KUNTERBUNTE THEMEN, Persönliches

Freude und Zuversicht auf all deinen und meinen Wegen…

Ich sitze hier und habe einfach das Bedürfnis zu schreiben, was mir gerade einfällt. Ich muss zwar schon um 5:30 Uhr aufstehen, bin aber noch nicht müde, um zu schlafen.

Heute beginnt gefühlt für mich das wirklich aktiver werdende Eintauchen in das neue Jahr. Die Weihnachtszeit geht zu Ende mit dem Tag der Heiligen drei Könige und dem Ende der Rauhnächte. Die erste Nacht war vom 24. auf den 25. Dezember und die letzte Nacht ist gerade zu Ende gegangen. Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr erklären, was diese Rauhnächte bedeuten. Wen es interessiert, findet eine Menge darüber im Internet.

Ich liebe meine beiden Schälchen „Freude und Zuversicht“ die ich einmal von einer lieben Bekannten, nein eher Brieffreundin, geschenkt bekam. Ich habe diese Frau, eine Lehrerin, die damals bereits berentet war, ein einziges Mal in meinem Leben gesehen. Das war 2001 kurz nachdem ich damals mein „Trau-dich-kreativ-Atelier“ in Düsseldorf auf der Hüttenstraße eröffnet hatte. Sie besuchte mich dort, weil sie wegen eines Artikels von mir über meine Arbeit im Atelier in einer Zeitschrift aufmerksam geworden war.

Sie litt unter einer sehr schweren Essstörung und anderen Begleiterkrankungen und wir haben uns bis vor vier Jahren „nur“ geschrieben, so richtig mit Papier und Briefumschlag und nur dreimal miteinander telefoniert. Die Frau beschenkte mich fast 15 Jahre lang. Es kamen Päckchen oder prall gefüllte Briefe an, meist mit selbst gebastelten Aufmerksamkeiten, Papierfaltarbeiten, Gehäkeltes, Gefilztes und vieles mehr. Manches Mal waren es auch gekaufte Dinge, so wie diese beiden Schälchen. Am Anfang konnte ich kaum damit umgehen, denn ich wusste nicht wie ich ihr das alles zurückgeben sollte, zumal mir zunächst auch nicht so viel an diesem Kontakt lag. Ich schrieb ihr das auch sehr ehrlich. Sie aber wollte mir einfach nur gut tun. Das war für sie wichtig und machte sie glücklich. Sie bat mich innigst, das anzunehmen und den Kontakt nicht abzubrechen. Die Frau war ca. 12 Jahre älter als ich. Also müsste sie heute über 70 sein, vielleicht auch älter.

Sie schrieb und schrieb und begleitete mich sogar durch meine große Sinnkrise von 2007 bis 2009, als es mir sehr schlecht ging, nachdem ich beruflich und privat mal wieder Abschied nehmen musste und ich manches Mal keine Lebensfreude mehr hatte. Ich glaube, dass die Schälchen aus dieser Zeit stammen. Ich erhielt solch eine Liebe und kam mir oft so unbeholfen vor, weil ich ihr das nicht auf die gleiche Art und Weise zurückgeben konnte. Ja, mir gingen ihre langen Briefe, in denen sie häufig ellenlang über ihre Krankheiten berichtete sogar manches Mal auf die Nerven. Ihre Schrift war oft so gezeichnet von ihrer Krankheit, dass ich sie kaum entziffern konnte. Aber fast jeder Brief endete zuversichtlich und sie sprach mir Mut zu, wenn es mir schlecht ging und auch sich selbst. Wenn ich mal länger kein Zeichen erhielt, machte ich mir Sorgen und ich vermisste ihre Briefe oder Päckchen sogar schon, auch wenn ich mit dem Inhalt nicht immer etwas anfangen konnte. Trotzdem freute ich mich meist sehr darüber.

Die Frau lebte ländlich und zurückgezogen mit einem kleinen Hund, von dem sie mir manchmal Fotos sendete. Internet, Handy oder ähnliches besaß sie nicht. Ich konnte ihr zu keiner Therapie raten, ihr mit keinem Tipp oder sonstigem helfen, auch nicht mit Besuchen. Das war einfach tabu. Das wollte sie auch nicht. Aber ich habe ihr auf eine andere Art und Weise geholfen. Einfach, indem ich zuließ, dass sie mich beschenken durfte… oder vielleicht ganz einfach, dass es mich für sie gab…

Mir fehlen gerade die Worte und ich habe Tränen in den Augen… Warum schreibe ich das alles? Ich weiß es nicht…, aber ich fühle gerade sehr intensiv… Ich glaube, Sie ist jetzt im Himmel…

FREUDE und ZUVERSICHT verneigen sich und sagen einfach nur DANKE für ALLES…

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Letzte Grüße aus dem alten Jahr

Ihr Lieben,

wie Ihr seht genieße ich die letzten Tage im alten Jahr. Mein Mann und ich haben frei und schlendern gerne nochmal über die Weihnachtsmärkte der Innenstadt Düsseldorfs, die noch bis zum 30.12. geöffnet haben und da schmecken Glühwein und Eierpunsch an einigen Ständen ziemlich gut. 😋

Ich hoffe, Ihr könnt den Jahresausklang auch ruhig, genussvoll und besinnlich genießen. In diesem Sinne lasst es Euch gut gehen!

Ich freue mich auf meine Kundinnen und Kunden im neuen Jahr und vielleicht bist Du, die oder der das gerade hier liest, auch dabei! 😀

Nochmal guten Rutsch und alles Liebe! Die Neujahrsgrüße kommen noch, wenn es soweit ist.

Herzlichst

Eure Sabina Boddem aus dem FarbenReich

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Dann lasse ich mal MEIN GUTES JAHR 2019 rückblickend vorbeiziehen

Ihr Lieben,

gefühlt eben noch „58 Jahre Bina“ gefeiert, steht im nächsten Monat schon wieder mein Geburtstag vor der Tür. Boah, das Jahr ist so schnell vorbeigezogen. Unglaublich! Ich ziehe nun liebevoll und dankbar Bilanz in Wort und Bild.

2019 war ein gutes Jahr.

༻ ༺༻༺

  • Für mich ist es immer ein besonders gutes Jahr, wenn meine Lieben und ich es gesundheitlich heil(end) durchleben und wenn ich niemanden für immer verliere, der mir besonders nahe steht. Dafür bin ich unendlich dankbar und das ist auch das größte Glück und das Beste in einem guten Jahr! Was meine Osteoporose betrifft: Das ist schon das zweite Jahr ohne Brüche und Schmerzen!
  • Ein gutes Jahr ist eins, in dem alltägliche Konflikte mit den Lieben immer wieder gelöst werden und der liebevolle Umgang miteinander dominiert.
  • In einem guten Jahr lerne ich viel und das nicht nur beim Harfespielen, sondern auch im sozialen Miteinander. Es gibt so viele zwischenmenschliche Begegnungen, die mich bereichern. Sie waren und sind in diesem Jahr ausschließlich angenehm.
  • Also muss ich mich in einem guten Jahr auch in dieser Hinsicht von keinem Menschen verabschieden, sondern darf vielmehr lieb gewonnene festhalten und neue Menschen kennen lernen, die mein Leben immer noch bereichern. Beziehungen aus vergangener Zeit haben sich zusätzlich intensiviert.
  • Ein gutes Jahr bringt jungen Paaren, den von ihnen liebevoll gewünschten Kindersegen. So haben in meinem Freundeskreis zwei süße kleine, gesunde Babies das Licht der Welt erblickt. Meine Freundin ist zweimal Uroma geworden und ich fühle mich im positiven Sinne wie eine frischgebackene Oma!
  • Ein gutes Jahr lässt Beschäftigungen und Ereignisse zu, die Freude machen, wie beispielsweise Zeit für seine Lieben und Zeit für Hobbies zu haben, in Urlaub zu fahren… Und ich durfte in dieser Hinsicht in diesem Jahr so viel Schönes erleben.
  • Beruflicher Erfolg und die damit verbundene Wertschätzung dessen, was ich von Herzen gerne mitteile, ist natürlich auch mit einem guten Jahr verbunden. Ich bin dankbar, dass ich mit dem, was mir am Herzen liegt, andere Menschen glücklich machen und mein Geld zum Lebensunterhalt damit verdienen darf.
  • Zu einem guten Jahr gehört für mich auch, dass ich Projekte, die ich schon lange vor mir her geschoben habe, endlich erfolgreich in die Tat umsetze. Und das habe ich mit meinen eigenen Farbpässen geschafft, in die ich viel Fleiß, Geduld, Ausdauer und Geld gesteckt habe. Dafür bin ich auch schon hinreichend belohnt worden, denn ich habe schon viele verkauft und meine Kunden gaben mir bisher nur positive Feedbacks dazu.
  • In einem guten Jahr schaffe ich es, meine Ängste, die mich ab und zu einholen, zu überwinden. Verlust geliebter Menschen…, der Gesundheit…, was passiert, wenn…, weil ich als Freiberuflerin nicht abgesichert bin…, weil wir älter werden…, weil wir „nur“ zur Miete wohnen und im Falle eines Falles der Wohnungsmarkt nicht mehr viel schönes Bezahlbares hergibt… = Zukunftsexistenssängste! Wenn ich nicht an morgen denke, sondern wirklich im Hier und Jetzt lebe, sind sie weg. Ich darf nicht negativ denken und grübeln, denn dann sind sie anwesend. In dieser Hinsicht darf ich noch mehr mit mir und an mir arbeiten, damit die Ängste erst gar nicht mehr aufkommen. Ich meine nicht Verdrängung, sondern wirkungsvolle Lösungen finden. Das bedeutet, dass ich immer wieder mein Ur-Vertauen stärken und mich darauf besinnen darf… Immer noch eine Herausforderung für mich! Lebensaufgabe vielleicht? Seelenweg?… Auf jeden Fall ist es trotzdem ein gutes Jahr, denn solche Ängste haben mich nicht im Griff, sondern ich sie. Ich bin ihnen also nicht ausgeliefert, sondern trotz allem ein fröhlicher Mensch.
  • Ich habe gerade alles, was ich zum Leben brauche, um mich wohl zu fühlen. Das macht für mich ein gutes Jahr aus.
  • In einem guten Jahr siegt die Dankbarkeit für alles, was ist!

Ich danke dem Universum, der göttlichen Liebe. Ich danke meinen Lieben. Ich danke mir selbst. Ich danke allen und allem. Ich danke Euch.

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Herzlichst

Eure Sabina Boddem aus dem FarbenReich

Das passt auch noch zum Thema:

Ein Rückblick von 2014 bis zum 28.05.2019 – Kinder wie die Zeit vergeht! Rückblick auf fünf turbulente und farbenreiche Jahre bis Heute

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Das Glück liegt oft zum Greifen nahe

Ich bin so glücklich wie ein kleines Mädchen.

Da ich einige kleine antiksilberne Anhänger besitze und seit Jahren kein passendes Armband dafür fand, hatte ich die Hoffnung auf mein „Bettelarmband“ schon aufgegeben. Dabei habe ich dieses passende Armband schon mindestens 15 Jahre lang und in diesem Sommer trug ich es fast ständig. Nur ich erkannte nicht, was ich damit machen könnte. In der letzten Woche schaute ich auf das noch leere Armband an meinem Handgelenk und dachte plötzlich:“ Was bin ich doch für ein Hirni.“ Das eignet sich doch super gut, um Anhänger dran zu machen. Vorgestern schenkte ich mir noch weitere kleine Anhänger. Ich fand in einem meiner Lieblingsläden in Düsseldorf noch einen Notenschlüssel, ein Om-Zeichen, ein Schneckchen und eine kleine Sonne und war so happy. Den ganzen Tag streichelte ich über die kleinen Symbole, die so zu mir gehören. Dabei dachte ich immer wieder an das Armband meiner Kindheit. „Wo sind nur die kleinen Anhänger?“ fragte ich mich wehmütig. Ich wusste, dass ich sie nie weggegeben hatte, aber sie waren verschwunden. Die kleinen Wappen von all den Andenkenläden aus den Ferien der 60er Jahre, mein Edelweiß, das Glöckchen, der Enzian, das Kleeblatt und der heilige Christopherus, mein Schutzpatron. Und plötzlich hatte ich eine Eingebung. Ich öffnete intuitiv einen Schrank, in dem viele, für mich persönlich kleine und große Schätze aus alten Zeiten ihr Zuhause haben. Da fand ich ein Döschen und was lag darin? Meine Anhänger! Ich hab mich so gefreut! Nun hängen der Christopherus und mein Glückskleeblatt auch mit an dem Armband.

Es ist doch schon verrückt oder? Da suche ich so lange nach einem passenden Armband und nach den Anhängern und dabei liegt das, was ich mir wünsche, die ganze Zeit schon bei mir. Und ich finde auf Anhieb alles auf einmal und sogar neue Anhänger wie die kleine Sonne, der Notenschlüssel…, ausgerechnet Symbole, die ich mir auch so sehr wünschte und die mir zugeflogen kamen, denn ich wusste gar nicht, dass es die im Laden gab. Ich bin da ja nur rein, um einfach nur zu stöbern.

Tja und was sagt mir das? Das Glück liegt oft zum Greifen nahe. Alles kommt dann, wenn die Zeit reif ist und erst dann erkennen wir das, was vielleicht immer schon da war, weil es der rechte Zeitpunkt ist. So wie ich meinen Mann 2009 erkannte, den ich inzwischen 58 Jahre kenne… ❤️☀️🍀

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Negative Glaubenssätze positiv und konstruktiv umwandeln

Da diese Themen manchmal Bestandteile meiner Beratungen sind, habe ich hier einiges dazu kurz zusammengefasst:

Wenn du dich in einer Lebenskrise befindest, aus dem du keinen Ausweg mehr weißt, versuche all das, was du befürchtest oder, was du an dir nicht magst, aufzuschreiben.

Es ist sehr wichtig, alles erst einmal ungefiltert rauszulassen. Dann nimm dir Satz für Satz vor und formuliere ihn positiv! In jedem NEIN und in jedem GEGEN, steckt auch ein JA und ein FÜR! Du kannst dich ablehnen oder Ja zu dir sagen! Jede Medaille hat zwei Seiten.

Wenn du das immer wieder tust, wirst du merken, wie sich etwas in dir verändert. Das ganze ist ein Trainingsprogramm für dich, deine negativen Gedanken in eine positive und konstruktive Richtung zu lenken, wodurch sich auf Dauer nicht nur dein Handeln verändert, sondern auch deine Situation. Du ziehst Positives und Konstruktives in dein Leben!

Beispiele

Negativ

  • Ich bin viel zu sensibel und zu nahe am Wasser gebaut.
  • Immer werde ich ausgenutzt, weil alle von mir Hilfe erwarten.
  • Ich kann nicht NEIN sagen oder ich bin viel zu abweisend.

 

Positiv

  • Ich habe die Stärke, meine Verletzlichkeit und meine Tränen zu zeigen und diese auch von anderen aufzufangen.
  • Ich bin sehr empathisch. Man sucht mich deshalb gerne auf.
  • Ich achte auf meine Grenzen und bin in der Lage diese anderen zu vermitteln.

 

Negativ

  • Nein, ich traue mich nicht, mich von… zu trennen, weil ich wirtschaftlich abhängig bin von… und nicht weiß, wie alles weitergehen soll. Ich werde in ein leeres Loch fallen und alle (zum Beispiel die Kinder) mitreißen. Es ist ein Teufelskreis, aus dem ich keinen Ausweg finde. Ich hab doch Verantwortung für… Vielleicht ändert… sich ja doch, wenn ich nur alles tue, damit… das einsieht und auch etwas für sich tut. Ich werde von… sehr verletzt und gedemütigt, aber das ist alles nicht so schlimm, wie die Vorstellung, alleine zu sein und nicht zu wissen wie es weitergehen soll. Ich liebe… doch. Ich weiß doch um… Seelennot. Alles, was ich gemacht habe, war und ist umsonst. Ich bin ein Versager…

Positiv

  • Ja, ich gebe zu, dass ich mich vor einer not-wendigen Trennung fürchte, denn ich habe bisher wenig oder kein eigenes Geld verdient und bin es auch nicht gewöhnt alleine zu leben. Ich akzeptiere, dass ich mich ändern und mich lösen muss, damit ich und… die Chance haben zu heilen. Wenn ich… liebe, dann muss ich… frei geben, auch wenn es mir und… schwer fällt. Ich habe alles getan, was in meiner Macht steht, aber nun habe ich das Recht, Grenzen zu setzen und auch meine Müdigkeit, meine Verzweiflung, meine Ohnmacht und meine Hilflosigkeit zuzugeben. Damit helfe ich nicht nur mir und meinen Kindern, sondern auch… Ich gebe aus Liebe auch… die Chance zur Unabhängigkeit und den eigenen Weg zu finden. Ich mache… auch nicht mehr abhängig von mir, denn mit meinem Helfersyndrom, helfe ich… nicht, sondern schade uns auf Dauer nur. Ich möchte nicht länger coabhängig sein. Ich bin es wert geliebt zu werden, statt gedemütigt. Ich finde Hilfe. Ich bin aufgehoben und nicht alleine. Alles entwickelt sich zum Guten unabhängig von… Ich werde Wege und Lösungen finden, mich von meiner Abhängigkeit, Hilflosigkeit, Ohnmacht und Verzweiflung zu befreien und auf eigenen Beinen zu stehen. Freude statt Traurigkeit darf von nun an mein Leben bestimmen, denn nur wenn ich glücklich bin und mich liebe, kann ich andere glücklich machen und lieben! Ich übernehme die Verantwortung für mein Lebensglück…

Und so könnte ich noch unzählige Beispiele aufschreiben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass nicht leicht ist zu beherzigen und noch weniger leicht, die entsprechenden Entscheidungen zu treffen und diese auch in die Tat umzusetzen, denn Loslassen kann mit sehr viel Angst besetzt sein. Aber in der Vergangenheit hat mir zumindest die Methode des Aufschreibens von Negativ in Positiv geholfen, klarer zu sehen und konstruktiv zu werden.

 

Nun wünsche ich dir von ganzem Herzen alles Liebe und Gute!

Du wirst deinen Weg finden und gehen. Davon bin ich ganz fest überzeugt!

      

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Strebe nicht danach, perfekt sein zu wollen, sondern genieße es, nicht perfekt sein zu müssen

Das Zitat in der Überschrift ist von DieLinse.

Quellenangabe dazu: https://www.facebook.com/dieLinse.at/.

Strebe nicht danach, perfekt sein zu wollen, sondern genieße es, nicht perfekt sein zu müssen!

Es passt so sehr zu dem Thema, über das ich heute schreiben möchte. Und es bezieht sich heute auf Dinge, die Freude machen, aber, die wir aus Angst vor Zensur und Negativkritik nicht preisgeben möchten. Wer möchte sich schon gerne blamieren oder bloßgestellt werden?

Mir ist das leider in einer Facebookgruppe passiert. Sie ist gedacht für alle, die gerne Hakenharfe spielen. Dort gibt es Hobbyharfenisten und auch Profis, die sogar Pedalharfe studiert haben. Einige der Profis müssen wohl sehr unglücklich sein, wenn sie sehen mit welcher Freude und Begeisterung ich als „kleine Anfängerin“ meine Improvisationen und selbst kreierten Stücke präsentiere. Ja, ich wage es sogar, diese in meinem YouTube Kanal zu veröffentlichen! Diejenigen, die sich über meine banalen Fingerübungen, wie sie mein Spiel genannt haben oder über meine Überheblichkeit, diese auch noch zu veröffentlichen, beschwerten, konnte ich leider mit ihrem Harfenpiel im Netz nicht finden. Trauen sie sich nicht, ihre Profikünste öffentlich mitzuteilen? Sie haben sogar geäußert, dass ich das Harfenspielen und sie, die Profis, in‘ s schlechte Licht rücken würde. Meiner Meinung nach tuen sie es von ganz alleine mit ihren angstbesetzten Äußerungen.

Ich wurde wirklich ganz übel beleidigt bis die Gruppenadmin auch endlich mal einschritt und ein paar gute Worte zum ganzen geschrieben hat. Auslöser der Auseinandersetzung war meine angebliche „Unverschämtheit“ und „Unbescheidenheit“ unter ein Stück zu schreiben, dass ich es komponiert habe. Ich habe das Wort jetzt durch „selbst kreiert“ ersetzt. Mir fiel zu dem Zeitpunkt, als ich mein Video mit dem Lullaby „Sophie“ veröffentlichte, wirklich kein anderes Wort ein, weil ich das Stück ja selbst gemacht habe. Ach du liebe Güte, da ist dann einer von den männlichen Spezies heftig ausgeflippt, wie ich es wagen könnte, für mein Gedudel das Wort komponieren zu missbrauchen. Er wäre professioneller und studierter Komponist und Harfenist…

Ich habe dazu folgendes in der besagten Gruppe gepostet:

Ich liebe es, das auszudrücken, was mir einfällt, das auch noch ohne Noten und ich bin trotzdem ein bescheidener und achtsamer Mensch, was mir ja (indirekt und „höchst diplomatisch“) abgesprochen wurde. Aber, ob jemand bescheiden ist, der maßregelt, darüber kann man sich streiten… So, das musste mal raus, denn ich habe mich bisher nur mit Humor dazu geäußert. Und ich werde weiterhin mit Lust, Liebe und Humor meine kleinen eigenen Stücke „komponieren“ oder damit sich keiner vor den Kopf gestoßen fühlt KREIEREN! Wir können ja noch diskutieren, wann etwas eine Kreation ist oder nicht.   Und wenn Ihr glaubt, dass das ein schlechtes Bild auf Euch wirft, dann solltet Ihr mal überlegen, ob Ihr an Euch und Eure Fähigkeiten glaubt. Sonst wäre Euch das egal, ob ich oder irgendjemand anderes, seine Lust, Liebe und Freude als Hobby auf seiner Harfe ausdrückt. Ich habe Respekt vor Eurem Können! Und diesen Respekt habe ich auch für Menschen, die täglich unsere stinkenden Mülltonnen leer machen und vielleicht abends kleine Stücke auf einem Instrument „komponieren“ und stolz und glücklich sind. In diesem Sinne all denen, die hier gerade Angst um den Ruf ihrer guten Gaben haben, einen licht- und liebevollen Tag, eine gute Portion Humor und allen anderen sowieso! ❤️

Puh danach ging es richtig zur Sache!… Das war keine achtungsvolle Kritik, sondern wirklich unterirdisch, was ich da von den Ängstlichen (Angst kommt von Enge und nicht von Freiheit und Freude) als Resonanz erhielt.

Tja und weil der ein oder andere, vielleicht gerade in seiner Kindheit, solche erniedrigenden Erfahrungen gemacht hat und ständig gemaßregelt wurde, traut er sich auch als Erwachsener nicht mehr, etwas, das ihm am Herzen liegt, anderen mitzuteilen. Im engsten vertrauten Kreis vielleicht, aber bestimmt nicht öffentlich. Es kamen auch schon Befürchtungen von Frauen, die noch viel besser Harfe spielen können, als ich, sie würden sich bald nicht mehr trauen, etwas zu veröffentlichen, wenn solche Menschen unterwegs seien.

Das finde ich unglaublich schade, denn weil das so ist, gibt es überall wenig Natürlichkeit und Ungezwungenheit verbunden mit Freude, Spaß und Leidenschaft, die wir doch eigentlich für uns und andere zum Ansporn, Mutmachen und vor allem zur Mitfreude teilen sollten. Und ich finde es traurig, wenn Menschen ihre Herzensangelegenheiten wegen solcher Kritisierer nicht mehr preisgeben und anderen, die sie lieben würden, damit vorenthalten. Und es gibt zum Glück trotz allem ganz viele Menschen, die dich und mich und andere gerne hören, sehen oder lesen würden… Deshalb habe ich auch ganz viel Zuspruch bekommen in dieser Harfengruppe und auch per persönlicher Nachricht. Ich solle nicht aufhören, meine Videos zu posten. Meine Musik käme von Herzen, sei sehr gefühlvoll und schön. Das sei mutig und würde Mut machen, auch dran zu bleiben mit dem Üben, würde zeigen, wie es geht und was man nach kurzer Zeit erreichen kann, gerade wenn man erst mit Ende 50, so wie ich, anfängt Harfe spielen zu lernen und vieles mehr…

Ich liebe es, einfach Freude und Lust am Spielen zu erleben! Ich muss zum Glück nicht perfekt sein,

denn es ist nur ein geliebtes Hobby! Und ich habe hohen Respekt vor jedem, der die Harfe oder irgendetwas anderes richtig beherrscht und auch professionell komponieren kann. Damit kann, will und werde ich mich niemals messen, sondern darf, wenn ich das möchte, „nur“ davon lernen! Es gibt sehr feinfühlige Lehrerinnen und Lehrer und auch musikalische Vorbilder mit oder ohne Studium der Musik, die ich inzwischen kennen gelernt habe seit ich Harfe spiele und ich habe im letzten Jahr erst mit 57 J. damit begonnen. Ich möchte einfach anderen Mut machen, sich auch mehr zu zeigen und aus ihren Schneckenhäusern heraus zu kommen.

Alles, was aus reinem Herzen spricht und entsteht, also nicht die Absicht hat, andere zu demütigen oder zu verletzen, ist meiner Meinung nach wert, gehört und gesehen zu werden.

Das gehört zum Beispiel zu meinem Beruf, Menschen Mut zu machen, ihre Gefühle, Gedanken und vieles mehr kreativ auszudrücken und vor allem sich zu zeigen.

Jeder darf entscheiden, ob er meine Musik hören oder sehen möchte oder nicht. Die Geschmäcker und Empfindungen sind verschieden und das ist ja auch natürlich. Aber ich finde es sehr traurig, wenn beispielsweise renommierte Komponisten oder Musiker die „kleinen“ Werke anderer als trivial und nichtig degradieren. Das darf nicht passieren. Das hat mich sehr betroffen gemacht.

Und ich bin ja schon einen langen Weg gegangen, um so mutig zu sein, wie ich es heute bin, denn ich habe eine sehr strenge Erziehung erlebt und meine Hände wurden mal im Klavierunterricht im Jähzorn meiner Klavierlehrerin auf die Tasten geklatscht, dass es richtig weh tat. Zur Strafe, weil ich Fehler machte und sie mal wieder ausrastete… Je stärker ich unter ihrem Druck stand, desto mehr Fehler machte ich. Ich hatte solche Angst vor ihr, wollte aber doch unbedingt Klavier lernen! Wegen dieser und anderer Negativerfahrungen, erarbeitete ich mir bisher meine Hobbies am liebsten autodidaktisch, wie zum Beispiel Musikinstrumente lernen.

Leider gibt es immer noch zu wenig Frauen, die sich trauen. Das habe ich schon bemerkt, als am Wochenende unter dem Motto „Open Piano“ ein Flügel in der Düsseldorfer Altstadt stand, auf dem jeder spielen konnte. Ich habe außer mir nur Männer gesehen, die darauf spielten. Eine Frau hat es versucht und ist nach einigen Anläufen aufgesprungen und wieder weggegangen, weil sie „Fehler“ machte.

Hab Freude und Spaß an dem, was dich bewegt. Du darfst dich unperfekt darstellen. Das ist vollkommen(d) natürlich!

In jedem Erwachsenen steckt doch ein Kind, das einfach unzensiert spielen, machen und sich selbst sein möchte. Lass deine Kinderseele leben und zeige das, was dir Freude macht! Male, tanze, schreibe, ziehe dich an wie es dir gefällt, wild und unbändig und falle auf mit deiner individuellen und ganz eigenen Schönheit und Kreativität!!!! Aber bitte nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern teile dich anderen mit! Dabei gibt es kein Richtig und kein Falsch, sei denn du fühlst dich nicht wohl damit und mit dir. Dann schaue, was dazu beitragen kann, damit du dich grenzenlos wohlfühlst und glücklich bist, so dass du dich gerne mitteilst, es dir wirklich Freude macht!

Zeige DICH! Wir können so viel Spaß miteinander haben, wenn wir uns gegenseitig bestärken, achten und respektieren und uns mitteilen. Wir können nur voneinander lernen. Das ist doch wundervoll oder?

In diesem Sinne liebevolle und herzliche Grüße ❤️

Eure Sabina Boddem

P.S.: Ein Gutes hatte das alles, was ich in der Gruppe erlebte. Ich hatte noch selten so viele Abrufe und Likes eines meiner Videos binnen kürzester Zeit, wie auf meine kleine „Komposition“! Und wer jetzt noch Lust an meinem „Gedudel“ hat, klickt einfach hier drauf: Wenn ich musiziere 😃

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Kinder wie die Zeit vergeht! Rückblick auf fünf turbulente und farbenreiche Jahre bis Heute

Kinder wie die Zeit vergeht!

Das sagt man doch immer so schön. Wenn ich mir die Bilder ansehe, dann kommt mir manches vor, als wäre es gestern gewesen. Das hast du doch gerade erst in‘ s Netz gestellt“, denke ich, dabei ist es schon zig Jahre her. Da kommen Erinnerungen hoch!

2014 zogen wir nach langer, fast schon aufgegebener Suche nach einem passenden Zuhause aus der Innenstadt raus, weil wir endlich eine schöne Wohnung am Aaper Wald gefunden hatten, in der wir immer noch wohnen. Puh war das ein Stress!

Und ich erinnere mich an meine Mühe, endlich den Traum von langen Haaren wahr werden zu lassen. 2013 hatte ich nämlich noch einen mega kurzen Pixie-Schnitt.

Sturm Ela fegte einen Monat nach unserem Umzug im Mai durch Düsseldorf. Anschließend sah es hier aus, wie nach einem Bombeneinschlag: Entwurzelte, gesunde Bäume, die mindestens ein Jahrhundert lang jedem Wetter getrotzt hatten, zertrümmerte Autos und Dächer… Fassungslosigkeit und Tränen überall, denn die Verwüstung war extrem. Der Wald, den wir monatelang nicht betreten durften, weil viele Wege abgesperrt waren, ist immer noch mancherorts sehr licht und kahl.

 

2015 war das Highlight unser Urlaub in der Südtoskana. Ich erinnere mich daran, wie ich den Boden geküsst habe, als ich endlich den Tarotgarten von Niki de Saint Phalle betreten habe. Mein lang gehegter Traum, ihn endlich zu sehen, wurde wahr. Und es war ein wundervolles Erlebnis, diesen Sinnesrausch an Farben und Formen erleben zu dürfen. Die Fotos könnt Ihr im Übrigen sehen, wenn Ihr auf den orange markierten Begriff klickt. Ja und die Toskana ist sowieso ein unglaublich schönes Gebiet mit wundervollen, romantischen kleinen mittealalterlichen Orten und herrlicher Landschaft! Stöbert mal unter meiner Kategorie Fotografie oder klickt auf Italien!

 

 

2016 war kein schönes Jahr, obwohl Ihr das den Fotos vielleicht nicht anseht. Ich erinnere mich an die ersten Monate, in denen ich noch einmal Fuß fassen wollte als Pädagogin im öffentlichen Dienst und schon in der Probezeit das Handtuch schmiss, weil ich so nicht mehr arbeiten wollte und konnte. Die Zeiten, in denen mir das noch Freude machte und Kinder noch in einem natürlichen Umfeld spielen durften, sind für mich vorbei, mal abgesehen davon, dass ich nach zig Jahren der Freiberuflichkeit einfach nicht mehr „eingesperrt“ sein möchte. Dann folgte ein schwerer Wirbelbruch, der zuerst falsch diagnostiziert und behandelt wurde und später herauskam, dass ich eine Osteoporose habe und Knochen wie eine Frau von Ende 70. Das war ein Schock für mich, die sich so gerne bewegt und glaubte, doch ganzheitlich und gut mit sich umgegangen zu sein, zumindest viele Jahre lang. Ich wusste Ende des Jahres nicht mehr wie ich mich bei alltäglichen Arbeiten im Stehen oder längerem Sitzen aufrechthalten sollte.

 

2017 ging es zunächst bergauf. Ich fand einen Osteopath, der mir half und meine Schmerzen ließen nach. Ich konnte mich auch wieder aufrechthalten. Dann erhielt ich von einem Arzt eine Empfehlung zu einer Behandlung, die wie sich im Nachhinein herausstellte, mir alles andere als gut tat. Wir verbrachten im Frühling zunächst wunderschöne Tage in Berlin und anschließend hatte ich einen erneuten Wirbelbruch ausgelöst durch Husten nachdem ich mich verschluckt hatte und wieder Einbrüche der Wirbeldeckplatten. Ich kam mir inzwischen vor, als sei ich aus Glas und hatte kein Vertrauen mehr zu meinem Körper. Ich brach die falsche Behandlung ab und versuchte, mich so gut es ging zu schonen und einfach mal gar nichts zu tun.

Und es gab auch noch ein Highlight! Ich habe nachdem ich wieder besser laufen konnte, es gewagt, im Urlaub in den Alpen die Höllentalklamm zu besteigen und zu durchwandern. Das war für mein Selbstvertrauen so enorm wichtig und es ging von da ab im wahrsten Sinne des Wortes mit meiner Gesundheit wieder bergauf! Meine Seele hatte einen Riesensprung nach vorne gemacht! Ich fand eine weitere gute Behandlung, die mir immer noch sehr hilft und ich nahm inzwischen auch schon einige Zeit das Medikament ein, vor dem ich eine so große Angst hatte. Bisher vertrage ich es ohne sicht- und spürbaren Nebenwirkungen.

 

2018 war das beste Jahr! Nicht nur das sonnige und warme mediterrane Wetter, das wir monatelang genießen durften, tat mir super gut, sondern auch gesundheitlich ging es mir immer besser. Ich beschloss, nachdem was ich in den vergangenen Jahren erlebt hatte, wieder einen Traum wahr werden zu lassen und kaufte mir zwei Harfen. Ich bin zwar eher der sparsame Typ, weil ich als Freiberuflerin immer vorsorgen muss, aber aus meinen Erfahrungen heraus weiß ich auch, dass das Heute von Bedeutung ist, denn morgen kann alles anders oder vorbei sein. Zuerst suchte ich mir eine kleine Harfe aus, um herauszufinden, ob ich das mit dem Rücken überhaupt durchhalte und dann eine große. Das Finden einer passenden Lehrerin war zunächst schwer. Also lernte ich zunächst einmal autodidaktisch mit Hilfe von YouTube Videos. Und ich erinnere mich an die schönen Reisen, die wir in Deutschland unternommen haben, an Berlin, eine meiner Lieblingsgroßstädte und die vielen Orte, an denen wir die Harfenbauer besuchten.

 

 

2019 verlief bisher auch sehr gut. Ich habe keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Einschränkungen. Es kommen wie auch in den Jahren zuvor viele interessante und liebe Menschen in meine Beratungen und das von überall her uuuuund, ich habe seit Januar Harfenunterricht! 😍

Beruflich arbeite ich gerade an einem Projekt, das mir sehr viele Nerven raubt und ich immer noch kein Licht am Ende des Tunnels sehe, aber das ist ein Peanut im Gegensatz zu dem, was da so 2016 und 2017 los war. Ich bin da ganz zuversichtlich, dass ich einen Weg finde, mein Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Im Moment mache ich damit eine Pause, um ein wenig Abstand zu bekommen. Deshalb nehme ich mir auch die Zeit, einfach mal so einen Blogbeitrag zu schreiben und in Erinnerungen zu schwelgen.

Mein Rückblick mit Fotografien soll zeigen, dass es mir gelungen ist, auch mit extrem großen gesundheitlichen Beschwerden, mein Leben trotzdem genießen zu können und, dass die Modefarben eines Herbsttyps nicht nur aus Braun, Jägergrün und Beige bestehen, wie ich das immer wieder zu hören bekomme. 😃

In diesem Sinne wünsche ich Euch weiterhin gesunde, genussvolle und glückliche Stunden, Tage, Monate… Macht das Beste draus und seid dankbar für das Leben, denn jeder Tag ist ein Geschenk! 🌈 😘

Herzlichst

Eure Sabina Boddem aus dem FarbenReich