich bin. Einen Tag später meinte diese Frau, mal frische Farben tragen zu müssen und kleidete sich in einer weiß-altrosa gestreiften Bluse. Das sah auch nicht besser aus, denn das machte sie ebenso blass und sie strahlte einfach nicht. Ich weiß bis heute nicht, welche Augenfarbe sie hat, obwohl ich ihr damals häufig gegenüber saß. Auch das kann an falschen Farben liegen, die sich nahe am Gesicht befinden und natürlich am unpassenden Augen-Make-up, denn schwarzer Kajal kann Augen erdrücken und bringt nicht automatisch aufgrund des Kontrastes die Augenfarbe hervor wie manche denken. Warum tragen die meisten Menschen mit roten Haaren, die ich sehe, kalte Farben wie Schwarz, Schneeweiß, Altrosa, Flieder, vor allem Grau und grelles, kaltes Tintenblau? Das sieht einfach nicht aus, denn das alles lässt die Haut nicht edel hell, sondern fahl und blass erscheinen. Die schönen, goldbraunen Sommersprossen werden zu grau-braunen Flecken, die sich hart von weißer Haut abtrennen, wo hingegen sie mit warmen Tönen einen weichen Teint bilden würden. Meistens „beißt“ sich die Haarfarbe mit den falschen Garderobenfarben. Was haben rote Haare mit Pink und Altrosa zu tun? Warme Rottöne, Bordeaux, Lachsrosa wären da viel stimmiger! Rotviolett viel schöner als Blauviolett, Petrolblau und Türkis besser als Tintenblau, Braun an Stelle von Schwarz, denn das alles lässt den Teint fein und nicht bleich aussehen und bringt auch einen Kontrast zur Haarfarbe! Die rothaarigen Menschen haben es so einfach, denn ihre Natur schreibt ja schon warme Farben vor, aber nein: Wann immer ich Rothaarige sehe, tragen sie kalte und harte Winterfarbenkontraste oder die Pastelltöne des Sommertyps. Und das macht besonders Frauen nicht sehr weiblich. Ich finde es einfach so schade! Übrigens alle, die in meiner Beratung waren, lieben anschließend ihre Sommersprossen!

Es hilft dem Kunden in den Beratungen sehr, dass ich ganzheitlich arbeite, weil er nicht nur sehen und erkennen, sondern auch verstehen lernt.

Er wird dabei nicht in eine Farbtypschublade gepackt oder in eine Stilrichtung gepresst, sondern als Individuum respektiert und geachtet. Denn bei aller vorteilhafter Optik geht es auch immer darum, dass er sich wohlfühlen möchte und dafür muss auch ich die Beweggründe und Sichtweisen meines Kunden sehen, erkennen, erspüren und verstehen. Ich bin eben nicht nur Farb- und Stilberaterin, Designerin, Visagistin und Stylistin, sondern auch Therapeutin und Pädagogin, die sehr verantwortungsbewusst arbeitet.

 

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Ich betrachte einen Menschen während meiner Beratungen immer als Gesamtkunstwerk der Natur und unterstütze und begleite ihn, dass er das erkennen und fühlen kann.

Ich bin nicht gegen Schwarz, denn gezielt eingesetzt und gekonnt dazu geschminkt, ist es immer noch ein edler Klassiker. Am Oberkörper getragen steht es den Wintertypen immer, auch wenn sie ungeschminkt sind und den Sommer-Winter-Mischtypen und den Sommertypen bedingt. Die warmen Farbtypen sollten vorsichtig sein, denn sie verlieren ihre Ausstrahlung, wenn sie zu viel Schwarz tragen.

Ich bin auch nicht gegen das Färben der Haare oder gegen Make-up, denn sonst würde ich nicht als Stylistin und Visagistin arbeiten. Aber für mich sind alle diese Hilfsmittel dazu da, die Schönheit und Individualität einer Person herauszuholen und nicht zu überlagern. Ich habe in meinem Leben viele Steine bearbeitet oder bemalt. Der Stein hat mir vorgegeben, was ich aus ihm herausholen sollte. Und ein Mensch ist ähnlich wie ein Stein, ein Rohdiamant, ein Laubblatt oder ein anderes Geschöpf der Natur, dessen Wesen und seine natürliche Beschaffenheit ich erst mit meinem Herzen erspüren, mit meinen Händen begreifen und durch meine Augen betrachten muss, um es künstlerisch kreativ be-hand-eln zu können. Das merke ich auch immer beim Schminken. Es berührt mich sehr, wenn ich ein Gesicht vor mir habe und in diesem Gesicht die Natur mit ihrer Individualität und ihrem Wesen immer mehr herausholen darf. Das Ergebnis ist immer einfach nur SCHÖN!

Deshalb bin ich auch für Beratungen, in denen ich meine Kunden persönlich kennen lernen kann und ich bin für Einzel- und Kleingruppenberatungen, denn jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum!

Hier sehen Sie Beispiele dazu wie Menschen, die vorher schwarz und grau getragen haben, in ihren typgerechten Farben aufblühen und das unabhängig davon, ob sie geschminkt sind oder nicht, denn auf einem Foto trägt eine Kundin vorher und nachher kein Make-up und trotzdem sieht sie völlig anders aus.

Herbsttyp nach der Farbberatung und Stilberatung mit typgerechten Farben und Make-upEin Herbsttyp, der in seiner ersten Beratung von einer Farbberaterin zum Wintertyp gemacht wurde und von da ab viel Schwarz trug, aber bemerkte, das ihre Weiblichkeit zu kurz kam und die klaren Winterfarben einfach nicht ihrer Wesenheit entsprachen. Dunkelbraun ist wesentlich vorteilhafter als Schwarz, wenn ein Herbsttyp elegant aussehen möchte. Hier finden Sie mehr Bildbeispiele zu meiner Kundin. Lesen Sie auch hier die Kundenstimme dazu!

Frühling-Herbst-Mischtyp vor der Farbberatung und StilberatungFrühling-Herbst-Mischtyp nach der Farb- und Stilberatung mit typgerechten FarbenHier sehen Sie, wie steif oder auch konservativ schwarz (hier ist es dunkelblau = gleiche Wirkung wie Schwarz) machen kann, vor allem in Verbindung mit weiß, wenn eine Person von Natur aus eine ganz warme Pigmentierung hat. Die Kundin ist auf beiden Fotos ungeschminkt. Weiter Bildbeispiele und Artikel zu der Kundin sehen Sie mit Klick auf Frühling-Herbst-Mischtyp vor und nach der Farbberatung und Stilberatung und Teil 2.

Warmer Frühling-Herbst-Mischtyp mit falschen und kalten Farben des WintertypsWarmer Frühling-Herbst-Mischtyp mit typgerechten Farben nach der Farb- und StilberatungWieder ein Beispiel für einen Frühling-Herbst-Mischtyp, dessen Ausstrahlung einfach nicht zur Geltung kommt, wenn er Schwarz und Grau trägt. Auch, wenn die Person sich dazu schminken würde, wären diese Farben unpassend.

In diesem Beitrag über die Kundin erkennen Sie das auch ganz deutlich.

 

Frühlingstyp nach der Farb- und Stilberatung mit typgerechten, warmen FarbenFrühlingstyp mit unvorteilhafter Farbe Schwarz vor der Farb und StilberatungUnd nun ein Beispiel zum Frühlingstyp. Dieser Farbtyp sollte Schwarz am Oberkörper wirklich meiden, denn dieser Kontrast passt überhaupt nicht zu ihm. Wenn er dunkle Farben tragen möchte, sollte er eher Braun wählen. Das zeigt ja schon das dunkle Braun im Hintergrund, was schon wesentlich weicher wirkt, als das Schwarz.

Weiter Portraits zum Frühlingstyp sehen Sie hier!

Mit Klick auf Wintertyp erkennen Sie sicherlich sehr schnell, dass ein reines Schwarz wirklich nur diesem Farbtyp richtig vorteilhaft zu Gesicht steht, auch wenn es ungeschminkt ist.

Falls auch Sie wissen möchten, was Ihnen gut steht und wirklich zu Ihnen passt oder mehr über sich, Ihre Farben und Ihren Stil erfahren möchten, würde ich mich freuen, Sie in meinem Farbenreich zu einer Beratung begrüßen zu dürfen.

Erkundigen Sie sich auf meiner Webseite www.farben-reich.com über die Angebote und Konditionen.

Einen Gutschein erhalten Sie oder diejenigen, die Ihnen eine Beratung schenken möchten, nach telefonischer Absprache oder Sie senden mir eine E-Mail, in der wir den Vorgang absprechen können.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Farbenlicht.

Ihre Sabina Boddem

P. S.: Sie sind auf einer Feier eingeladen? Bedenken Sie, bei festlichen Anlässen müssen Sie nicht immer schwarz sehen. 😉 Elegant oder festlich darf auch farbig sein, wenn Sie wissen, welche Farbe Sie individuell in Ihrem Licht erstrahlen lässt, damit SIE elegant in Erscheinung treten und nicht nur Ihre Garderobe.

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www.farben-reich.com