GANZHEITLICH HELEN, KUNTERBUNTE THEMEN, Persönliches, Stärkung, Selbsthilfe, Selbsterfahrung

Wenn du dich selbst liebst

Auszug aus meinem Tagebuch 2007:

Wenn du dich selbst liebst,

kannst du glauben und vor allem annehmen, dass auch du geliebt wirst, so wie du bist. Das befreit dich von jedem Zweifel, dass dein Gegenüber dich nicht lieben könnte.

Wenn du weißt, dass du ganz bist und Fülle in dir spürst, brauchst du im Außen nicht etwas zu suchen, was du selbst schon in dir hast.

Auch, wenn du Leere in dir fühlst und sie von Zeit zu Zeit aushalten und achten gelernt hast, ohne dass du in eine ständige Suche und demzufolge der Sucht verfällst, erfüllt dich das Universum ganz natürlich von selbst.

Du brauchst das Glück nicht im Anderen oder durch etwas anderes zu suchen. Das ist auf Dauer viel zu anstrengend und führt zu nichts.

Und, wenn du dich selbst kennst, erschrickst du auch nicht mehr, wenn dir andere Menschen den Spiegel vorhalten. Du erschreckst dich weder vor der Leere, noch der Trauer, der Hilflosigkeit, der Wut oder Verzweiflung, die du im Anderen erkennst. Nichts kann dich mehr erschüttern, nichts wird von dir verurteilt.

Du muss nicht mehr vor dir selbst davon laufen, denn du kennst ja alles schon, hast es liebevoll angenommen und weißt, dass alles auch zu dir gehört.

Deshalb kannst du alles mit Heiterkeit, Gelassenheit und Selbstbewusstsein annehmen, die Stärken, wie die Schwächen und dich lieben auch mit deinen Schattenseiten.

Ja, sagen zu dir selbst, ganz bedingungslos und nichts unterdrücken!

Es kann sich nur alles verwandeln, wenn du es liebst und akzeptierst wie es ist.

Umarme das Licht und den Schatten in dir und verzeihe. Dann gebe die Kontrolle auf und lasse los.

Vertraue dem Universum, das für dich sorgt! Wenn du dich für die Lösungen der universellen Liebe öffnest, kommt alles wie ein Wunder auf dich zu.

Du brauchst niemanden mehr, der dich erfüllt. Du hast alles in dir, weil du ein ganz natürlicher Teil der universellen Liebe bist, des Universums.

Wenn du offen bist, wirst du zu einem Kanal durch den alle Liebe fließen kann, eben alles, was du brauchst.

Das gibt dir wahre Sicherheit, die von innen heraus nach außen sichtbar wird, wächst, blüht und gedeiht…

Gib alles bedingungslos weiter in Liebe.

In Liebe und Dankbarkeit

Sabina

Viele Texte dieser Art habe ich in schwierigen Lebenssituationen geschrieben, die ich gemeistert habe! Schreiben hat mir immer geholfen zu verarbeiten. Natürlich kann ich das, was ich da so wunderschön formuliert habe, selbst nicht immer exakt so leben. Selbstverständlich habe ich mal mehr oder weniger Zweifel und Ängste. Wenn ich so etwas formuliere habe, dann war das ein Idealzustand, den ich mir vorstellte, der aber auch von mir in diesen Momenten des Schreibens so spürbar war und den ich wie eine positive Affirmation zur Stärkung niederschrieb. Wie gesagt hat das dazu beigetragen, dass es mir anschließend merklich besser ging und ich auch das, was mir zu jener Zeit schwer auf der Seele lag, schrittweise auflösen und wieder durchatmen konnte. 2007 litt ich nämlich noch schwer unter Asthma, weil es mir seelisch ganz schlecht ging nach einer Trennung 2006. 2008 ging es bergauf, ich hatte bereits einiges losgelassen. 2009 konnte ich endlich mich selbst und das Leben wieder genießen. Ich war zufrieden mit allem, so wie es gerade war und da begegnete mir mein Mann, den ich seit 58 Jahren kenne und den ich 2012 heiratete… Aber das ist eine andere Geschichte, die nur das Leben schreiben kann und die bald noch unrealistischer und kitschiger klingt, als der Stoff aus einem Rosamunde Pilcher Film. 😍

Vieles ist möglich, wenn du nur daran glaubst…

Ich wünsche auch dir von ganzem Herzen immer einen befreienden Weg zur Verarbeitung und ein liebevolles Leben mit dir selbst und anderen Menschen! ❤️

Herzlichst

Sabina Boddem

Das Foto zeigt mich im Jahr 2006

 

EIGEN-ART-FOTOGRAFIE, Gruß- und Sprüchekarten, KUNTERBUNTE THEMEN, Weisheiten, Poetisches

In jedem Menschen ist Sonne

Man muss sie nur zum Leuchten bringen

(Sokrates)

In jedem Menschen ist Sonne!

Und genau das ist meine Berufung!

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EIGEN-ART-POESIE, EIGEN-ART-SPIRITUELL, Lebensphilosophien, Mantras/ Affirmationen/ Gebete

Ein gepflegtes Inneres

ist die Voraussetzung für eine schöne, liebevolle und zufriedene Ausstrahlung und für körperliche Gesundheit und Wohlbefinden.

 

Farbenreich, ganzheitliche Persönlichkeitsberatung, Farbberatung, Stilberatung "Ich lege Wert auf ein gepflegtes Inneres."

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GANZHEITLICH HELEN, KUNTERBUNTE THEMEN, Persönliches, Stärkung, Selbsthilfe, Selbsterfahrung

BeFREIung von den belastenden Ur-Sachen, die unsere Seele bedrücken bis der Körper erkrankt

bedeutet für mich immer wieder

einATMEN, ausATMEN, durchATMEN, aufATMENDas innere Kind befreien, ganzheitlich heilen ... Farbenreich, ganzheitliche Persönlichkeitsberatung, Sabina Boddem -

im LEBENsFLUSS … den Lungen Flügeln wachsen lassen, sich angstfrei öffnen, zulassen, überlassen, einlassen, auslassen, sich hingeben, sich bewegen, sich hinein bewegen, immer tiefer… Wunden öffnen, Verletzungen abfließen lassen, Wunden schließen, heilen, öffnen, fließen lassen, loslassen …Befreiung von Atemnot! Bereit sein für die NotWENDE!

Der ganzheitliche HEILUNGS-WEG erfordert viel Geduld und Liebe, aber er lohnt sich und macht FREI von Angst (Enge), die das Kind erlebt hat.

Befreiung und Heilung macht glücklich!

Ich verstehe und liebe das Kind immer mehr! Ich verstehe die Erwachsene immer mehr! Ich liebe mich immer mehr auf meinem Lebensweg.

Ich lasse mich nicht von Ärzten abspeisen, die mir einreden wollen, dass beispielsweise Asthma ein Leben lang nur mit Medikamenten zu behandeln wäre! Als Kind hatte ich schon Atemnot. Ich wurde als eingebildete Kranke bezichtigt und durfte damit weiterleben! Es gibt auch Wege nach den Ursachen zu forschen, statt immer nur die Symptome zu unterdrücken. Wenn ich mich ausschließlich auf Symptombehandlungen einlasse, dann mache ich genau das, was Atemnot tut. Sie unterdrückt und lässt nicht zu. Ich bin mein Leben lang auf der Findung und es geht immer tiefer auf diesem Weg. Es kommt immer mehr ans Licht, was unterdrückt und sogar erstickt wurde.

So viele Menschen leiden und wenn ich ihnen erzähle, dass ich als Kind traumatisiert wurde, schauen sie mich mit Mitleids voller Mine an, denn das ist ihnen natürlich „nie“ passiert. Die meisten wissen es nicht oder wollen es gar nicht wahrhaben, denn ihre Seele ist noch nicht bereit, sich zu öffnen und sich mit den leidvollen Erfahrungen auseinander zu setzen. Sie braucht noch den Schutz der Verdrängung und/ oder den Körper und den Geist als Instrumente, ihren Hilferuf nach draußen zu transportieren. So bevorzugen viele Menschen Medikamente oder Operationen, weil das einfacher erscheint, als nach den tatsächlichen Ursachen ihrer Krankheit zu forschen. Klar, das schmerzvolle Signal des Körpers ist schneller weg, aber oft kriecht es an einer andern Stelle wieder raus. „Bitte erhöre mich doch endlich! Ich muss dir was mitteilen!“ könnte die Botschaft der Seele sein. Außerdem gibt es ja noch die Möglichkeit beides zu tun, beispielsweise Medikamente nehmen, weil die Ursache noch nicht erforscht und gelöst ist und trotzdem jemanden aufsuchen, der gemeinsam mit dir die Zusammenhänge erkennt und heilt.

Das Gesundheitswesen ist doch darauf angelegt, dass wir immer wieder zum Arzt gehen müssen. Alle vier Monate zur Kontrolle und wenn sich etwas verschlimmert, dann wird die Medikamentierung erhöht oder etwas noch stärkeres verschrieben, was den Körper zusätzlich angreift, aber nicht heilt!

Ich habe mich, seit den 80er Jahren der ganzheitlichen Heilung geöffnet, was nicht bedeutet, dass ich nie Medikamente nehme. Ich komme auch zur Zeit leider wieder mal nicht ohne mein Pulver aus. Vielleicht habe ich auch deshalb einen besonderen Zugang zu alternativen Heilmethoden oder überhaupt zu ganzheitlich heilbringenden Weisen, die mich als authentisches Individuum beachten, weil ich bis zum Tod meiner Mutter erleben musste, wie schrecklich es war, von Ärzten falsch behandelt zu werden und vor allem zu begreifen, warum sie so körperlich krank war seit meiner Geburt! Ihre Seele hat geschrien und der Körper hat darauf reagiert. Aber mein Weg auf mich und meine Seele zu hören, begann erst nach meinem abgeschlossenen Designstudium. Ich spürte, dass ich nicht in die Welt der Haute Couture passte und brach meine damals erfolgreich beginnende Karriere ab, um mich der Sozialpädagogik zu widmen. Während dieses Studiums begegnete ich nicht nur in in vielen theoretischen Fallbeispielen, sondern auch in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mir selbst. Ausgelöst durch private Veränderungen, Verluste und Krisen in dieser Zeit begab ich mich von da an bis heute auf meinen ganz bewussten Heilungsweg. Das hilft mir, sowohl mich und mein Leben immer gesünder, authentischer und freier zu leben, als auch in meinem Beruf mein Klientel zu verstehen, mich ein zu fühlen, aber auch die nötige Distanz zu meistern, die der Beruf fordert. Denn mit Menschen heilsam zu arbeiten, bedeutet nicht nur, das professionell gelernt und Berufserfahrung zu haben, sondern auch unabhängig vom Beruf, an mir selbst zu arbeiten, mich und meine Arbeit zu reflektieren und mich selbst ganzheitlich zu erfahren und zu ergründen. Manche meinen sie könnten einzig und alleine ihr soziales Engagement dafür benutzen. Aber das ist eine Falle, denn gerade die Arbeit mit Menschen, in denen es um die Aufarbeitung von seelischen Verletzungen geht, erfordert unabhängig davon eine gesonderte Selbsterfahrung, damit das Klientel nicht als Ersatz der eigenen verletzten Kinderseele benutzt wird und damit es nicht zur Überforderung der eigenen seelischen, körperlichen und geistigen Kapazitäten kommt. Ich muss mich und meine Grenzen kennen, um diese auch heilsam setzen oder ausweiten zu können.

Jeder geht zum Arzt und lässt sich seinen Körper „behandeln“! Behandeln, wenn ich das schon höre. Es wird doch kaum noch Hand angelegt von den Ärzten. Sie schreiben lieber und sitzen hinter dem Schreibtisch. Und wenn Hand angelegt wird, dann bei manches Mal viel zu schnell entschiedenen Operationen, die gar nicht nötig sind. Damit hier kein Missverständnis entsteht! Ich bin weder gegen Ärzte, noch gegen Operationen oder Medikamente. Man hat schon so viele Menschen gerettet, was früher nicht möglich gewesen wäre … Stimmt ja alles, aber trotzdem darf sich die Gewichtung nicht so verlagern, dass heute viele Mediziner ein „Scheuklappenstudium“ haben, spezialisiert sind bis zum Abwinken, aber von den einfachsten Vorgängen und Zusammenhängen im Körper und schon gar von Körper, Geist und Seele keine Ahnung mehr haben. Dann sitze ich vor dem Schreibtisch und erkläre dem staunenden Arzt die Zusammenhänge in meinem Körper!

Wer lernt überhaupt noch Verantwortung zu übernehmen und wer lernt noch, auf die Antwort seines Körpers oder seines Geistes zu hören und zu spüren, der Reaktion seiner eigenen Seele und umgekehrt auch auf die Seele zu achten? Weder in der Schule im Biologieunterricht, noch im Elternhaus, weder beim Arzt, noch auf der Uni wird uns das beigebracht. Viele stoßen vielleicht durch „Zufall“ drauf, aus einer Notwendigkeit oder aus sonstigen Gründen. Natürlich gibt es auch gute Ärzte! Ich kenne zum Glück noch welche. Manches hört sich sehr verallgemeinert an, was ich hier schreibe, aber ich will ja bewusst auf Missstände aufmerksam machen.

Aber mal ehrlich, kaum jemand gibt und lässt es zu, dass die Seele viel mehr Beachtung braucht. So wird die ganzheitliche Heilung von Körper, Geist und Seele erst gar nicht in Betracht gezogen. Auch wird die Seele mit dem Kopf verwechselt. Man ist mundartlich „balla, balla im Kopp“. Heute noch muss ich mit anhören, dass Leute meinen, sie müssten zum Psychiater, weil etwas mit dem Kopf nicht stimmt oder sie schieben alles nur auf die Nerven. Der Psychiater wird mit dem Psychologen verwechselt. Das sind zwei völlig unterschiedliche Berufe. Sie sollten im besten Falle zusammenarbeiten und das auch mit allen anderen medizinischen Fachbereichen, wenn jemand auf Zähne, Skelette, Organe oder sonstiges spezialisiert ist. Und egal welcher Behandlung eine Erkrankung bedarf, niemand muss sich dafür schämen! Das ist solch ein Blödsinn! Würden alle Ärzte mal wieder lernen, ganzheitlich zu arbeiten und zu heilen, dann hätte die Gesellschaft auch einen gesunden Zugang zu den unterschiedlichen Heilungsmethoden und vor allem einen natürlichen. Jeder einzelne würde Verantwortung übernehmen, was nichts anderes bedeutet, als die Antwort zu erkennen und zu verstehen und danach zu (be)handeln. Stellt Euch mal vor, alle würden heilen und wären glücklich! Da würde vieles zusammenbrechen, vor allem die, die an Krankheit und Unglück verdienen …

Ich finde es mutiger Chemie mit Nebenwirkungen einzunehmen, denn das macht mir Angst! Ich persönlich muss nicht mutig sein, um mich in die Hände von Menschen zu begeben, die sich gemeinsam mit mir achtungsvoll und einfühlsam meiner Seele, meinem Körper und meinem Geist widmen. Ich finde es mutiger, in Kauf zu nehmen bei einem Arzt zu landen, der mir nicht gut tun könnte, als einen Menschen meiner eigenen Wahl aufzusuchen, der mir professionell und vor allem einfühlsam und liebevoll hilft, meinem verletzten inneren Kind näher zu kommen. Wovor haben so viele Menschen Angst und Scham? Klar kann „man“ auch dabei „in falsche Hände geraten“. Das ist auch eine häufig genannte Ausrede, wenn jemand nicht zum Psychologen gehen möchte. Aber Versuch und Irrtum gibt es in allen Bereichen. Ich übernehme die Verantwortung! Menschen lassen sich aufspritzen, damit keine Lebenslinien mehr im Gesicht zu sehen sind, an denen wir sie erkennen können, setzen ständig Sonnenbrillen auf, damit wir ihnen nicht mehr in den Seelenspiegel schauen können oder lassen sich sonst wie aufpeppen mit Schönheits-OP’s, die eigentlich nicht notwendig sind. Vor diesen schrecklichen Prozeduren haben sie keine Angst? Aber bloß nicht liebevoll die Ursachen für all dieses Unglücklichsein mit sich selbst behandeln lassen, denn das macht Angst und deshalb macht „man“ das nicht oder „man“ hat es nicht nötig. „Man“ möchte ja nicht „ballaballa im Kopf“ sein. Aber es nötig haben, zum Arzt zu gehen, um seinem Körper Chemie verschreiben zu lassen, das ist vollkommen in Ordnung und üblich! „Man“ ist ja sogar beruhigt, wenn „man“ etwas Sichtbares hat als Grund dafür, denn dafür hat ja jeder Verständnis. Aber die hilflose Seele ist nicht sichtbar. Sie macht sich schlimmsten Falles erst durch den Körperausdruck und durch Krankheit in jeder Form bemerkbar, auch durch schädliche Verhaltensweisen.

Ich wünsche jedem Menschen den Mut und die Kraft, sich seiner Seele und dem verletzten Kind in sich zu widmen, denn eines weiß ich aus lange gelebter Erfahrung. Ich fühle mich jedes Mal wie neugeboren und für mich ist ein besonderes und schönes Privileg, das tun zu können und zu dürfen! Es tut alles immer nur gut: Die Gespräche und die Behandlung und vor allem, das befreite Gefühl danach. Auch, wenn es scheint, dass manches Mal alles wieder von vorne losgeht und nie ein Ende nimmt. Es scheint nur so, denn alles ent-wickelt sich immer weiter …

Und ich wäre heute nicht die, die ich bin, wenn ich diesen Weg nicht gegangen wäre und immer noch gehe.

In Dankbarkeit für alle, die mich lieben, die mir vertrauen, die ich liebe, denen ich vertraue und an dieser Stelle einen besonderen Gruß an Sigrid Beckendorf, die mich wundervoll begleitet und unterstützt, wenn ich mal wieder meine Seelenmassage brauche und ich mir etwas besonders Wohltuendes gönnen möchte. 🙂

Herzlichst

Sabina

www.farben-reich.com

Farbberatung, Stilberatung - Tipps und Trends, GANZHEITLICH HELEN, Stärkung, Selbsthilfe, Selbsterfahrung

Zeig Dich von DEINER natürlichsten und schönsten Seite

und gönne Dir die ZEIT für

Deine GANZheitliche, individuelle ART

 

Bekenne Farbe! - Sei Du selbst!
(c) Monika Schweitzer – grafik & design by kiss

 

Ich habe lange überlegt, wie ich das Jahr hier kreativ abschließen kann. Schreibe ich, wie üblich einen Jahresrückblick? Stelle ich ein YouTube-Video zusammen mit Wünschen für das neue Jahr? Bunte Bilder, positive Affirmationen, Wünsche, Sprüche und dergleichen – all das wiederholt sich doch immer wieder. Keine Lust, keine Muße dazu – ich sage bewusst nicht keine Zeit! „Keine Zeit haben“ gibt es bei mir nicht in der Form, die mir ständig vorgelebt oder vorgegaukelt wird. Wenn ich für etwas, das mir am Herzen liegt, Zeit haben möchte, dann kann ich noch so viel Arbeit haben – diese Zeit nehme und gebe ich mir. Und so hatte ich in der letzten Zeit einfach wenig Lust und Muße zum Schreiben und auch wenig neue Ideen. Ich habe mir die Zeit gegönnt, das zu beherzigen, was ich in meinem Gedicht „Adventszeit – Zeit für Be-SINN-lichkeit“ deutlich gemacht habe. Dabei war ich nicht alleine, sondern bin berufsbedingt vielen Menschen begegnet, die ich begleiten durfte und das natürlich nicht nur in der Adventszeit, sondern während des ganzen Jahres.

Warum schreibe ich das und was hat das mit der Überschrift zu tun? Ich möchte es gerne erzählen, weil der eine oder andere bestimmt ähnliche Erfahrungen hat. Wenn nicht, dann gibt es bestimmt jemanden, mit dem Du diesen Artikel teilen kannst. Ich verzichte auf das förmliche „Sie“, weil mir bei den folgenden Themen das Schreiben leichter fällt, wenn ich in Du-Form schreibe. Außerdem möchte ich Dich berühren, aufrühren und Dein inneres Kind ansprechen, das sicherlich gerne seine Schönheit zeigen würde, wenn Du es zulässt und das geht am besten mit dem „DU“.

Ich möchte einige Gedanken anschaulich machen, die Dich ein wenig zu Dir selbst finden lassen können – ganz besonders, wenn Du eine Frau bist. Es ist nun mal so, dass ich überwiegend Frauen berate, wenn sie an einem Punkt im Leben angekommen sind, wo sie beginnen, in den Spiegel zu schauen und den Wunsch verspüren, etwas an sich zu verändern. Sie möchten wissen, was Ihnen steht, welche Farben zu Ihnen passen und wie sie ihr Äußeres besser zur Geltung bringen können. Beim Letzteren bleibt es dabei nicht, denn wenn ich mein Äußeres sichtbar mache, bedeutet das gleichzeitig, dass ich mir bewusst werden darf, wer ich bin und welche meiner Seite und Art ich nach außen sichtbar machen möchte.

Dabei können folgende Fragen auftauchen: Was bin ich bereit von mir zu zeigen? Kann ich das, was ich entdecke, annehmen? Und vor allem – habe ich den Mut dazu, individuell schön zu sein und aus der Masse und dem Einheitslook hervorzutreten? Darf ich auffallen? Stelle ich damit nicht andere in den Schatten? Darf ich individuell sein? Stimmt das dann noch mit den Erwartungen meiner Umwelt überein, in der „man“ auf eine allgemeine Art und einen unausgesprochenen Kodex zu sein hat? Passe ich dann noch in diese Welt, in der „man“ Kompetenz oder „in Sein“ mit bestimmten codierten Farben und einem uniformierten Stil verbindet und nicht mit Deiner ganz persönlichen und individuellen Kompetenz, Deinem Wissen und Deiner Berufung? Werde ich nicht verletzbar, wenn ich mich mehr zeige und weniger meine Maskerade? Na, fällt Dir noch etwas dazu ein? Bestimmt oder? Du erkennst, dass es in unserer Umwelt, je nachdem, wo wir uns befinden, ganz SCHÖN mutig zu sein scheint, SCHÖN zu sein und vor allem EinzigARTigeit zu leben und sich zu zeigen.

Weißt Du, wie viele Frauen ich seit 1994 beraten habe, die sich mit diesen Zweifeln auseinandersetzen? Ich werde mit unzähligen SCHUTZbehauptungen konfrontiert, warum „man“ nicht schön sein darf oder warum „man“ befürchtet, seine individuelle Weiblichkeit zu zeigen!

Ich frage mich manches Mal, wofür ich in den 70gern bis hinein in die 90er Jahre gekämpft habe, dass Frauen selbstbewusster werden und bin sehr traurig, dass in dieser Gesellschaft sich „eigentlich“ wenig verändert hat und einiges sogar wieder rückläufig wird, was bedeutet, dass sich eine gewisse Doppelmoral und Spießigkeit einschleicht, die „eigentlich“ Schnee von gestern sein müsste und Frauen immer noch um die Anerkennung ihrer Kompetenzen kämpfen, in dem sie sich verkleiden und deformieren, sich reduzieren oder unauffällig machen, in dem sie äußerlich in der Masse untertauchen. Das betrifft übrigens auch Männer! Zumindest glauben viele Menschen, das tun zu müssen und lassen es mit sich machen. Irgendwann finden sie sich in einer Tretmühle wieder oder haben sich völlig aus den Augen verloren bis irgendwann sie ein Umstand, ein Zufall oder dergleichen dazu veranlasst oder gar zwingt, sich auf sich selbst zu besinnen und die verloren gegangene SINNlichkeit zu suchen.

429423_296919920373471_105467746185357_768390_223792187_nWäre es nicht wundervoll, wenn ich eine Anwaltskanzlei oder ein Steuerbüro betreten würde und mich würde ein Frühlingstyp begrüßen mit beispielsweise rotblondem Haar, goldbraunen Sommersprossen, hellem Teint, lachsroten Lippen, gelbgrünen, bernsteinfarbenen oder türkis-blauen Augen, angezogen mit einem Blazer in einem warmen hellen Braunton, einer Bluse in zartem Apricot oder Lachs oder hellem Grün, das Gesicht strahlt mit entsprechendem frischen Make-up oder ungeschminkt, auf der Nase sitzt eine Brille, die in Form und vor allem in der Farbe stimmig zu ihrer natürlichen Ausstrahlung passt – je nach Typ und Outfit pfiffig, elegant, sportlich oder flippig, die Ausstrahlung unterstützend und nicht erschlagend??? Oder ich würde von einem hellblonden Mann mit blaugrauen Augen beraten, der einen farbtypgerechten, hellen Anzug trägt, dessen Farbe seinen Augen und seinem Gesicht Ausdruck verleiht und ich würde mal keinen „Farbpanzer“ antreffen oder kein Brillengestell, hinter dem das Gesicht verschwindet oder keine unpassenden Krawattenfarbe, auf die ich schon fast gezwungen werde zu gucken, statt auf seine persönliche, authentische, ganzheitliche Kompetenz als Fachberater und Mensch!… TRAUM-haft!!!…

Stattdessen erwache ich aus diesem Traum und wer steht in der Realität meistens vor mir? Eine Frau mit stumpf verfärbtem Haar in genau der entgegengesetzten Haarfarbe, die sie eigentlich tragen sollte, meist viel zu hell oder zu dunkel oder in einem Unterton, der warm oder kalt sein müsste, aber darauf wurde nicht geachtet. Sie trägt also eine Haarfarbe, die aufgrund dessen nicht zu ihrem natürlichen Teint passt, mit dunklem oder wunderbar glitzernd weißem Haaransatz, der viel schöner aussähe, wenn sie endlich die Farben tragen würde, die zu ihrem Naturhaar passt, in genau in den Farben geschminkt, dass SIE nicht zur Geltung kommt, sondern die Kleidungsfarbe, weil passend getrimmt zu Weiß mit Grau, kaltem Blau oder Schwarz oder sonstigen meist kalten Farben, die überhaupt keinen Bezug zu ihrer Natur haben, weil ALLE so rumlaufen oder in die ach so coole und kompetente „Fach-schubladen-welt“ passen sollen! Oder ich erblicke einen Mann, der völlig hinter seiner Garderobe verschwindet, weil ich mich mit der Krawatte unterhalten oder von dem Hemd beraten lassen muss, da die Augen und überhaupt das gesamte Gesicht nicht zur Geltung kommen dürfen! Sogar ein Optiker erklärte mir auf meine Frage, warum er denn eine schwarze Brille tragen würde, die überhaupt nicht zu ihm passt: „Ich werde sonst nicht ernst genommen in meiner Kompetenz, weil ich für mein Alter in meinen Farben, die mir stehen, zu jung aussehe.“ Oh je!!!!! Da muss ich mich nicht wundern, warum die meisten Optiker ihren Kunden Brillen verpassen, dass ich mich manches Mal frage, warum Menschen nicht mehr gut aussehen dürfen, sondern die Brille alleine spazieren gehen soll? Auffällige Brillen sind wunderschön, aber muss denn beispielsweise eine Person mit hellroten Haaren unbedingt ein schwarz-weißes Riesengestell, wohlmöglich noch mit kaltem, silbertonigem und glänzendem Metall verziert, im Gesicht sitzen haben? Das darf doch auch ein Riesengestell in einem Farbton sein, das zum Gesicht, zu den Augen und zum Haar passt oder? Und es kann auch nicht jeder jede Brillenform tragen, nur weil sie gerade „in“ ist! Mensch Leute guckt doch bitte mal in den Spiegel!!!! Man kann sich auch künstlich „hässlich“ machen!

Ist das nicht grauenhaft? Es sind also nicht nur Frauen, die ihre natürliche Schönheit im Zusammenhang mit ihrer Fachkompetenz infrage stellen, sondern auch Männer machen sich buchstäblich unattraktiv, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu beweisen. Da muss doch mal grundsätzlich etwas geklärt werden!

Einerseits soll „man“ älter wirken, um ernst genommen zu werden, darf bloß nicht auch zusätzlich zum Fachwissen, gerade wenn es sich um kognitives Wissen handelt, auch noch schön oder natürlich sein, andererseits ist „man“ spätestens mit über 50ig ein berufliches Auslaufmodell. Bewerben Sie sich mal in diesem Alter trotz excellenter Erfahrungen und Menschenkenntnis! Diese Doppelmoral finde ich schlimm!

Klar ist, dass wir in bestimmten Berufsgruppen beispielsweise nicht in Jeans oder kurzer Hose erscheinen können. Das muss ich hier nicht erklären. Es geht ja „nur“ um tatsächlich gutes Aussehen und wer möchte nicht im Inneren seines Herzens, schön sein und positiv wirken. Vor allem geht es doch auch um ein authentisches Auftreten. Es gibt Personen, die mir erzählen, dass sie in ihrem Beruf oder Job ein Kostüm oder einen Anzug tragen müssen oder freiwillig wählen, um eine gewisse Würde und Kompetenz nach außen transportieren zu können. Sie wählen dabei jedoch, wie alle anderen auch, den grauen, schwarz-weißen oder blauen Einheitslook und fühlen sich unsicher oder steif. Oft steht noch nicht mal ein Muss dahinter, was bedeutet, dass diese Farben gar nicht vorgeschrieben sind. Dann höre ich den Beratungen Befürchtungen dieser Art: „Ja, ich kann aber doch nicht als einzige Frau meine warmen Farbtöne und auch noch mein naturweißes Haar tragen. Ich würde ja dann nicht mehr ernst genommen, denn so sieht im Büro niemand aus und ich würde mich unwohl fühlen. Obwohl ich mich so sehr danach sehne, das alles endlich zeigen zu dürfen von mir, denn dann könnte ich viel befreiter und stimmiger arbeiten und mit den Kunden sprechen …“

Ich kann nur immer wieder jedem, der sich mit diesen Themen auseinandersetzt, empfehlen: Steh zu Dir selbst! Arbeite an Deinem Selbstwertgefühl, in dem Du Dir behutsam Deine Verletzbarkeit anschaust. Wenn Du Dich erforschst und Dich verstehen lernst, entwickelst Du auf Dauer heilsamere Schutz- und Abgrenzungsmöglichkeiten, als eine uniformierte Maskerade. Unterstütze Deine Mitmenschen darin! Setze Dich auf diese selbstbestimmte Weise für Dich und andere ein und für die innere und damit äußere Schönheit! Du bist es wert, ganzheitlich beachtet zu werden! Du darfst gut aussehen, und zwar, so wie DU BIST und nicht, wie „man“ es Dir vorschreibt! Du darfst als Frau weiblich und buchstäblich rund sein und gleichzeitig kompetent und weise! Es gibt eine Menge wundervoller Möglichkeiten, das alles zu lernen und zu üben. Dafür muss sich niemand schämen, das zu tun.

Im Prinzip gibt es kein richtig oder falsch – nur, wenn DU DICH nicht mehr wohlfühlst, dann darfst Du Dich verändern. Du bist es wert gesehen zu werden! Du bist es wert, schön zu sein und schön auszusehen, auf Deine ganz eigene Art und Weise! Wenn Du Dich beispielsweise in einer Brille wohlfühlst, die ich ganz fürchterlich finden würde, dann ist das in Ordnung. Aber lass Dir diese Brille auch nicht schön reden, wenn sie Dir nicht wirklich gefällt, nur weil alle anderen sie auch tragen! Schau, wer DU BIST – schau DICH genau an!Farb- und Stilberatung Düsseldorf, Sabina Boddem, Farbenreich Lass Dir nichts einreden! Wenn sich alle ihres individuellen Wertes bewusst wären, wäre die Welt um einiges schöner und farbenreicher. Kompetenz kommt von innen und hat nichts mit strengem und kühlem Aussehen zu tun – im Gegenteil, denn alles ist ganzheitlich zu beachten. Ich ziehe auch keinen grauen oder schwarzen Anzug an, auch kein Kostüm in diesen Farben, um zu zeigen, dass ich etwas kann! Ich trage auch kein Kostüm in meinen typgerechten Farben, weil ich meine Individualität nicht in diesem Kleidungsstil ausdrücken kann, auch wenn er mir noch so gut stehen würde! So gibt es auch Alternativen zum Blazer. Viele meiner Kundinnen wundern sich während einer Einkaufsbegleitung und Stilberatung über die vielfältigen Möglichkeiten, wie sie im Büro kompetent auftreten und passend gekleidet sein können und das ohne Blazer, weiße Bluse und schwarze Hose! Vielen geht der Blick für Neues verloren, weil sie tagtäglich nichts mehr anderes sehen, als den gleichen Look. So muss auch eine Mutter mit Kind nicht unbedingt fantasielos angezogen sein! Die Schutzbehauptung, dass eine Mutter ja ständig schmutzig würde mit Baby oder Kleinkind und sich deshalb unscheinbar praktisch anziehen müsste, zieht bei mir nur in Sonderfällen. 😉 Ich habe lange genug in einem Beruf mit kleinen Kindern gearbeitet und auch im Privatleben immer mit Kindern zu tun. Ich sitze auch im Sandkasten mit Kleidung, die an mir gut aussieht, weil sie mit mir stimmig  ist und gerade deswegen der Situation, in der ich sie trage, angemessen ist. Auch Lehrerinnen müssen nicht um Autorität bangen, wenn sie authentisch gekleidet sind. Sie müssen sich nicht hinter…verstecken. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen schöne und sich wertschätzende, kreative Vorbilder: Autorität erlangt man nicht mit einer schwarzen Brille und einem graumausigen Blazer!

Da ich in vielen Berufsbereichen tätig war und bin, weiß ich aus eigener Erfahrung, wovon ich schreibe. Es geht so viel mehr, als Du denkst. Sei mutig und lasse DICH leben! Du bist eine Schatztruhe, in der Du alles entdecken darfst und das ist lebbar, wenn Du es „nur“ zulässt. Schritt für Schritt und mit Geduld – ohne Verurteilung und ohne Scham vor Tränen, denn auch die dürfen sein!

Mein Motto ist seit 1994, als ich ganzheitliche Farbberaterin wurde:

„Finde Deinen Regenbogen –  sieh DICH an, wie schön Du bist!“

 

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Alles Liebe und eine SCHÖNE ZEIT 😉

wünscht Dir von Herzen 

Sabina Boddem

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EIGEN-ART-GEMÄLDE, EIGEN-ART-POESIE, Expressionen, Farben, Fotodokumentation, GANZHEITLICH HELEN

Innere Bilder sichtbar machen…

Gestalte

mit dem Herzen

 

was du siehst, fühlst, hörst, spürst…

 

Stell` dir vor dein inneres Kind

steht neben dir

und bewundert

jede sichtbare Spur von dir.

 

Das Kind kennt keine Kritik.

Es will einfach „nur“ Spaß

und möchte von dir beachtet werden.

 

Du freust dich über das Lob

deines inneren Kindes.

Und das Kind freut sich

über deinen Mut.

 

Allmählich wirst du frei,

lässt los und versinkst

in

deine Welt der Farben und Formen.

Deine inneren Bilder sprechen mit dir

und werden sichtbar

weil du ganz bei dir bist…

 

Lass´ dich überraschen!

Text: (c) Sabina Boddem

 

www.farben-reich.com

 

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Inge Wuthe: Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

… vom Umgang mit Gefühlen

und vom Zulassen unangenehmer Gefühle

 

Einige kennen das Märchen von Inge Wuthe vielleicht schon. Ich mag es sehr gerne und finde, dass es gut in mein Farbenreich passt.

Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

Es war eine kleine alte Frau, die bei der zusammengekauerten Gestalt am Straßenrand stehen blieb. Das heißt, die Gestalt war eher körperlos, erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

„Wer bist du?“ fragte die kleine Frau neugierig und bückte sich ein wenig hinunter. Zwei lichtlose Augen blickten müde auf. „Ich…ich bin die Traurigkeit“, flüsterte eine Stimme so leise, dass die kleine Frau Mühe hatte, sie zu verstehen.

„Ach, die Traurigkeit“, rief sie erfreut aus, fast als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

„Kennst du mich denn“, fragte die Traurigkeit misstrauisch.

„Natürlich kenne ich dich“, antwortete die alte Frau, „immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“

„Ja, aber …“ argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du nicht vor mir, hast du denn keine Angst?“

„Oh, warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selber nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst und dich so nicht vertreiben lässt. Aber, was ich dich fragen will, du siehst – verzeih diese absurde Feststellung – du siehst so traurig aus?“

„Ich…ich bin traurig“, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine alte Frau setzte sich jetzt auch an den Straßenrand. „So, traurig bist du“, wiederholte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Magst du mir erzählen, warum du so bekümmert bist?“

Die Traurigkeit seufzte tief auf. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie vergebens versucht und …

„Ach, weißt du“, begann sie zögernd und tief verwundert, „es ist so, dass mich offensichtlich niemand mag. Es ist meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und eine Zeitlang bei ihnen zu verweilen. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Aber fast alle reagieren so, als wäre ich die Pest. Sie haben so viele Mechanismen für sich entwickelt, meine Anwesenheit zu leugnen.“

„Da hast du sicher Recht“, warf die alte Frau ein. „Aber erzähle mir ein wenig davon.“

Die Traurigkeit fuhr fort: „Sie haben Sätze erfunden, an deren Schutzschild ich abprallen soll.

Sie sagen „Papperlapapp – das Leben ist heiter“, und ihr falsches Lachen macht ihnen Magengeschwüre und Atemnot.

Sie sagen „Gelobt sei, was hart macht“, und dann haben sie Herzschmerzen.

Sie sagen „Man muss sich nur zusammenreißen“ und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken.

Sie sagen „Weinen ist nur für Schwächlinge“, und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe.

Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht spüren müssen.“

„Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir oft in meinem Leben begegnet. Aber eigentlich willst du ihnen ja mit deiner Anwesenheit helfen, nicht wahr?“

Die Traurigkeit kroch noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Ja, das will ich“, sagte sie schlicht, „aber helfen kann ich nur, wenn die Menschen mich zulassen. Weißt du, indem ich versuche, ihnen ein Stück Raum zu schaffen zwischen sich und der Welt, eine Spanne Zeit, um sich selbst zu begegnen, will ich ihnen ein Nest bauen, in das sie sich fallen lassen können, um ihre Wunden zu pflegen.

Wer traurig ist, ist ganz dünnhäutig und damit nahe bei sich.

Diese Begegnung kann sehr schmerzvoll sein, weil manches Leid durch die Erinnerung wieder aufbricht wie eine schlecht verheilte Wunde. Aber nur, wer den Schmerz zulässt, wer erlebtes Leid betrauern kann, wer das Kind in sich aufspürt und all die verschluckten Tränen leerweinen lässt, wer sich Mitleid für die inneren Verletzungen zugesteht, der, verstehst du, nur der hat die Chance, dass seine Wunden wirklich heilen.

Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über die groben Narben. Oder verhärten sich mit einem Panzer aus Bitterkeit.“

Jetzt schwieg die Traurigkeit, und ihr Weinen war tief und verzweifelt.

Die kleine alte Frau nahm die zusammengekauerte Gestalt tröstend in den Arm. „Wie weich und sanft sie sich anfühlt“, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. „Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Ich weiß, dass dich viele Menschen ablehnen und verleugnen. Aber ich weiß auch, dass schon einige bereit sind für dich. Und glaube mir, es werden immer mehr, die begreifen, dass du ihnen Befreiung ermöglichst aus ihren inneren Gefängnissen. Von nun an werde ich dich begleiten, damit die Mutlosigkeit keine Macht gewinnt.“

Die Traurigkeit hatte aufgehört zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete verwundert ihre Gefährtin.

„Aber jetzt sage mir, wer bist du eigentlich?“

„Ich“, antwortete die kleine alte Frau und lächelte still. „Ich bin die Hoffnung!“

Text: © Inge Wuthe

Dazu passen auch meine Geschichten und meine Artikel über die Bedeutung der Gefühle und die unterschiedlichen Methoden, diese wahrzunehmen und mit ihnen umgehen zu lernen.

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