Artikel, Kreative Selbsterfahrung

Wirkungsvolle Tipps, wie du die dunkle Jahreszeit aufhellen kannst

Ihr Lieben,

bald werden die Uhren umgestellt, es wird früher dunkel und die hellen Tage werden kürzer. Die Natur transformiert sich und stellt sich auf Winterschlaf ein, damit sie im Frühjahr genug Kraft zum Erwachen und für den Neubeginn hat.

Wir sind ja Natur, deshalb tut es auch uns gut, uns in dieser Jahreszeit ein wenig mehr Zeit für uns selbst zu schenken und für Dinge, die buchstäblich auch nach innen gehen. Wir dürfen uns mit uns selbst beschäftigen. Aber wie?

Rückzug oder Fortschritt

Für die einen ist es wohltuend und stimmig, sich zurück zu ziehen, gerade nach beruflichem Stress, um in ihrer Freizeit, etwas mehr alleine zu sein, andere wünschen sich eher Geselligkeit. Manch einem hilft eine gezielte Beschäftigung, um nicht in ein Tief zu fallen, denn das mangelnde Sonnenlicht fördert nicht unbedingt unsere Glückshormone. Wenn du zu depressiven Verstimmungen neigst, solltest du dich mit etwas beschäftigen, das dich munter macht, das dir genug Energie schenkt ohne, dass du dich verausgaben musst, denn ein wenig mehr Ruhe tut ja in den kalten Jahreszeiten trotzdem gut.

Wenn du aus deiner inneren Quelle schöpfst, bist du anschließend nicht erschöpft, sondern wohlig genährt!

#TippsGegenWinterblues www.farben-reich.com

Kreativität regt alle Sinne an und wirkt meditativ

Du hast zum Beispiel die Möglichkeit, dich mit Farben zu beschäftigen. Überlege dir, ob du nicht mal deine Dekoration veränderst. Statt blasse Farben, mal etwas kräftigere wählen. Im Bad helfen rote und weinrote (falls dir Rot zu leuchtend ist) oder orange Kuschelhandtücher. Rot und Orange regen nicht nur den Bewegungs- und Tatendrang an an, sondern geben gleichzeitig auch ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und sinnlichem Genuss. Kissen, Kerzen, eine neue bunte Kuscheldecke oder ein paar schöne farbige Dekogläser am Fenster können in deinem Zuhause schon kleine Wunder bewirken.

Und die gemütlichen Socken nicht vergessen, wenn du Zuhause bist. Rote sind besonders wärmend!

Beschäftige dich mit leichten Basteleien, die jeder kann, der sich für unkreativ hält. Es gibt sogar welche, die machen nicht nur Freude, weil du dabei die Zeit um dich herum vergisst, sondern die bringen dich auch ein bisschen deinen Wünschen und Träumen näher, denn welche Jahreszeiten sind besser geeignet zum Träumen, als der gemütliche Herbst und Winter. Besorge oder bastle dir ein kleines Tagebuch, in das du alles unzensiert reinschreibst. Du kannst es bekleben oder auch etwas hinein malen oder Collagen anfertigen. Ja, Collagen mit deinen Wünschen und Träumen oder mit einem Jahresrückblick sind tolle Methoden, um sich bunt und kreativ über sich selbst klarer zu werden. Oder einfach bunte Papierfetzen ohne große Überlegung auf ein weißes Blatt kleben. Du wirst staunen, was dabei alles entstehen kann. Lasse dabei deinen inneren Kritiker mal draußen vor der Tür und hole dir dein inneres Kind an deine Seite, umarme es in Gedanken ganz innig und dann leg los. Genau so machst du es, wenn du Lust hast zu malen.

Singen macht glücklich. Auch das kann fast jeder, so wie ich behaupte, dass jeder Mensch eine ureigene Kreativität in sich trägt. Das habe ich gerade noch am eigenen Leib erfahren dürfen, als ich am Wochenende in Hamburg war und bei „Deutschland singt“ mitmachen durfte. Vielleicht hast du ja wie ich Lust, dich in einem Chor anzumelden. Ich finde, dass diese Jahreszeit richtig gut geeignet ist, mit dem Singen zu beginnen.

Bewegung regt die Hormone an

Spaziergänge sind natürlich zu jeder Jahreszeit positiv für Körper, Geist und Seele, obwohl ich auch kein Freund regennasser Kälte bin, wenn die Sonne nicht scheint. Aber dafür habe ich jedenfalls keine Ausrede, dass es zu warm ist, um in das Fitnessstudie zu gehen. Also ein paar Gymnastikübungen bekommst du auch als „Sportmuffel“ noch hin oder? Und wie steht es mit Tanzen? Ich liebe es ja. Es gibt so schöne Workshops und Kurse.

Körper, Geist und Seele nähren

Neue Kochrezepte ausprobieren oder so wie ich das gerne mache „frei nach Schnauze“ kochen, vor allem etwas, das du noch nicht zubereitet hast. Gerade in der Jahreszeit, in der du dich vielleicht nicht so viel oder gerne bewegen möchtest, solltest du darauf achten, weniger kohlehydrathaltiges Essen zu dir zu nehmen. Das mangelnde Sonnenlicht sorgt leider auch dafür, dass du eher Heißhunger darauf hast, besonders auf Süßes. Ich weiß das leider auch, denn ich bin normalerweise gar nicht so eine Süßigkeitennaschkatze. Aber je dunkler es draußen wird, um so genussvoller schmecken diese ganzen Lebkuchen, Plätzchen und sonstige Leckerlies, vom Glühwein auf den Weihnachtsmärkten mal ganz zu schweigen. Irgendwie gehört das alles ja auch dazu und tut gut. Zu viele ungesättigte Kohlehydrate jedoch fördern auch depressive Verstimmungen. Einen Kochkurs für ausgewogene, Jahreszeiten gerechte Ernährung zu besuchen, wäre auch noch eine Idee und da bin ich schon beim nächsten Punkt.

Den Geist können wir nähren, indem wir mal was Neues lernen. Wie wäre es mit Kochen oder einer Sprache? Oder neue Bücher finden? Da gibt es bestimmt Themen, die dich immer schon interessiert haben. Nimm dir Zeit und lies! Es darf auch eine leichte, unterhaltende Lektüre einfach mal zum Abschalten. sein. Dir fallen bestimmt noch mehr Sachen dazu ein oder?

Für die Seele ist eigentlich alles schön, was ich bisher schon aufgezählt habe. Trotzdem darfst du dich gerade jetzt mal ganz besonders damit beschäftigen, indem du dir etwas Besonderes gönnst. Wie wäre es mit einer Massage oder einer Beratung, die dir ganzheitlich gut tun würde und dich vielleicht auch noch wunderschön macht, so wie du es gar nicht für möglich gehalten hättest. Vielleicht eine ganzheitliche Farb- und Stilberatung bei mir. Klar, da muss ich doch glatt wieder mal Werbung für mich machen. Aber es ist doch auch wirklich fein. Schau dich ruhig in meinem Blog oder auf meiner Webseite um. Vielleicht hast du ja Lust, dich von einer anderen Seite kennen und sehen zu lernen. Dann bist du bei mir genau richtig. Außerdem bringt das Farbe in dein  Leben. Diese wiederum regen deine Sinne an und helfen dir gegen den Herbst- und Winterblues.

Ich hoffe, ich konnte dir richtig Lust und Vorfreude auf den Spätherbst und den Winter machen. Und egal wofür du dich entscheidest, wähle eine für dich heilsame Variante und Balance, deine Natur typgerecht zu leben, denn wichtig ist, dass du dich wohl fühlst und es dir gut geht.

In diesem Sinne wünsche ich dir ganz viel Licht und alles Liebe für die dunkle, aber auch sehr kuschelige Jahreszeit.

Herzliche und farbenfrohe Grüße

Sabina Boddem

P.S.: Klicke auf die orangefarbenen Begriffe für weitere Anregungen und Tipps dazu!

EIGEN-ART-POESIE, EIGEN-ART-SPIRITUELL, Weihnachts- und Winterträume

Gedicht: ADVENTSZEIT – Zeit für Be-SINN-lichkeit

Adventszeit

 

Zeit für Be-SINN-lichkeit

 

Viele jedoch haben selten Zeit,

finden immer wieder Gründe zur Ab-WESEN-heit:

 

Machen sich zu viele Gedanken,

an denen sie dann mit Kopfschmerzen erkranken,

schütten sich mit Aktionen zu

und kommen so nur selten zur Ruh‘,

laufen vor sich selber fort

von diesem und zum nächsten Ort,

brauchen stets das Gefühl der Unersetzlichkeit

und vergessen ihre schöpferische VOLL-KOMMEN-heit:

 

Einfach nur da  SEIN

mit sich selbst mal ganz ALL-ein,

sich endlich mal spüren

und in der Stille alle Sinne berühren,

sich selbst genießen in der langen WEILE

und Kraft tanken dürfen ohne Eile:

 

 

So wie die NATUR es draußen zeigt,

so sind auch WIR Natur, die eben so gedeiht!

Im Jahresrhythmus STIRB und WERDE

leben wir Geschöpfe auf dieser Erde.

Es ist nicht der physische Tod gemeint,

sondern einfach das Sterben, das die ERHOLUNG meint:

 

 

So sei bitte niemals über die Natur er-HABEN,

denn auch DU brauchst den natürlichen Wechsel mit all seinen Auf-GABEN.

Auch, wenn sich die Jahreszeiten in anderen Ländern unterschiedlich zeigen,

so sind überall die gleichen Naturgesetze eigen.

Unser Leben auf der ganzen Welt

uns immer wieder vor die Frage stellt:

 

Ist es wirklich so gesund,

wenn wir erfinden jeden Schund,

der nicht nur die Natur zerstört,

sondern auch nicht mehr zu uns’rem Lebensrhythmus gehört,

in dem wir zum Beispiel Dinge erfinden,

die uns Menschen verdrängen, statt zu ver-BINDEN?

 

Besinne dich, dass du selbst Natur bist

und dies‘  bei all deinem Erfolg niemals vergisst.

So, wie du die Natur im Außen betrACHTEst,

du dich und auch die anderen missachtest.

So komm‘ zur Ruh‘ und setz‘ dich hin

schließ‘ die Augen und spüre hin.

 

 

Nimm dir die Zeit deine Natur zu er-LEBEN.

Diese wird dir niemand anderes geben.

Nur du allein kannst sie und ihre Farben er-KENNEN

und, was deiner Seele ent-SPRICHT, beim Namen nennen.

Du brauchst niemandem etwas zu be-WEISEn,

sondern darfst einfach zu dir selbst verreisen!

Das ist so schön,

du wirst es seh’n!

Und gerade JETZT zur Weihnachtszeit

mach‘ dich auf zu DEINER Be-SINNLICHKEIT!

 

Text und Fotos  2010 © Sabina Boddem

 

Hier das Video zum Gedicht mit Bildern und Musik dazu:

 

Früher im katholischen Religionsunterricht habe ich mal gelernt, dass Advent Ankunft heißt,  die Ankunft des Jesuskindes. Und die Adventszeit ist die Vorbereitungszeit und Besinnung auf diese Ankunft.

In der globalen Spiritualität, die nicht von einer bestimmten Religion abhängig ist, bedeutet das für mich, dass es auch eine Rückbesinnung zu uns selbst ist und eine Ankunft bei uns, denn in uns ist die göttliche Liebe. Das Göttliche wohnt in jedem Lebewesen. Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir „nur“ achtungs- und liebevoll miteinander umgehen. Wenn wir in diesem Bewusstsein uns selbst lieben, wie unseren Nächsten – nach dem Motto „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“, dann könnte in dieser Welt sehr viel Positives bewirkt werden. Vor allem gehört  für mich auch der Glaube dazu, dass alles und jedes miteinander verbunden ist, und keine Energie verloren geht. Diesem höheren Selbst bewusst sein macht Sinn und Sinnlichkeit. Wenn wir uns lieben und achten, uns als  natürliche Schöpfung empfinden, mit offenen Sinnen durch das Leben gehen und jedes natürliche Lebewesen so achten, wie uns selbst, dann sind wir buchstäblich sinnlich. Und wer möchte das nicht sein? Das Leben ist doch Sinnlichkeit pur. Ist das nicht wundervoll?

In diesem SINNE wünsche ich jedem nicht nur zur Adventszeit, sondern zu jeder Zeit immer wieder Zeit zur Besinnlichkeit und zum Selbstbewusstsein.

Herzliche und leuchtend bunte Grüße

Eure Sabina Boddem

 

 

Weiterer Artikel zu dem Thema mit Klick auf

Gedanken zur Weihnachts-ZEIT

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Der Fels in der Brandung

Der Fels in der Brandung und das Kieselsteinchen – Teil I

Diese Geschichte, die ich 2007 schrieb, sollte eigentlich nur ein Dialog zwischen einem Felsen und einem Kieselsteinchen werden, die sich über ihre Gemeinsamkeiten, ihre Gegensätzlichkeiten, ihren Daseinswert, ihre Stärken und Schwächen, so wie über ihre Verbundenheit unterhalten, aber es entstand später eine Liebesgeschichte bestehend aus drei Teilen.

Da dieser erste Teil schon in sich abgeschlossen ist und dem Leser offen steht, weiter zu fantasieren oder nicht, weiß ich heute noch nicht,  ob ich die gesamte Geschichte – die eigentliche Handlung nicht mehr „nur“ aus einem Dialog bestehend –  hier zukünftig preisgeben werde.

 

Der Fels in der Brandung und das Kieselsteinchen

Teil I

Die Begegnung – Kennen lernen

 


Ein Fels in der Brandung und ein Kieselsteinchen am Strand diskutierten über den Sinn und Zweck ihres Daseins.

Fels: Ich bin der Fels in der Brandung. Ich bin stark und widerstandsfähig.

Kieselsteinchen: Ich bin ein Steinchen am Strand, das beweglich ist und anschmiegsam.

Fels: Bedenke, liebes Kieselsteinchen, dass dich jeder aufheben, nehmen, aber genau so auch wieder wegwerfen und verlieren kann.

Kieselsteinchen: Dafür bist du unbeweglich und kommst nie von der Stelle.

Fels: Da hast du Recht, aber ich verändere mich, weil die Elemente an mir arbeiten und mir ein neues Bild verleihen, aber im Kern bleibe ich mir treu, weil ich nicht weg schwimme. Du aber kannst fort getragen werden vom Wasser oder von Menschen. Jeder kann mit dir spielen. Sie fragen dich nicht, ob dir das angenehm ist, was mit dir passiert und wohin du kommst. Außerdem schleift dich das Wasser immer kleiner…

Kieselsteinchen: Das ist das Risiko in meinem Leben. Ich habe zwar nicht die Wahl, wohin ich gelange, aber ich glaube daran, dass ich in gute Hände und an gute Orte gelange. Ich habe jedenfalls die Möglichkeit, an einem geschützten Platz zu liegen, an dem sich ein Mensch erfreut. Ich kann zu einem Glücksstein oder Talisman werden oder eine schöne Erinnerung an den Ort, an dem ich lag. Ich kann mich in eine warme Hand schmiegen und selbst zum Handschmeichler werden. Ja vielleicht verändere ich sogar mein Äußeres, weil ich bemalt werde oder komme als Schmuckstein zur Geltung…

Fels: Das stimmt. Auch für mich ist es ein Risiko, wie sich meine äußere Veränderung vollzieht. Ich könnte ausgehöhlt werden, aber auch dabei kann ich eine Höhle bilden zum Schutz für Menschen oder Tiere. Ich bin immer da, wenn ich gebraucht werde. Man darf mich aufsuchen und sich ebenso meines Anblickes erfreuen. Ich bin von Ferne schon sichtbar und kann damit eine ganze Landschaft verzaubern. Ich halte das Wasser ab, damit es keine Überschwemmung gibt…

Kieselsteinchen: Okay, du hast ja Recht, aber dafür bist du unnahbar. Niemand nimmt dich in die Hand. Du kannst dich auch nie verstecken und dich niemals anschmiegen. Du bist an vielen Stellen zwar vom Wasser glatt gespült, aber auch an vielen Teilen sehr, sehr kantig. Ich hingegen bin immer glatt und anschmiegsam.

Fels: Liebes, ich habe es nicht nötig, mich zu verstecken. Ich stehe zu meinen Ecken und Kanten. Und weißt du wie langweilig das sein kann, wenn man immer glatt und manipulierbar ist. Außerdem lebt meine Oberfläche. Darauf wächst Gras und Moos. Und manchmal kommen Menschen, um sich darauf auszuruhen. Sie liegen oder sitzen auf mir. Ich spüre ihre Wärme. Sie genießen die Sonne und haben eine wunderbare Aussicht mit Meerblick auf dem höchsten Punkt meines Seins. Sie fühlen sich befreit und leicht…

Kieselsteinchen: Hm, mir fällt nicht mehr viel ein. Irgendwie können wir jetzt so weitermachen oder damit aufhören? Was meinst du dazu, Fels? Ich fühle mich unwohl.

Da herrschte plötzlich Stille…

Nach einer Weile sprach der Fels: Weißt du liebes Kieselsteinchen, dass ich dich brauche?

Kieselsteinchen: Wie? Du, mächtiger Fels, brauchst mich kleines Steinchen? Das musst du mir jetzt aber mal erklären.

Fels: Das will ich gerne tun. Ich bin seit Jahrtausenden entstanden durch viele kleine Kieselsteinchen, die sich an mich geschmiegt haben. Deine Artgenossen sind ein Teil von mir. Du bist aus der gleichen Substanz wie ich! Ohne ein Steinchen, wie dich, gäbe es mich gar nicht. Außerdem schmiegst du dich gerade auch an mich am Fuße des Strandes. Und ich spüre deine glatte Oberfläche. Das tut so gut.

Kieselsteinchen: Lieber Fels, es tut so gut, dich zu spüren. In deinem Schutz zu liegen. Ja, ich bin gerne bei dir. Doch, wenn ein Mensch kommt und mich mitnimmt oder die Wellen mich fort tragen, dann ist es Zeit loszulassen. Dann sind noch viele andere Steinchen da, die sich mit dir unterhalten. Ich bin austauschbar. Du darfst hier bleiben, wo du hin gehörst. Du hast eine Heimat und trotzdem Abwechslung. Du musst jedoch mit dem Vorlieb nehmen, was auf dich zukommt. Und auch immer wieder von dem Abschied nehmen. Manche verweilen länger, manche streifen dich nur kurz. Dafür darf ich andere Länder sehen oder habe die Möglichkeit, in einem Haus oder Garten zu liegen.

Fels: Was machst du denn, wenn du an einen Ort gerätst, an dem du nicht sein möchtest oder dort unverändert liegen bleibst? Vielleicht sogar ungeachtet von einem Menschen, weil der Reiz, den du anfangs hattest, vorbei ist, der Urlaub zu lange her ist oder der Mensch, der dich als Geschenk erhielt, dich aus Liebeskummer in den Müll wirft? Was machst du, wenn ständig auf einem Gehweg auf dir herum getreten wird?…

Es wurde plötzlich ganz still…

Dann fragte das Kieselsteinchen ärgerlich, weil es mit seinen Ängsten konfrontiert wurde: Was machst du denn, wenn die Brandung so groß wird, dass das Meer dich verschlingt und du nicht weglaufen kannst? Du versinkst im Wasser, und niemand sieht dich mehr. Vielleicht strandet deshalb ein Schiff auf dir und geht unter, weil es dich nicht gesehen hat. Dann ertrinken Hunderte von Menschen deinetwegen!…

Wieder herrschte große Stille….

Nach langem Überlegen sprach der Fels: Liebes Kieselsteinchen. Wir beide sind miteinander verwandt, mehr noch als alles andere. Alles im Universum ist miteinander verbunden. Uns kann gar nichts passieren, wenn wir unsere Gedanken positiv denken. Jeder ist eine Bereicherung für den anderen. Es gibt kein Gut oder Schlecht. Kein Stärker oder Schwächer. Du wirst gebraucht und ich auch. Was auch passiert, es geschieht gemäß eines universellen göttlichen Plans. Alles hat einen Sinn, wenn wir vertrauen können, dass alles im Hier und Jetzt gut ist, so wie es ist und gut wird. Komm, kleines Steinchen, und reibe dich ein bisschen an mir. Es tut mir gut.

Das Kieselsteinchen fühlte sich plötzlich so frei und stark wie der Fels. Es hat den Fels insgeheim immer bewundert und beneidet um seine Standhaftigkeit, seines Mutes, seiner Stärke und Größe. Um sich selbst stark zu fühlen, hat es ihm jedoch Arroganz und Sturheit, Starre und viele negativen Eigenschaften mehr zugeschrieben.

Der Fels fand  Kieselsteinchen zwar wunderschön, aber auch ziemlich wankelmütig und wechselhaft, weil sie sich doch immer nur von einem zum anderen Punkt tragen ließen, ohne sich wehren zu können. Insgeheim wünschte er sich doch auch mal geborgen und geschützt sein zu können und einfach mal Schwäche zeigen zu dürfen.

In diesem Gespräch wurde beiden klar, dass sie ohne einander nicht existieren können und, dass jeder gut so ist wie er ist. Dass alles davon abhängt, im Hier und Jetzt dankbar zu sein, und alles einen Sinn macht. Dass zu allem Lebendigen Licht und Schattenseiten gehören. Das Beste daraus machen, darauf kommt es an. Das Dasein ist ein Abenteuer. Alles bereichert sich gegenseitig und lebt voneinander. Neid ist dumm. Das haben auch die beiden erkannt.

Ob sie heute noch aneinander geschmiegt im Gespräch sind, der Fels und das kleine Kieselsteinchen? Das wissen nur der Wind und das Universum.

Vielleicht liegt das Steinchen in einem dunklen Kästchen und lernt gerade, die Dunkelheit und Stille auszuhalten, weil es zu seinem Lebensplan gehört. Denn es kommt gestärkt irgendwann aus dieser Dunkelheit ans Licht und weiß, wie überlebensfähig es sein kann. Es durfte sich nur ausruhen, weil es diese Ruhe zugelassen hat und weiß, dass es nur zu sein braucht und nichts mehr beweisen muss. Es hat dadurch vielleicht gelernt, sein Glück nicht mehr im Außen zu suchen und in der Bestätigung anderer.

Vielleicht ist der Fels im Meer ertrunken und lernt nun, im Verborgenen, für die Wassertiere und Pflanzen ein zu Hause zu sein…

Wer weiß?

Was bleibt ist nur die Erinnerung an einen Fels in der Brandung und an ein Kieselsteinchen, die sich begegnet sind und voneinander gelernt haben, wie wertvoll sie beide sind… Geschöpfe der universellen Liebe und trotzdem Schöpfer ihres eigenen Lebensplanes. Eben zwei, unzähliger Wunder der Natur…

So, wie DU!!!

…Gerade kommt ein Mensch vorbei und fotografiert Kieselsteinchen am Felsen, weil ihn der Anblick dieser Gegensätze so fasziniert…

 

Text: © Sabina Boddem

 

Glückssteine

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EIGEN-ART-POESIE, Farben

Poesie – Farben

 

Farben

 

Farben meine Seele berühren

Farbenrausch lebendig spüren

Farben Licht in mein Leben bringen

Farbtöne in meinem Körper schwingen

Farben mich stimmungsvoll kleiden

Farbenfreuden meine Sinne weiden

Farben mich harmonisch schmücken

Farben mich immer wieder neu entzücken

Farben mich ein Leben lang begleiten

Farben tanzen und auf dem Regenbogen reiten

Farben …

 

Text © Sabina Boddem

 

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EIGEN-ART-POESIE, Entwicklung

Poesie – Wachstum

 

Wachstum

 

Manchmal brauche ich Halt …

Manchmal brauche ich Anlehnung …

Manchmal brauche ich Unterstützung …

Denn:

Immer brauche ich einen fruchtbaren Nährboden …

Immer brauche ich einen guten Grund

für das

ImmerGRÜN der Balance und Herzensgüte  …

für ein liebevolles Netzwerk,

mit dem Raum

zur freien und unabhängigen Ent-wicklung

für meinen Platz

dort wo ICH gerade BIN:

Im LEBEN

 

Text: © Sabina Boddem

 

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EIGEN-ART-POESIE, EIGEN-ART-SPIRITUELL, Entwicklung, Mantras/ Affirmationen/ Gebete

Vom Los-lassen, Zu-lassen, Ein-lassen, Über-lassen, Be-lassen, Hinein-lassen, Heraus-lassen …

Über dieses Lassen habe ich am 01. Dezember 2006 geschrieben, als ich ich einen Verlust erlitt, der mich damals über zwei Jahre lang in eine tiefe Krise stürzte. Solche Gebete, die ich für mich selbst schrieb, gaben mir Kraft. Ich konnte das, was ich da ausdrückte, selbst zu der Zeit noch gar nicht so leben und lassen, aber es ist alles so gekommen, wie ich mir das vorstellte. Ich habe immer wieder daran geglaubt, auch wenn ich unzählige Male  an meinen eigenen Worten und Empfindungen, die ich zwischendurch so positiv niederschrieb, zweifelte! Und heute bin ich glücklich, weil ich all das hinter mir gelassen habe  und endlich alles so lassen kann, wie es gerade ist!

 

Lassen

wir es geschehen …

und

glauben an die Liebe,

 

werden wir

Ängste und Zweifel los-lassen,

können Hoffnung zu-lassen,

bitten um Schutz,

damit

wir uns vertrauensvoll öffnen,

und

uns auf die Liebe ein-lassen

und

sie zu-lassen können,

um

uns dann dieser Liebe zu über-lassen,

die uns erfüllt

und

es ohne Anstrengung dabei be-lassen,

dass alles zu unserem Besten geschieht.

 

So werden wir zum Kanal

für das Hinein-lassen und Heraus-lassen der Liebe,

was Geben und Nehmen bedeutet,

im Bewusstsein des Erfüllt-Seins,

nicht des Mangels,

 

denn

wir sind erfüllt

von der Liebe des göttlichen Universums

und in Frieden mit uns

und allen Wesen dieser Welten.

 

Text (c) Sabina Boddem

 

Das Foto ist von mir, aber nicht der Text darin!

 

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