ALLERLEI ZUR FARBE, Farbbedeutung, Farbenergie

Wem stehen, welche Rosatöne? Lachs und Hummer oder Rosenholz und Pink? Pastellfarben oder klar und leuchtend…?

hell oder dunkel bis hin zu Rottönen, warm oder kalt…

Ihr Lieben,

so manches Mal komme ich an Gesprächen über Mode und Farben auch in meinem privaten Umfeld nicht vorbei. 😉 Da hielt mir eine Teilnehmerin aus unserem Funktionstrainingskurs ihre Bluse hin und fragte mich, ob sie das helle Lachs tragen könnte. Sie stellte fest, dass es ihr nicht stand. Stimmte auch, denn das war ein pastellfarbener, warmer Lachston und der „biss“ sich völlig mit ihrem Teint. Die Frau trug an dem Tag einen kühlen Rosaton und damit fühlte sie sich wohl. Dieser passte auch zu ihr. Sie hat weißgraues Haar, einen rosigen Teint und ist ein klarer Sommertyp. Das war ja alles so weit in Ordnung. Aber dann kam die typische Pauschalaussage. Die Frauen waren sich alle einig: Dieser helle Lachston braucht einen Kontrast und könnte nur von Dunkelhaarigen getragen werden. „Nein, das stimmt nicht,“ konterte ich und hielt mir die Farbe vor mein Gesicht. „Du hast recht,“ meinten die Frauen, „das steht dir wirklich nicht.“ Und trotzdem fiel sofort der Satz, dass diese Farbe dann eben Personen mit noch dunklerem Haar tragen sollten. Sie meinten diejenigen, die ich als Wintertypen bezeichnen würde. „Och nö, liebe Mädels, wirklich nicht! Diese Farbe steht einem warmen Frühlingstyp ganz wunderbar und der ist häufig goldblond, rotblond, rot, honigblond bis mittelbraun. Lachs verschwimmt mit dem Teint einer schwarzhaarigen Person. Das hat nichts mit Kontrast zu tun, sondern mit dem Farbton und der passt in diesem Falle nicht zur Haut. Leider ist heute unser Frühlingstyp nicht in der Gruppe, sonst hätte ich euch das demonstrieren können.“…

Zunächst einmal zur Aussage „Lachsrosa steht nur dunkelhaarigen Personen“. An den folgenden Beispielen zeige ich, welche Erfahrungen ich in meinen Beratungen mache:

Wenn ein kalter, sehr dunkelhaariger Farbtyp, wie hier der Wintertyp, Pastellrosa trägt, egal ob kühl oder ein warmes Lachsrosa, das Ihr gleich in der Frühlingstyppalette finden werdet, dann fehlt ihm der Kontrast (siehe linke Fotos!)

oder der Ton (z.B. Lachsrosa, Hummerrosa) passt, wie bei allen anderen kalten Farbtypen auch, nicht zur Hautfarbe. Der Wintertyp braucht klare, kalte Farben wie beispielsweise helles Eisrosa, helles oder dunkles Pink. Der Wintertyp ist auch der einzige Farbtyp, dem reines Weiß wirklich gut zu Gesicht steht.

 

 

 

 

 

 

Der Sommer-Winter-Mischtyp sollte seine Rosatöne nicht zu grell, aber auch nicht zu pastell wählen. Ein warmer Lachston passt überhaupt nicht zu ihm!

Dieser Farbtyp kann sehr gut kühle, dunkle Farben tragen oder dunkle warme Töne wie Bordeaux, das auch warmen Herbsttypen steht. Die Favoritenfarben sind Beeretöne, die zum Teil auch dem Sommertyp sehr gut stehen. Die hellen Farben aus seine Palette sehen am besten aus, wenn sie mit dunkleren Farben kombiniert werden.

 

 

 

 

 

 

 

Der warme Herbsttyp trägt Lachsrosa nur in einem Muster, denn er ist Überhaupt kein Rosatyp.

Er braucht zur Haut, was Rottöne betrifft, einen Kontrast und zwar mit warmen, Hummer- und Rottönen, die nicht pastell und nicht zu hell sein dürfen und auch dem Frühling-Herbst-Mischtyp sehr gut zu Gesicht stehen. Leider tragen rothaarige Personen oft Altrosa (Rosenholz) aus der Sommertyp-Palette und das sieht extrem unvorteilhaft aus, weil der Teint dadurch sehr blass wirkt und sich die Farbe mit dem Haarton beißt, wie ich das später an dem Vorher-Nachher-Foto unter den Frühling-Herbst-Mischtypen zeigen werde.Herbstfarben in der Mode, Herbsttyp

 

 

 

 

Bordeaux steht nicht nur dem Herbsttyp, sondern auch dem Sommer-Winter-Mischtyp und einigen Sommertypen sehr gut zu Gesicht. Das ist eine sogenannte Kreuzfarbe, die sowohl von kalten, als auch von warmen Farbtypen getragen werden kann. Also nicht wundern, wenn einige Töne schon mal in mehreren Farbpässen vorkommen!

 

 

Helles kühles Rosa oder Pink passen nicht zum Herbsttyp wie Ihr auf den linken Fotos sehen könnt. Diese Farben lassen die Hautfarbe fahl aussehen.

 

 

 

 

 

Einem Sommertyp, der zur Gruppe „kalte Farbtypen“ gehört, stehen wiederum völlig andere Rosatöne.

Der Hautunterton, den ich immer im ungeschminkten Gesicht erkenne, ist völlig anders, als bei den warmen Farbtypen. Lachs und Hummer beißen sich mit dem Teint und auch ergrautes oder weißes Haar sieht bei letzteren Farben nicht mehr so edel aus. Darum hat sich die Dame aus unserem Kurs mit ihrer lachsfarbenen Bluse ja auch nicht wohl gefühlt.

Ein Sommertyp braucht folgende Rosatöne:

 

 

 

Sommertyp

 

 

 

 

 

 

Trendfarben 2017 für den Sommertyp

 

 

Trendfarben 2017 für den Sommertyp

 

 

 

 

So und wem stehen helle Lachs- oder Hummertöne nun wirklich? Na, wie schon am Anfang gesagt, dem warmen Frühlingstyp natürlich am besten!

Auch kann der Frühlingstyp, wenn er nicht seine Leuchtfarben tragen möchte, sehr gut helle, pastellfarbene Apricot- und Pfirsichtöne tragen (im Business sehr edel zu einem mittelbraunen, nicht zu dunklen Blazer).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der warme Frühling-Herbst-Mischtyp kann Lachs- und Hummertöne tragen. Sie sind dann nicht ganz so hell und leuchtend,

und wenn ja, dann sollten sie bei sehr hellhäutigen Personen mit satteren Farben kombiniert werden.

 

 

links unvorteilhaftes Rosa, rechts vorteilhaftes

 

 

 

 

 

 

 

Ihr seht, Farben und ihre Zuordnungen sind eine Wissenschaft für sich. Ich habe von der Pike auf gelernt, wie ich Farben mischen muss. Damals gab es noch keine Computer. Also musste ich als Designerin alle Farben für meine Textil-Kollektionen noch selbst zusammenstellen und auf Papier streichen. Alle Farbfächer, die Ihr seht, wurden beispielsweise früher per Hand gemischt, aufgetragen und dann in Druck gegeben. Es gab keine Druckvorlagen, die per Computer ermittelt wurden. Unsere Professoren an der Hochschule untersuchten mit einer Lupe, ob die Farbabstufungen exakt waren oder das Mischungsverhältnis der Farben stimmte.

Wir mussten wissen, welche Farbmischungen, welchen Ton ergaben. Das lernten wir beim Ausprobieren durch Versuch und Irrtum und viel Üben! Mal abgesehen vom Studium der Farbenlehren (nach Itten und Goethe), die für alles die Grundlage bildeten und auch heute noch gültig sind.

Wenn du erfahren möchtest, welche Töne DICH persönlich (denn jeder Farbtyp ist ein Individuum!) exakt treffen, dann melde dich zur Farbberatung bei mir an. Informationen zu Inhalt, Ablauf und Preisen findest du unter www.farben-reich.com.

Ich freue mich auf DICH! 🤩

ALLERLEI ZUR FARBE, Farbberatung, Stilberatung - Tipps und Trends

FarbenReich – Sabina Boddem konzipiert eigene Farbfächer für sechs Farbtypen

Hallo Ihr Lieben,

schon lange träume ich von eigenen Farbfächern. Aber bisher haben mich die Kosten und der Stress, der damit verbunden ist, abgehalten. Außerdem hatte Karin Hunkel, bei der ich 1994 meine Ausbildung zur Ganzheitlichen Farb- und Stilberaterin machte, wirklich gute Pässe. Da gibt es ja so viele unterschiedliche auf dem Markt, die vor allem auch auf sehr unterschiedlichen Theorien basieren. Damit kann und konnte ich aber nie etwas anfangen. Karin Hunkel, die sich auf ihre eigene, von ihr entwickelte, vegane Kosmetik „Angel Minerals“ spezialisiert hat, bildet nicht mehr aus und bietet keine Farbberatungen mehr an. Deshalb ist ihr Repertoire an noch vorhandenen Farbpässen auch irgendwann aufgebraucht. Nun muss ich mich an die Arbeit machen.

Ich stelle also gerade für sechs Farbtypen Farbfächer mit je 30 Farben zusammen.

Boah, was für eine Vorarbeit! Das ist der Horror, sage ich Euch! Könnt Ihr Euch vorstellen wie das ist, einen Pantonefarbfächer mit Hunderten von Farben vor Euch zu haben und dann sollt Ihr Euch für die wesentlichen Farben entscheiden, die zu den jeweiligen sechs Farbtypen passen, wenn es doch so unfassbar viele schöne Farben gibt?

Das Bild, das Ihr seht, zeigt noch lange nicht alle Farben, denn ich bin zu faul jetzt noch jedes Blatt einzeln aufzufächern, damit alles auf das Foto kommt. Vor allem muss ich die Zahlencodes und Farbwerte aus dem Pantonefarbfächer abschreiben bzw. in eine Exceltabelle eingeben, so dass ich in den Tabellen ja nicht die Farben sehe, wie sie zusammenliegen, sondern nur Zahlen. Wenn ich dann beispielsweise bei der 25. Farbe für den Herbsttyp-Fächer bin und feststelle, dass mir noch jede Menge Töne fehlen, fange ich wieder von vorne an, denn die Zahlen, die ich rausgesucht habe für die Farben, finde ich anschließend nicht mehr, weil ich einfach nicht die Geduld und die Nerven habe. Das ist wie eine Stecknadel im Heuhaufen suchen. Mein Mann, der mir zwischendurch hilft, schmunzelt, schnappt sich die Tabelle und schwups findet er die entsprechende Farbe im Pantonefächer wieder. Er hat einen völlig anderen Bezug zu Zahlen und Abstraktem und behält eher bei solch einem Wirrwar den Überblick. Kein Wunder, denn er sitzt als IT-ler den ganzen Tag vor dem Bildschirm seines Rechners und behält den Überblick in 1000den Html-Codes oder ähnlich Kryptischem und kann sich vor allem darunter etwas vorstellen. Ich würde den Laptop schon nach 10 Minuten aus dem Fenster werfen, weil ich bei diesem Zahlensalat durchdrehen würde. Das wäre nichts für mich. Aber so ergänzen wir uns prima. 😃

Ich dachte ja, dass ich die Arbeit mit dem Pantonefächer umgehen könnte und mir die Farben und Codes aus den entsprechenden Webseiten von Pantone aussuchen könnte. Aber meine Webdesignerin meinte, dass das Bildschirmfarben sind und deshalb muss ich mich an dem gedruckten Farbfächer orientieren. Schade! Ich schlage also drei Kreuze, wenn ich damit fertig bin und noch besser, wenn ich die Probedrucke sehe, die dann auch noch gut aussehen und die Farben so sind, wie ich sie rausgesucht habe. Aber, jippiii yeah, dann habe ich nach 25 Jahren Farbberaterinnentätigkeit endlich meine eigenen Farbpässe mit meinen ausgesuchten Farben und meinem eigenen Logo für meine Kunden, wenn sie zu mir in die Beratung kommen! 😍🌈😃

Ich freue mich, wenn ich Euch meine Pässe fertig präsentieren kann. Aber das dauert noch! 😘

Bis dahin grüßt Euch farbenfroh

Eure Sabina Boddem

 

Das passt auch noch zum Thema:

Unterschiedliche Bezeichnungen für Farbtypen können verwirren

 

ALLERLEI ZUR FARBE, Farbberatung, Stilberatung - Tipps und Trends

Bildbeispiele zu Kombinationen typgerechter Farben mit „Fremdfarben“ und worauf jeder Farbtyp achten sollte

Ihr Lieben,

heute versuche ich, mit den folgenden Bildbeispielen zu veranschaulichen, was ich meine, wenn ich sage, das beispielsweise in einem Muster (Schal, Halstuch, Bluse, Kleid, Pullover…) bei einem warmen Farbtyp auch kalte Farben vorkommen dürfen oder beim kalten Farbtyp auch warme. Erstens wirken Farben, wie Ihr hier sehen könnt im Zusammenhang immer wieder unterschiedlich und zweitens sollte ja nur der überwiegende Anteil an Farben in einem Muster, das nahe zum Gesicht getragen wird, zu dem entsprechenden Farbtyp passen. Toll ist auch, wenn man eine Fremdfarbe aus dem Muster aufgreift und diese dann unten herum trägt (Hose, Rock, Strumpfhose, Schuhe). Daraus ergibt sich eine stimmige Gesamtkomposition. Ich als Herbsttyp zum Beispiel trage unten herum gerne frische, kühle Farben, besonders im Sommer, sonst würden mir nämlich bestimmte Farbenergien fehlen.

Also darf jede Farben aus dem jeweiligen Stoffmuster, das ich hier für jeden Farbtyp zusammengestellt habe, unten (Rock, Hose, Strümpfe, Stulpen, Schuhe…) wieder auftauchen.

Das ergibt eine harmonische Mischung und du musst nicht auf bestimmte Farben oder entsprechende Farbenergien verzichten. Ich schreibe das, weil es bei vielen immer noch nicht angekommen ist, dass man nach einer Farbberatung nicht ausschließlich nur bestimmte Farben tragen „darf“. Ich empfehle nur vielen hellen Farbtypen auf schwarze Hosen zu verzichten, weil diese wirklich einen derartigen Bruch bewirken, dass Hüften und dergleichen noch breiter aussehen können, als beabsichtigt. In diesen Fällen macht Schwarz nicht unbedingt schlank. Darüber habe ich in anderen Beiträgen schon berichtet.

Offene Sommerschuhe, Pumps oder Sandalen sehen natürlich vorteilhafter aus, wenn sie in typgerechten Farben passend zur Haut getragen werden, wenn man keine Strümpfe anzieht oder ganz feine Nylons an hat, die wie die eigene Hautfarbe aussehen.

Wenn ich mir beispielsweise schwarzen Glanzlack an manchen Füßen vorstelle, dann entstehen keine harmonischen Bilder in meinem Kopfkino. Auch bei Schuhen gilt, dass nur der Hauptanteil der Farben dem Farbtyp entsprechen sollte, denn es gibt ja inzwischen auch jede Menge bunte Schuhe oder farbige Schnürsenkel dazu. Natürlich dürfen frühlingsgrüne Schuhe dann mit hellblauen Schuhriemen geschnürt werden oder mit pinkfarbenen Pünktchen bedruckt sein. Ist wieder nur ein Beispiel von unzähligen!

So steht auch nicht jede Farbkombination, die ich hier kreiert habe, jedem Farbtyp gleich gut.

Der eine Frühlingstyp tendiert mehr zu Natur- oder Pastelltönen, der andere zu Türkis oder Leuchtfarben. So haben auch die anderen Farbtypen ihre Unterschiede. Deshalb empfehle ich jedem, den ich berate, bestimmte Farbkombinationen oder Farben, die ihm besonders gut zu Gesicht stehen. Letztendlich ist es Übungssache und Wahrnehmungstraining für die eigene Person. Es ist gar nicht so schwer, wie sich das vielleicht für den ein oder anderen liest.

Es sind oft Kleinigkeiten, die gerade während einer Einkaufsbegleitung wahrgenommen werden, weil ich anhand der aktuellen Mode sehr gut anschaulich erklären kann, warum etwas passt oder nicht!

Die Kunden lernen sehr viel, auch wenn sie nicht alles oder vielleicht auch gar nichts kaufen möchten. Das gilt nicht nur für Farben, sondern auch für den Stil. Deshalb vermesse ich keine Figuren, sondern gehe mit meinen Kunden für die Stilberatung immer in die Geschäfte. Dort wird das, was in der Farbberatung vermittelt wurde, praktisch umgesetzt und es wird geübt, mit dem Farbpass individuell für den eigenen, ganz persönlichen Farbtyp umzugehen.

Die folgenden Farbkombinationen sind nur wenige Beispiele aus unzähligen individuellen Möglichkeiten!!!

Warme Farbtypen

Frühlingstyp

Fremdfarben = Rosa und Hellblau

Frühling-Herbst-Mischtyp

Fremdfarben = Rosa, Magenta und Blau

Herbsttyp

Fremdfarben = Rosa und Schwarz

Kalte Farbtypen

Sommertyp

Fremdfarben = Sonnengelb, Grün und leuchtendes Türkis-grün

Sommer-Winter-Mischtyp

Fremdfarben = Grün 

Wintertyp

Fremdfarben = Orange und Altrosa

Informationen zu meinen Farb- und Stilberatungen (Inhalt, Ablauf, Preise) gibt es auf meiner Webseite www.farben-reich.com!

Kunterbunte Grüße

Eure Sabina Boddem