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Spinne deine Träume und lebe deine Spinnereien!

„Spinn nicht rum!“ mahnten mich meine Eltern. Mal abgesehen davon, dass ich eine Tagträumerin war, die schon als Kind ihren Freiraum zum Alleinsein brauchte. In einer Ganztagsschule oder in einer Kindertagesstätte, so wie es sie heute gibt, wäre ich buchstäblich wahnsinnig geworden. Ich habe mich auch mit Gräsern, Bäumen und Insekten unterhalten. Das nur mal am Rande. Spinnen war und ist bei den meisten Menschen mit etwas Negativem verbunden, also eher mit „dummes Zeug reden“ oder „die Unwahrheit ausdrücken“. Dabei hat das Spinnen auch etwas von Träume spinnen. Und auch Träumen scheint aus der Mode gekommen zu sein. Es gibt kaum noch Freiräume dafür. Also wird es Zeit, dass wir wieder lernen, uns diese Räume zu schaffen und mit Träumen zu füllen.

Wie schön, wenn wir unsere Traumgespinste mal zulassen.

Meistens zerbrechen sie doch an der Realität. Manche haben sogar Furcht, ihre Träume zu spinnen, weil sie nicht enttäuscht werden wollen. „Hat doch eh keinen Sinn,“ und schon hat es sich ausgeträumt. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Spinnereien immer wieder zu visualisieren und ihnen einen kreativen Ausdruck zu verleihen, damit all unsere Bilder, auch wenn sie noch so unrealistisch scheinen, zum rechten Zeitpunkt eine lebbare Gestalt annehmen und in die Realität umgewandelt werden können. Mir als künstlerisch kreativer Mensch ist der Weg vom Spinnen (Träumen) über das Weben ((kreativem Tun) zum realen Handeln (Leben) vertraut, frei nach dem Motto „Spinne deine Träume und lebe deine Spinnereien!“. Das musste ich in meinem Leben immer wieder beherzigen, damit meine Fantasien und mein Mut nicht ständig durch den Druck des Alltags blockiert wurden und das Kind in mir, das an den Zauber glaubte, auch leben durfte. Die Beachtung des inneren Kindes ist für jeden Erwachsenen von Bedeutung, damit er offen bleibt für Neues, für Träume und Sehnsüchte und letztendlich den Weg seiner Bestimmung gegen darf. Wer wird schon auf Dauer gerne fremdbestimmt? Das macht nur krank.

Gerade jetzt beginnt eine Zeit, die sich hervorragend zum Träumespinnen eignet.

Draußen werden die Tage kürzer und das Bedürfnis nach Rückzug in die Gemütlichkeit unseres Zuhauses verstärkt sich. Kerzen, Düfte, ruhige Musik oder Stille können eine behagliche Atmosphäre schaffen, um sich mal ganz fallen zu lassen und zu träumen. Eine Einladung zum Spinnen! Sich Zeit geben für Träume, sie in Gedanken ausmalen, sie einfach fließen zu lassen, sie auf Papier sichtbar machen mit vielen bunten Farben oder sie aufzuschreiben. Hach, es gibt so viele Möglichkeiten, mal alles um sich herum zu vergessen und sich wieder mal sich selbst zu widmen. Kein Internet, kein Handy, keine Reizüberflutung und Ablenkung von außen, sondern sich einfach selbst hingeben! Herrlich! Das ist doch wirklich das Feine an den dunklen Jahreszeiten, in denen in unserer Fantasie alles geboren werden darf, was im Frühling dann an’s Tageslicht drängen kann. Traumspinnerei hat also auch etwas mit Säen zu tun. Wenn wir alle Energien auf das ausrichten, was uns wirklich glücklich macht, dann haben wir eher die Chance, dass sich das, was wir spinnen, auch manifestiert und zur greifbaren Ernte wird. Warum sich nicht mit Schönem befassen, mit dem, was uns gut tut? Schlecht und negativ denken nützt uns doch wirklich überhaupt nichts.

Richte dir deine Traumzeit ein, die du nutzen darfst für deine innigsten Wünsche.

Du darfst sie dir ausdenken, in Gedanken ausmalen, sie malen, tanzen, aufschreiben, aufkleben, formen, modellieren. Es gibt viele Arten und Weisen, einfach mal wieder ein Kind zu sein, das Freude hat im Hier und Jetzt einfach etwas zu spinnen (spielen, fantasieren, träumen…). Ohne Sinn UnSinn machen, fühlen, sich gehen lassen und alles andere sein lassen. Oder einfach in die Stille gehen, ohne Druck und Zwang, dass etwas dabei herauskommen muss, eben abschalten, meditieren, lauschen, was da ist und wenn es sich erst Mal vielleicht sehr leer anfühlt. Auch das darf sein, also bitte nicht erschrecken, wenn du gar nichts in dir spürst, siehst, findest… Sich der Langeweile hingeben. Ja, eine lange Weile haben und dabei nicht aufgeben. Wer kann das heutzutage noch aushalten? Jede Sekunde wird mit Reizen aus dem Handy oder dem Laptop gefüllt, sobald wir auf irgendetwas warten müssen oder in der Bahn von A nach B fahren. Wer träumt denn wirklich noch vor sich hin oder nimmt das wahr, was tatsächlich vorhanden ist. Ich mache das oft, während um mich herum die meisten Leute nur Augen für ihr Handy haben. Die meisten müssen sogar mehrere Sachen gleichzeitig tun. Sie stehen auf dem Stepper im Fitnessstudio mit Kopfhörern aus denen die Musik so laut dringt, dass ich sie auch hören kann und gleichzeitig lesen sie ein Buch oder schauen zwischendurch diese Videofilme vor ihrer Nase! Also ich kreiere auf dem Stepper sehr oft in meinem Kopf einen neuen Blogartikel oder male mir sonstwas aus. Ich werde durch die Eintönigkeit des Steppens sogar dazu „gezwungen“ nichts anderes zu tun, als mich meinen Bewegungen bewusst hinzugeben, auf meinen Körper zu lauschen und zu spüren, was da aufgrund der Bewegungen in mir abgeht und gleichzeitig fließen die Gedanken, ziehen an mir vorbei oder bleiben hängen… Aber einige um mich herum scheinen einfach eine Übung runterzureißen, um möglichst viele Kalorien abzustrampeln, dabei überhaupt nicht mehr wahrzunehmen, wie ihre Haltung ist, ob oder wie ihnen die Bewegung gut tut, was sie mit ihnen macht… All das scheint für einige gar nicht wichtig zu sein. Letztens war ich im Fitnessstudio und eine Frau redete ununterbrochen mit extrem lauter Stimme ohne Punkt und Komma mit einem Typ, der neben ihrem Gerät stand. Sie steppte und steppte und ihr Mundwerk bewegte sich synchron zu ihren kurzen hektischen Bewegungen. Was sie da eigentlich mit sich machte, war ihr mit Sicherheit nicht bewusst, denn das würde ja eine Beschäftigung mit sich selbst fordern und das war ihr zu langweilig!

Die Voraussetzung für unsere Traumspinnereien ist also ein Bei-sich-Ankommen und das sogar so sehr, dass wir alles um uns herum ausblenden und wirklich ganz bei uns sind!

Ihr glaubt gar nicht, wie dann die Zeit vergehen kann. Träume spinnen lässt sich üben. Wenn es irgendwann mal zur lieb gewonnenen Gewohnheit geworden ist, dann gibt es keine Langeweile mehr. Und man braucht weder Alkohol, noch sonstige Drogen dafür, wie einige vielleicht annehmen.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Spinnen! Also, spinn ruhig rum und fange deine Träume in deinem eigenen Netz auf. Und dann lasse dich überraschen von der Magie deines ganz persönlichen Zaubergarns, mit dem du dein Leben selbst gestalten darfst.

Sabina Boddem

aus dem FarbenReich

Du bist wundervoll, EIGEN-ART-FANTASIEREISEN

Du bist wundervoll! – Fantasiereise für Kinder und Erwachsene

Diese Fantasiereise ist im Rahmen meiner sozialtherapeutischen Arbeit mit lernbehinderten Kinder (12 – 14 Jahre) entstanden.

Diese Gruppe begleitete ich über einen Zeitraum von 2 Jahren. Die Geschichte wurde immer wieder von den Kids gewünscht

Ich habe sie oft vorlesen dürfen und natürlich auch in anderen Gruppen- und Einzelsitzungen  eingesetzt, wann immer sie passend war. Alles, was wir Kindern erzählen, passt auch für den Erwachsenen, denn unser „inneres Kind“ erfreut sich gerade an solchen Texten.

DU bist wundervol

Hallo DU! Ja DU, DICH meine ich! Weißt du eigentlich, dass du ein wundervoller Mensch bist? Ja, du hast richtig gehört. Du bist voller Wunder. Du brauchst gar nicht zu lachen oder verlegen zu werden. Es stimmt nämlich. Und ich möchte dir erzählen warum und wie du das bist. 

Du bist nämlich ein Wunder der Schöpfung, die dich gemacht hat. Manche Menschen nennen das Gott, andere Ala, und es gibt je nach Religion noch mehr Namen dafür. Aber das ist ganz egal, denn wir meinen im Grunde genommen alle das gleiche, eben einen Schöpfer oder eine Schöpferin der Natur. Und du und ich, wir alle sind einzigartige Geschöpfe.

Du bist einzigartig, denn niemand ist genau so wie du. Dein Lächeln ist wunderbar, weil niemand auf der Welt so lächelt, wie Du bist wundervoll!du. Deine Augen sind zwei Wunder. Niemand sieht damit die Welt, so wie du. Deine Gefühle sind einzigartig und wunderbar, wie deine Seele. Deine Seele ist wie ein kleiner, zarter Vogel, der in deinem Herzen wohnt und dort deine Gefühle speichert und schützt. Deshalb weiß deine Seele ganz genau, was gut für dich ist oder, was dir nicht gut tut. Wenn du ganz still bist und in dich hinein spürst, fühlst und hörst du die Stimme deines Herzens, die dir alles über dich sagt. Wenn du deinen Seelenvogel nicht beachtest, wird er traurig, und automatisch bist du traurig. Und, wenn du deine Traurigkeit nicht zeigen kannst oder jemand anderes sie nicht achtet, dann wird deine Seele ganz hilflos. Diese Hilflosigkeit zeigt sich manchmal als Wut. Und, wenn diese Wut kein Recht bekommt sich angemessen auszudrücken (angemessen heißt ohne Gewalt und ohne, dass sie andere verletzt), dann verwandelt sich diese Wut wieder zur Traurigkeit, die sich ängstlich in deinen Körper zurückzieht und in deine Seele drückt. Das nennen wir dann Depression. Vielleicht hast du das Wort schon mal gehört. Es kommt aus der lateinischen Sprache und heißt nichts anderes als Eindruck. „De“ heißt ein, und pressen ist ja ein anderes Wort für drücken. Deine Gefühle brauchen aber immer einen angemessenen Ausdruck, die Expression. „Ex“ bedeutet aus. Jetzt kennst du sogar schon zwei neue Fremdwörter. Weinen ist z. B. ein Ausdruck oder Lachen.  Beides kann sehr erleichtern. Wie erlebst du das? …

Es ist also ganz wichtig, dass du deine Gefühle beachtest, sie kennst und zu ihnen stehst. Das bedeutet, dass du gut mit dir umgehst und auch auf dich aufpasst, dass du den Mut hast, immer zu dir zu stehen, egal, was andere fühlen oder denken. Schau, dass du sagst, wie es dir geht. Mit Sprache kannst du dich z. B. auch ausdrücken. Manchmal können andere dir auch nicht helfen, egal ob du dich richtig ausgedrückt hast, weil sie dich nicht verstehen oder du sie mit deinen Gefühlen an ihre eigenen Gefühle erinnerst, zu denen manche gar nicht stehen können, weil ihnen das vielleicht unangenehm ist. Kennst du das auch? Wenn ja, wie und wo hast du das erlebt? …

GlücksmomenteFalls du dich mal hilflos fühlst, dann sammle ganz alleine für dich Glücksmomente, suche Glücksorte auf, an denen du dich wohl fühlst oder tue etwas, was dich glücklich macht. Das muss kein Geld kosten oder anderen schaden. Was könnte das für dich bedeuten? …

Du bist für dich verantwortlich. Das heißt, dass du immer das Beste für dich wünschen darfst. Schau dass, es deinem Körper gut geht, du ihn pflegst und auf ihn hörst, denn dein Körper ist das Zuhause deiner Seele. Wenn es deiner Seele nicht gut geht, dann wird dein Körper automatisch krank. Und wenn es deinem Körper nicht gut geht, weil er sich krank fühlt oder schmutzig ist, dann wird deine Seele auf Dauer auch leiden und krank werden. Erkennst du diesen Kreislauf? … 

Genau so bist du für deinen Geist verantwortlich. Dein Geist speichert z. B. neue Informationen. Gib ihm dein Bestes, in dem du immer bereit bist zu lernen. Das ist manchmal ganz heftig mit Arbeit verbunden. Doch diese Arbeit lohnt sich, denn wenn du viel lernst, dann hast du auch viele Möglichkeiten, es dir gut gehen zu lassen und dich auszudrücken. Vielleicht kannst du z. B. später einen Beruf ausüben, der dir Freude macht, hast damit die Möglichkeit deinen eigenen Lohn dafür zu erhalten, der dir das nötige gibt, was du zum Leben brauchst. Und denke daran, dass das, was du wirklich brauchst, nicht immer teuer oder das Neuste vom Neusten sein muss. Vieles wovon du glaubst, dass es dich glücklich macht, wird schon nach kurzer Zeit langweilig, und schon meinst du, dass du wieder was Neues brauchst, weil vielleicht alle es haben. So liegt das neue Computerspiel, das so teuer war, bald herum. Das Handy, das gestern noch so in war, wird bald langweilig, und ein noch besseres muss her. Warum? Was hast du davon? Ein Handy soll doch eigentlich nur funktionieren, damit man sich im Notfall erreichen kann. Das war’ s. Jeder andere „Schnickschnack“ daran wird ganz schnell uninteressant, weil er sich irgendwann unabänderlich wiederholt. So gibt es eine Menge Beispiele. …

Etwas, was du z. B. selbst hergestellt hast, ist viel wertvoller, und es macht dich stolz, weil du etwas erschaffen und so mit geschafft hast. Alles, was du tust ist nämlich ein Ausdruck von dir. Denke ruhig mal darüber nach. …

Sei lieb zu dir, und gehe immer liebevoll mit dir um, denn du bist dein ganzes Leben mit dir zusammen, egal wer sonst noch bei dir ist.  Du hast immer das Beste verdient. Du bist jedoch stets selbst dafür verantwortlich. Andere Menschen werden dich dabei unterstützen, deine Eltern, deine Lehrer oder deine Freunde. Schau, dass sie gut mit dir umgehen, so wie du mit dir und anderen umgehst. Und, wenn du glaubst, dass du dein Bestes gegeben hast und dich trotzdem ungerecht behandelt fühlst, so sprich darüber in Liebe und Achtung. Suche dir Menschen, die dich wirklich verstehen. Schau genau hin, ob sie dir gut tun oder dich nur benutzen. Das heißt, ob sie dich für ihr eigenes Wohlergehen missbrauchen. Höre auf die Stimme deines Seelenvogels in deinem Herzen. Deine Seele weiß genau, was gut für dich ist. Sie liebt dich, und du liebst deine Seele mit all ihren Stärken und Schwächen, wenn sie mal nicht in der Lage ist, ihr Bestes zu geben. Das ist  menschlich. Verzeih’ dir, wenn du mal schwach bist, und verzeih’ anderen. Sei wachsam bei dir und anderen. So wirst du erkennen  aus welchen Augen eine ehrliche Seele spricht. Augen sind nämlich der Spiegel deiner Seele. Deshalb sehen deine Augen manchmal traurig oder fröhlich aus. Hast du das schon mal bemerkt, nachdem du geweint hast …  oder wenn du vor Freude richtig strahlst? …

Ich wünsche dir, du liebenswertes Geschöpf, dass du ganz oft strahlen kannst und dich immer wieder an viele kleine Glücksmomente erinnerst und sie selbst erschaffst, auch, wenn dein Strahlen mal müde ist. Sei lieb zu dir, denn du bist einzigartig und schön, so wie du bist. Du bist du, und das ist wundervoll! Glaube an dich und an das, was du kannst. Und du kannst schon eine ganze Menge selbst aus dir schöpfen, denn du bist reich und voller Wunder, die in dir wohnen. 

Drücke sie aus: Male diese Wunder. Male, was du liebst. Male, was du fühlst, was du denkst und was dich traurig oder dich glücklich macht. Oder tanze das alles. Tanze deine Gefühle, alle, die du spürst. Wilde Bewegungen oder langsamer Tanz? Wie bewegst du dich gerne, wenn du fröhlich bist? Und wie sähe das aus, wenn du traurig bist? Oder drücke deine Gefühle mit Musikinstrumenten aus, und höre hin. Dunkle Töne? Leise Töne? Zarte oder harte Klänge? Merkst du, wie viele Möglichkeiten du hast dich auszudrücken, ohne dabei zu sprechen? Alles darfst du sein. …

Lass’ es zu, denn du bist du! Hab’ nur Mut, denn das tut gut!

 

Text: © Sabina Boddem

www.farben-reich.com

 

EIGEN-ART-FANTASIEREISEN, Traum-raum

Traum-raum, wo Wünsche wahr werden

Fantasiereise: 

(Überall dort, wo die Pünktchen stehen, einige Minuten während des Vorlesens Zeit geben, damit sich der Fantasiereisende etwas vorstellen kann.)

Stell dir vor du sitzt auf einer weichen, kuscheligen Wolke. Sie ist ganz leicht, doch du weißt, dass sie dich sicher trägt…  Deine Wolke kuschelt dich ein, sie schützt und hält dich…

Mach es dir auf dieser Wolke so bequem wie möglich – weil sie dich auf eine kleine Reise begleiten wird  …  Allmählich bemerkst du, wie die Wolke sanft abhebt und zum Fenster hinaus schwebt … Du spürst einen angenehmen Wind, der dein Gesicht streichelt und du fühlst eine grenzenlose Leichtigkeit … Gerade, als du dich fragst, was das wohl zu bedeuten hat, siehst du vor dir einen goldenen Schriftzug, der sich wie ein Regenbogen über den Himmel erstreckt…

„Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“,

verheißen diese wundervollen Buchstaben … Ehe du dich versiehst, öffnet sich unter dem goldenen Bogen ein märchenhaftes, großes schlossartiges Tor… Leise klingen feenhafte Töne an dein Ohr und vor dir erscheinen viele zauberhafte Türen, die alle einen Namen haben… Es sind die Türen zu deinem ganz persönlichen Wunschtraum… Es gibt diesen Traum und du weißt, dass er gut ist für dich… Du öffnest deine Lieblingstür…  Dein Traum wird nun ganz deutlich sichtbar… Nimm dir Zeit und diesen Raum und gestatte dir, deinen Traum vor deinen Augen lebendig werden zu lassen… Alles ist lebbar und gut, so wie du es siehst und fühlst. Alles darf sein…

Nun wird es Zeit für den Rückflug. Nimm alles, was du erlebt hast in dein Herz auf mit in dem sicheren Bewusstsein, dass dein Traum nicht verloren geht… Du kletterst auf deine Wolke und bereitest dich auf die Reise vor… Nun öffnet sich deine Traumtüre, sanft schwebst du durch das große Tor in Richtung des Ortes, in dem du dich gerade befindest… Vor dir steht in großen regenbogenfarbenen Buchstaben:

„Herzlich Willkommen in deinem eigenen Reich, dem Mutmachraum zur Traumgestaltung“

……..

Dein Traum freut sich, von dir sichtbar gemacht zu werden…“ Und schwups landest du sachte auf deinem Platz… räkelst und streckst dich… gähnst vielleicht mal ganz laut…  Nun öffne deine Augen…

 Text: © Sabina Boddem

 www.farben-reich.com

EIGEN-ART-FANTASIEREISEN, Es war einmal eine Welt

Fantasiereise – Es war einmal eine Welt, in der es noch keinen Strom gab …

Es war einmal eine Welt,

in der es keinen Strom gab, keine Batterien und auch keine Maschinen.

Die Menschen lebten in Zelten oder einfachen, selbst gebauten Häusern aus Steinen, Lehm oder Holz.

Die kleinen Fenster in den Häusern waren mit bunten Blumen geschmückt.

Ringsherum gab es grüne Wiesen mit wild wachsenden, bunten Blumen. Auf den Wiesen und an den Wegen standen gesunde Bäume, die Schutz spendeten vor dem Regen oder angenehmen Schatten boten vor der Sonne.

Manchmal hörte man von irgend woher das leise Rauschen eines Baches oder kleinen Wasserfalls.

Die Vögel zwitscherten munter umher, denn sie freuten sich, dass sie so viele Bäume, Sträucher, Wiesen und Blumen kannten, in denen sie geschützt wohnen konnten. Und Nahrung hatten sie auch genug.

Die Menschen machten es sich in ihren Häusern gemütlich. Überall gab es warme, handgewebte Teppiche, Decken und Kissen. Und eine Feuerstelle spendete Wärme und Licht, wenn es draußen mal kalt oder dunkel war.

Stereoanlage, Computer und Fernseher kannte man nicht.

Deshalb ließen sich die Menschen viele schöne Tätigkeiten einfallen, um sich zu beschäftigen, wenn sie mal nicht arbeiten mussten.

Und das taten die Menschen gerne gemeinsam:

Sie saßen an kalten Tagen am Feuer, und an sonnigen Tagen trafen sie sich auf der gemeinsamen Dorfwiese oder am Baum des Stadtmarktplatzes.

So erzählten sie sich gegenseitig Geschichten. Sie machten Musik miteinander mit selbst gebauten Musikinstrumenten, erfanden fröhliche Tänze, die sie zusammen im Kreis tanzten oder sangen Lieder.

Sie malten und bastelten. Auf diese Weise stellten die Menschen Gegenstände her, die sie für den Alltag brauchten, z. B. Bilder zum Schmücken ihrer Wände, Töpfe aus Ton für das Essen oder sie nähten ihre Kleidung.

Sie stellten auch Dinge her, die einfach nur Freude bereiteten, z. B. Figuren, Puppen, Musikinstrumente, Glücksbringer und vieles mehr, was sie zum Spielen benötigten.

Wenn es warm war liefen die Menschen bar Fuß, und so konnten sie den warmen Boden unter den Füßen spüren, die Steine, den Sand und das Gras. Das tat nicht weh, weil sie es gewohnt waren so zu laufen, und kein Schuh drückte mehr.

An kalten Tagen trugen sie leichte Schuhe, die sie aus Leder selbst genäht hatten und die mit  weichem Schafsfell gefüttert waren.

Lärm und Stress kannten die Menschen nicht. Es gab ja keine Autos, deshalb konnten auch die kleinen Kinder unbeschwert eine Straße überqueren. Es gab Pferde und Kutschen, die acht gaben, wenn jemand ihren Weg kreuzte.

Jeder lernte schon früh reiten, wie man heute Fahrrad fahren lernt. Angst vor Pferden hatte niemand. Im Gegenteil, denn es war so schön auf dem warmen Rücken eines Pferdes zu sitzen und nie alleine zu sein, wenn man irgendwo hin ritt. Das Pferd war stets ein Freund und man beschützte sich gegenseitig.

Wenn die Menschen mal alleine sein wollten, setzten sie sich an einen See, an einen Bach, unter einen großen Baum oder hoch oben in seine Baumkrone. Vielleicht saßen sie auch auf einem Berghügel.

Sie lauschten dem Wind, den Vögeln und dem Wasser.

Manchmal dachten sie sich Geschichten aus.

Sie malten diese Geschichten in leuchtenden Farben

oder machten Musik dazu. So konnte es passieren, dass eine große Trommel mit dunklen Tönen wilde oder unheimliche Geschichten erzählte und ein Saiteninstrument mit hellen, zarten Tönen von traurigen oder anderen Gefühlen berichtete.

Nun ist es Zeit,  Abschied zu nehmen von deinem Traumort.

Sieh dir alles noch einmal ganz genau an. Alles ist so, wie du es dir wünschst.

Schau dich ein letztes mal um, und merke dir gut, was du auf deiner Traumreise am schönsten fandst und was dir besonders gut getan hat.

Nimm alles, was du möchtest für immer in deinem Herzen mit.

Schlage nun die Augen auf, recke und strecke dich ein bisschen und fühle dich von mir und allen, die hier um dich herum in diesem Raum sind ganz herzlich willkommen,  behütet und geachtet.

 Text: © Sabina Boddem

Ich habe meine Fantasiereise mit einzelnen Musikstücken von Angelo Branduardi aus dem Album – musiche da film – unterstützt. Die 12 bis 14 jährigen Kinder einer Lernförderschule konnten sich sehr gut einfühlen und wurden auf diese Weise zur eigenen kreativen Arbeit und zum schöpferischen Selbstausdruck motiviert.

 

Musik-Beispiel:

www.farben-reich.com