Bunt gemischt, Deutschland, EIGEN-ART-FOTOGRAFIE

Farbenreich und kreativ gestaltete Mauer in Greifswald

Da sind ja doch noch Fotos von der Ostseeküste im Ordner aufgetaucht, die hier doch ganz gut zum Farbenreich passen. Es sind die einzigen Bilder, die ich in Greifwald machte. An dem Tag hat es nämlich nur gegossen.

 

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EIGEN-ART-GESCHICHTEN, Weihnachtliches

Lustige Weihnachtsgeschichte

Von sprechenden Gegenständen und anderen Heiterkeiten am Empfang

Stellt Euch mal vor, Ihr würdet am Empfang eines großen Firmengebäudes arbeiten, säßet hinter der Empfangstheke an der Telefonzentrale und alles um Euch herum könnte reden:

Fangen wir da doch mal mit der Lampe an: „Äi, Manno, ich han kin Bock den janzen Tach hier röm zu scheinen. Dat is janz schön anstrengend und Enerjieverschwendung. Mich is uch langsam abba sicher heiß. Mensch, macht dat Licht us! Nix för onjot, dat Sonn scheint!“ Die Lampe ist eine alte Düsseldorferin und besteht auf ihre rheinische Mundart. Eine kleine Übersetzung für Nichtrheinländer: „Ai, Manno, ich habe keine Lust den ganzen Tag hier rum zu scheinen. Das ist ganz schön anstrengend und Energieverschwendung. Mir ist auch langsam aber sicher heiß. Mensch, macht das Licht aus. Nichts für ungut, die Sonne scheint!“

„Was willst du denn schon wieder? Hör auf zu meckern“, schrillt das schwarze Telefon. „Was soll ich denn sagen. Ständig muss ich brüllen, damit mich die dunkelhaarige Kleine hier bedient, weil sie mal wieder im Schreibfieber ist. Dabei sehne ich mich doch nach Erlösung durch ihre Berührung. Ich liebe es, wenn die beiden Süßen hier meinen Hörer in die Hand nehmen und ihre schönen Stimmen hinein hauchen. Nur, was da vom anderen Ende häufig entgegen kommt, das gefällt mir nicht immer. Manche murmeln so‘ n doofes Zeugs auf bayrisch oder so durch mich durch. Da kriegt man ne Krise bei. Englisch ist noch schlimmer. Ich lach mich aber dann immer über mein Blondchen schlapp, wie sie sich abquält. Na ja, so ein Telefonleben ist viel anstrengender, als das von einer Lampe.“

„Boah, geht‘ s noch, ich will schlafen. Muss das ausnutzen, wenn mal keiner seine Sauklaue in mich hinein kritzelt,“ stöhnt die Besuchermappe. Das vergilbte Telefon ist inzwischen auch wach geworden. Es ist ziemlich unbeliebt bei den anderen, weil es am wenigsten zu tun hat und meistens pennt. Es räkelt sich ein bisschen und versucht doch ein paar Worte an die anderen Gegenstände zu richten: „Okay, okay, ich weiß, dass ihr ja alle ganz schön neidisch auf mein ruhiges Dasein seid. Aber habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, wer durch mich des Öfteren spricht? Von den ganzen falsch Verbundenen mal ganz abgesehen. Na, ihr kennt ihn alle und besonders unsere geliebten Schnuckelchen hier. Mehr muss ich euch dazu wohl nicht berichten. Allein schon der Gedanke an die Stimme, die ich transportieren muss, erfüllt mich mit einem leichten Ekelgefühl. Würgli und Kötzerli, sag ich da nur.“ „Komm, du Schwuli, du stehst doch auf den“, frotzelt das graue Telefon mit lauter Stimme, weil es am anderen Ende steht und sich ein Spaß daraus macht, seinen vergilbten Kollegen zu ärgern. Der lässt sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und schweigt lieber.

„Müsst ihr denn immer nur jammern?“ fragt die Maus vorwurfsvoll, „ich kann mich nicht beklagen, denn ich werde am meisten gebraucht und habe keine Langeweile. Und die warmen Berührungen der netten Damen hier finde ich sehr angenehm. Ich beziehe so viel positive Energie daraus. Ich liebe meinen Job!“ Die Maus gerät richtig ins Schwärmen und schnurrt vor sich hin. Dabei schielt sie etwas eifersüchtig auf die Tastatur, die gerade ständig berührt wird. Viel mehr als sie selbst. Und das passt der Maus ja gar nicht. Die Tastatur ist eher genervt, weil sie von der Hämmerei Migräne bekommt. Sie will sich endlich mal ausruhen können. Deshalb kann sie die Dunkelhaarige, die sich stets auf ihr auslässt, gar nicht leiden. Es grault ihr schon, wenn diese Dame Dienst hat. Der Drucker hingegen freut sich, wie ein kleiner Bagger, weil er dann immer so schöne Texte drucken darf. Er ist ein ganz gemütlicher Gegenstand, der sich mit nichts aus der Ruhe bringen lässt. Manchmal ärgert er die zwei Süßen ein wenig, indem er das Papier nicht durchlassen will. Aber das ist nur einer seiner harmlosen Streiche, besonders für die kleinere von den beiden, Gabi heißt sie, weil sie anfangs immer gleich die Panik bekam. Jetzt, wo sie den Fehler ohne Herrn Bitman erkennt und beheben kann, macht dem Drucker es nicht mehr so viel Spaß zu streiken.

„Ist das gemütlich hier!“ ruft plötzlich eine volle warme Stimme durch den Empfangsraum in die Stille. Sie kommt von der großen Theke, der Chefin aller Gegenstände. Sie fühlt sich für alle verantwortlich, weil alles auf ihr ruht oder lastet. Und sie muss repräsentieren, strahlen und blitzsauber sein. Jetzt zur Weihnachtszeit, kann sie sich ein bisschen vom ständigen Licht, das normalerweise aus ihr raus scheint, erholen. Es wird ausgeschaltet, damit der Weihnachtsbaum besser zur Geltung kommt. „Aua, das tut weh!“ schreit das vergilbte Telefon, weil Gabi gerade etwas entnervt den Hörer aufgelegt hat. Es war der mindestens fünfte Anruf von jemandem, der sich verwählt hat, innerhalb von fünf Minuten. Das Telefon fühlt sich ungerecht behandelt, denn schließlich kann es nichts für die ständigen Fehlschaltungen. „Du bist echt nicht zu beneiden“, wispert die kleine Zettelbox zu ihm rüber, obwohl sie sich täglich schwächer fühlt. Sie hat Angst, im Müll zu landen, weil sie schon so abgegriffen aussieht, und die Zettel in ihr immer weniger werden. Außerdem hat sie sich gerade mit dem kleinen Magnetnikolaus angefreundet, der über ihr die weiße Fläche farbenfroh und lustig dekoriert. Nun befürchtet die Zettelbox, dass der Abschied von dem kleinen Nikolaus vorprogrammiert ist, weil der nur bis Weihnachten bei ihr sein kann. Der kleine rote Weihnachtsmann tröstet sie liebevoll, indem er ihr erzählt, wie schön und dekorativ sie wohl nach dem Recycling aussehen würde. Die Zettelbox hat nur die Befürchtung, dass sie zu einem anderen Gegenstand verarbeitet wird, der dann nutzlos herumstehen könnte. Aber noch ist sie bei ihrem geliebten Nikolaus, und sie versucht im Hier und Jetzt glücklich zu sein, indem sie nicht an die Zukunft denkt.

Plötzlich zischt es in die Stille: „Bah, ich ekle mich ja so! Diese fiesen, fettigen Finger von dem Fahrer. Grrrr, die waren total dreckig.“ Bleib mir bloß von der Mine!“ kreischt der andere Kuli. „Stell dich nicht so an. Was rollst du mir auch ständig auf die Plastikpelle, da kann ich doch nichts für“, schimpft der verdreckte Kuli zurück. „Mensch Kinder, müsst ihr hier so einen Aufstand proben? Das geht mir auf die Nerven. Konzentriert euch lieber auf eure Aufgabe, ordentlich die Listen zu führen und in mich hinein zu schreiben“, mahnt das Notizbuch die beiden Streitkulis. Da meldet sich die Schreibunterlage zu Wort: „Ihr habt vielleicht Probleme. Was soll ich denn sagen? Vor Monaten wurde ich liebevoll bemalt und beschrieben mit Mandalas, Smileys, Gedichten und Witzen. Und seit August steht hier gar nichts mehr. Ich werde einfach ignoriert. Das schlimmste an der Sache ist, dass ich dann auch noch ab und zu abgerissen werde und einfach ein Teil von mir im Papierkorb landet. Was soll das? Die Tussen am Empfang haben wohl ’nen Knall!“ Die Schreibunterlage ist richtig sauer.

„Schluss mit dem ewigen Gejammer! Es reicht jetzt! Wir wollen unsere Ruhe haben!“ rufen die Telefonlisten stolz, dass sie endlich mal einer Meinung sind. „Geht das bei Euch immer so ab?“ Die Sprudelflasche ist sichtlich erstaunt über das Wortgefecht um sie herum. Sie kennt nur die Ruhe im Eisschrank und steht ja nur viereinhalb Stunden inmitten dieser Chaoten, die sich ständig zu streiten scheinen.

„Hey“, meint der Wochenplan, „ich hänge hier auch nur eine Woche, aber ich find‘ s ganz lustig hier. Kommt wenigstens keine Langeweile auf. Na, hallo, wen haben wir denn da? Hübsch, hübsch … “ Dabei blinzelt der Plan zu seiner rechten Seite, an der sich drei bunte Postkarten breit gemacht haben. Eine Blondine auf rotem Untergrund und zwei Sprüchekarten. Ja, diese Nachbarschaft gefällt dem Wochenplan, der es gerade bereut, dass er am Montag schon wieder ausgewechselt wird. Na dann aber ran an die Buletten … Er träumt schon vom Wochenende, wo er ungestört flirten kann, weil dann niemand vor ihm sitzt und auf den Tasten herumhaut. Der Telefonhörer vor ihm grinst schon, weil er die Gedanken des verwegenen Gesellen über ihm schon kennt.

„Geht das auch mal ein bisschen sanfter?“ schreit der Türdrücker. „Ich bin auch nur ein armer Knopf, der mal liebevoll gedrückt werden möchte. Schließlich schütze ich euch alle vor unerwünschten Eindringlingen. Aber das ist eine richtig undankbare Aufgabe, weil ich immer nur genervt behandelt werde. Im Gegensatz zur Tastatur. Ich beobachte schon die ganze Zeit Gabi, wie sehr ihr das Schreiben Freude macht. Die Tastatur weiß gar nicht wie gut es ihr geht, dabei jammert sie ständig über Tastenkopfschmerzen. Ich habe Knopfschmerzen, die sind viel schlimmer!“ Der Türdrücker kann sich gar nicht mehr beruhigen.

„Jetzt hör aber auf“, motzt der Klingelknopf für die Firma Williwichtig, „gerade kommen Pakete an. Und wer drückt unsensibel auf mir rum? Gabi, weil sie beim Schreiben unterbrochen wird. Dabei freue ich mich immer, wenn die Schublade aufgeht und ich endlich zum Einsatz kommen darf. Die Besucherzettel neben mir sind so humorlos und bürokratisch. Das Gefasel über Unterschriften und Sicherheiten lässt mich nur noch gähnen. Dunkel ist es ja ohnehin schon. Da kann ich ja nur noch an‘ s Schlafen denken.“ „Ein bisschen mehr Respekt bitte“, fordern die Besucherzettel. Besonders die Scheine der Firma Arroganza sind hörbar gekränkt: „Wisst ihr eigentlich, mit wem ihr es zu tun habt? Auf uns trägt sich nicht irgend so ein Prollofahrer ein. Auf uns verewigen sich nur gebildete Leute.“ „Äi, ein bissken nett hier, sonst krischt ihr mal wat up dat Papier“, drohen die Williwichtigscheine. „Wat bildet ihr euch eijentlich ein? Am Ende landet ihr jenau so im Reißwolf wie wir. Also haltet mal janz schön dat Papier flach!“ Doch eh der Streit noch weitergeht, ist die Schublade auch schon wieder zu und die anderen draußen haben ihre Ruh.

„Vorsicht, ich bin kitzelig“, kichert gerade das Mousepad, als Gabi es berührte. „Soll ich ein wenig nachhelfen?“ neckt die Maus ihre Freundin und lässt sich von Gabi ein bisschen hin und her bewegen. „Hi, hi, hi, … aufhören, lass das, hi, hi, … !“ Das Pad giggelt wie verrückt. Es kokettiert nur, weil es in Wirklichkeit gar nicht will, dass die Maus aufhört es zu kitzeln. Die Maus kennt das Spielchen schon und fährt munter fort. Auch die beiden alten verschmutzten Magnete sind gut drauf, weil sie sich gerade mit ihrem Neuzugang anfreunden. Zuerst dachten sie ja, die drei bunten, blitzsauberen Neulinge seien arrogant. Sie wurden erst mal skeptisch beäugt. Aber die drei Gesellen riefen ihren Kollegen bald, nachdem sie am Blech klebten, munter einen Gruß zu und stellten sich als Rotli, Grünli und Gelbli vor. So war das Eis schnell gebrochen.

Na, was hören denn alle plötzlich? Eine Melodie, die sich recht fröhlich anhört. „Mögen alle Wesen dieser Welten glücklich sein, glücklich sein, glücklich sein … “ klingt es von der Magnetwand. Es sind die bunten Namensherzchen, die gemeinsam mit der Regenbogenpostkarte ein Mantra singen. Sogar die sonst so nüchternen Informations- und Anweisungszettel stimmen mit ein. Der Tischkalender rutscht im Takt hin und her und schubst im Eifer des Rhythmus beinahe Gabi‘ s Brillenetui runter. Auch der Notizblock pfeift etwas schräg mit. Er ist nicht gerade musikalisch, aber die Hauptsache ist doch, dass es allen Spaß macht.

„So und jetzt bitte „Oh Tannenbaum“!“ ruft der große blau und silbern geschmückte Baum vor der Theke in die singende Runde. Und alle einschließlich der Möbel, Pflanzen, Kübel, Bilder und was sich noch alles im Empfangsraum befindet, stimmen mit in das Weihnachtslied ein. Die Pflanzen trällern den Sopran, die Pflanzenkübel singen die zweite Stimme, die dicken Sessel dröhnen den Bass, Bariton erschallt aus den Bildern an den Wänden. Die Tische summen etwas unbeholfen mit, weil sie ihre Tonlage noch nicht herausgefunden haben, die Sonnensegel schlagen den Rhythmus, die Türen klappern mit, das Prospektregal hält sich leise summend und schüchtern zurück, während die Prospekte melodisch mit flöten. Die Merci-Schokolade, die Gabi gerade geschenkt bekam, schmilzt vor Rührung nur so dahin und die Kohlensäure im Wasserglas blubbert neben der Schokolade den Takt. Nur die Heizungen, der Schlüsselkasten, die graue Trennwand, der Stuhl, die Schubladenrollwagen, der Rechner, der Monitor und der Mülleimer wollen nicht mit musizieren, weil sie das alles kindisch finden. Doch als sie dann plötzlich „Oh du fröhliche“ hören, wird auch ihnen ganz warm um‘ s Herz. Aller Neid und Streit sind vergessen. So singt nun alles glücklich und in Harmonie vereint gemeinsam im Chor das Weihnachtslied. „Und wir sind auch noch da!“ rufen das Adventsgesteck und die schmückende Kette auf der Theke. Ja, beinahe wären sie vergessen worden, dabei haben sie glockenhelle Stimmen …

Und, wenn sie nicht gestorben sind,

dann singen und lachen sie noch heute … 😉

Text: © Sabina Boddem

Diese Geschichte schrieb ich vor vielen Jahren, als ich mal als Empfangssekretärin jobbte. Die Gegenstände gab es wirklich am Platz, an dem ich arbeitete. Die Firmen und Namen der Personen habe ich natürlich geändert. Wenn mal nichts zu tun war, dann ging eben meine Fantasie mit mir durch, wie Ihr hier bemerken könnt.

😀 😀 😀

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Die kleine Waldhexe, EIGEN-ART-GESCHICHTEN

Geschichte und Spiel zur kreativen Bewegungsförderung für Kinder ab 3 Jahren

Folgende Geschichte dachte ich mir zur Einführung eines Bewegungsspiels aus. Darüberhinaus dient sie zur Förderung der Fantasie und Kreativität. Hexenhut und Zauberstab werden mit den Kindern gebastelt …

 

Die kleine Waldhexe

 

Hinter neunundneunzig Wiesenhügeln in einem großen Wald lebt eine kleine Waldhexe mit ihren Freundinnen und Freunden, den Wurzelzwergenkindern. Die kleine Waldhexe ist noch ziemlich jung, erst dreihundertfünfzig Jahre alt. Und sie ist sehr verspielt, weil sie immerzu neue Streiche ausheckt.

Zu ihren Lieblingsstreichen gehört das Verzaubern der Wurzelzwergenkinder. Dafür hat sich die kleine Waldhexe etwas besonders Witziges ausgedacht. Sie verwandelt die Zwergenkinder in unbewegliche Zwerge aus Stein und lässt dann nacheinander alles an ihnen wieder aufwachen:

Zum Beispiel den Kopf, den rechten Arm, den linken Arm, das rechte und das linke Auge, ja sogar die Nase und alles, was ein Wurzelzwergenkind sonst noch so bewegen kann.

Das macht den Zwergen einen riesengroßen Spaß, und ist nach einem langen Winterschlaf kurz vor dem Frühling ganz besonders wohltuend und kraftspendend für die kleinen, müden Zwergenknochen. Deshalb lassen die Kinder sich es gerne gefallen, wenn das Waldhexchen an ihnen ihre Zaubersprüche ausprobiert und damit das Hexen üben kann. Sie setzt dann ganz stolz ihren Zauberhut auf und nimmt ihren Zauberstab zur Hand. Beides hat sie liebevoll und sorgsam aus den Schätzen des Waldes angefertigt.

Wenn ihr wissen möchtet, wie die Zauberformeln lauten können, so hört gut zu:

Hexenzauber, Kräuterwein – Zwergenkinder werdet Stein! Hexenzauber, Wasserlauf –  Zwergenaugen wachet auf! Hexenzauber, Wasserlauf linke Arme wachet auf! …

So geht das immerfort bis alles in Bewegung ist. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie lustig das aussieht und was das einen Spaß macht. Nicht nur die kleine Waldhexe freut sich, wenn sie das Hexen üben und die Waldzwergenkinder auf Trab halten kann. Auch die Zwerge haben Freude – vorausgesetzt die kleine Hexe wird nicht zu übermütig, denn dann denkt sie sich immer weitere Zauberformlen aus und übt und übt …

Sie lässt manchmal sogar noch Musik dazu spielen. Und dann geht es erst richtig los. Da sie jedoch eine gutmütige Waldhexe ist, merkt sie aber rechtzeitig, wenn die Zwergenkinder müde sind, oder auch mal die kleine Waldhexe spielen möchten. Dann spricht sie weise ihren letzten Zauberspruch:

Hexenzauber, la, le, lu – Zwergenkinder geh‘ n zur Ruh!

Dann setzen sich alle Kinder in den Kreis und ruhen sich aus. Es bleibt aber meistens nicht lange bei dieser Ruhe, denn die Wurzelzwergenkinder möchten so gerne das Hexen lernen. Und die kleine Waldhexe möchte so sehr auch mal lustig mit den Armen, Beinen und allem anderen wackeln. Also tauscht sie ihre Rolle, und eines der Kinder darf die kleine Hexe spielen.

Nun beginnt der Tanz auf‘ s Neue. Und alle freuen sich wieder auf die lustige Runde.

Ja, und jetzt seid ihr dran!

Viel Spaß wünscht euch dabei – die kleine Waldhexe!

 

Text: © Sabina Boddem

 

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EIGEN-ART-FANTASIEREISEN, Traum-raum

Traum-raum, wo Wünsche wahr werden

Fantasiereise: 

(Überall dort, wo die Pünktchen stehen, einige Minuten während des Vorlesens Zeit geben, damit sich der Fantasiereisende etwas vorstellen kann.)

Stell dir vor du sitzt auf einer weichen, kuscheligen Wolke. Sie ist ganz leicht, doch du weißt, dass sie dich sicher trägt…  Deine Wolke kuschelt dich ein, sie schützt und hält dich…

Mach es dir auf dieser Wolke so bequem wie möglich – weil sie dich auf eine kleine Reise begleiten wird  …  Allmählich bemerkst du, wie die Wolke sanft abhebt und zum Fenster hinaus schwebt … Du spürst einen angenehmen Wind, der dein Gesicht streichelt und du fühlst eine grenzenlose Leichtigkeit … Gerade, als du dich fragst, was das wohl zu bedeuten hat, siehst du vor dir einen goldenen Schriftzug, der sich wie ein Regenbogen über den Himmel erstreckt…

„Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“,

verheißen diese wundervollen Buchstaben … Ehe du dich versiehst, öffnet sich unter dem goldenen Bogen ein märchenhaftes, großes schlossartiges Tor… Leise klingen feenhafte Töne an dein Ohr und vor dir erscheinen viele zauberhafte Türen, die alle einen Namen haben… Es sind die Türen zu deinem ganz persönlichen Wunschtraum… Es gibt diesen Traum und du weißt, dass er gut ist für dich… Du öffnest deine Lieblingstür…  Dein Traum wird nun ganz deutlich sichtbar… Nimm dir Zeit und diesen Raum und gestatte dir, deinen Traum vor deinen Augen lebendig werden zu lassen… Alles ist lebbar und gut, so wie du es siehst und fühlst. Alles darf sein…

Nun wird es Zeit für den Rückflug. Nimm alles, was du erlebt hast in dein Herz auf mit in dem sicheren Bewusstsein, dass dein Traum nicht verloren geht… Du kletterst auf deine Wolke und bereitest dich auf die Reise vor… Nun öffnet sich deine Traumtüre, sanft schwebst du durch das große Tor in Richtung des Ortes, in dem du dich gerade befindest… Vor dir steht in großen regenbogenfarbenen Buchstaben:

„Herzlich Willkommen in deinem eigenen Reich, dem Mutmachraum zur Traumgestaltung“

……..

Dein Traum freut sich, von dir sichtbar gemacht zu werden…“ Und schwups landest du sachte auf deinem Platz… räkelst und streckst dich… gähnst vielleicht mal ganz laut…  Nun öffne deine Augen…

 Text: © Sabina Boddem

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EIGEN-ART-FANTASIEREISEN, Im Land der Collagen, Sonstiges

Im Land der Collagen

Diese Fantasiereise dient zur Kreativitätsförderung und Motivation als Einstieg zum kreativen Ausdruck … Sie ist für Kinder und Erwachsene geeignet.

Alle sitzen im Kreis (Hocker oder Kissen nach Wahl), nehmen eine entspannte Sitzhaltung ein (Hocker – Füße nebeneinander auf dem Boden / Kissen – Schneidersitz), Hände locker auf  dem Schoß oder Arme hängen lassen …. (natürlich kann das auch liegend durchgeführt werden!)

 

Entspann´ dich. Schließe die Augen, wenn du möchtest und atme bewusst ganz tief ein und aus … Spüre, wie dein Bauch sich beim Einatmen hebt und beim Ausatmen wieder senkt …  Atme weiter so, wie es dir gut tut ein und aus … Lass deinen Atem durch dich hindurch fließen, kommen und gehen, so wie deine Gedanken ….

Stell Dir vor, du gehst hier zur Haustüre hinaus. Da kommt eine kunterbuntes Auto angefahren. Du denkst, was ist das denn für ein ulkiges Teil, das sieht ja lustig aus, mit dem möchte ich auch mal fahren ….. Kaum hast du diesen Gedanken zugelassen, da fängt das Auto an zu sprechen. „Steig ein“, sagt es. „Ich fahr´ dich zum Land der Collagen“. Ehe du überhaupt verstehen kannst, ob das ein Traum oder Wirklichkeit ist, sitzt du schon in diesem wundersamen Fahrzeug, das ganz von selbst fährt. Du fühlst dich gar nicht beängstigt, weil es so urgemütlich und behaglich ist in diesem Fahrzeug. Du spürst eine angenehme Atmosphäre und eine ruhige Sicherheit …………  Als du aus dem Fenster schaust und erwartest, Häuser zu sehen, weißt du dass du angenehm träumst. Es ist ein lustiger Traum, denn du fährst geradewegs hinein in deine Lieblingsfarben ………. Vor dir und rechts und links, überall tanzen plötzlich Papierschnipsel herum. Sie fügen sich immer wieder zu neuen Bildern zusammen. Weil du dir das genauer betrachten möchtest, hält das Auto an, und du steigst aus. So etwas märchenhaft schönes hast du noch nie vor deinen Augen gesehen. Diese Farben und Formen ………  Manche Formen haben vielleicht nicht nur interessante Umrisse, sondern laden dich auch zum Tasten und befühlen ein ……. Vielleicht tauchen auch Bilder, Fotos oder Schriften auf, die dir etwas mitteilen ………..  Du bist ganz fasziniert von diesem wunderbaren Mosaik, das sich vor deinen Augen ständig verändert. Du prägst dir alles gut ein, denn du möchtest diesen Eindruck so gerne mitteilen. Nimm dir die Zeit ……………………….  Allmählich beobachtest du, wie sich das Bild vor dir beruhigt. Egal, ob es dunkel oder hell, leuchtend oder zart ist, uni oder bunt. Es sind deine Puzzleteile, die sich zusammen gefügt haben, um dir ein Geschenk zu bescheren. Vor dir siehst du deine Collage ……………………   Irgendwann, hörst du ein leises Hupen. Es ist das bunte Auto, das dir sagen möchte. „Schau dir dein Bild noch einmal an, nimm es mit in deinem Herzen und steig ein“ ………… Das Auto fährt mit dir los …..  Du erkennst den Raum, in dem Du liegst, und da lacht dir auch schon Deine dir vertraute Umgebung entgegen  ….  Nanu, habe ich geträumt? Du bewegst dich ein bisschen hin und her …. reckst und streckst dich …. reibst dir die Augen und kommst allmählich wieder hier in den Raum zurück …….

Text: © Sabina Boddem

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Der tanzende Bleistift, EIGEN-ART-FANTASIEREISEN

Der tanzende Bleistift

Als motivierende Einführung einer kunstpädagogischen Aufgabe „Zeichnen mit einem weichen Bleistift nach Musik“ fiel mir diese Geschichte ein:

Es war einmal ein Bleistift, der lag in einem Federmäppchen und war ganz traurig. „Keiner mag mich“, dachte er. „Die Kinder greifen immer nur nach bunten Stiften, die so schöne lustige Farben auf ein Blatt malen. Und ich bin so hässlich und langweilig. Was können die Kinder auch an mir schon interessant finden außer, dass sie mit mir Rechenaufgaben in Hefte oder Bücher schreiben. Nichts als Zahlen oder Buchstaben, bei denen die Kids doch nur stöhnen, bringe ich zustande. Und dann werde ich zu guter letzt auch noch ausradiert, weil ich doch nur Fehler mache. Tja, und das schlimmste ist, dass ich dabei auch noch immer kürzer werde.“

Der Bleistift weinte, und das tat er so lange, bis er schließlich in dem dunklen Federmäppchen vor Erschöpfung einschlief:

Und stellt euch vor, was dann passierte! …

Von irgendwo her erklang eine leise Musik. Sie war ganz sanft und langsam. Der Bleistift wurde wach, und als er aus dem Mäppchen lugte, lag ein weißes Blatt vor ihm. Auf dem stand in großen Buchstaben geschrieben: „TANZE BLEISTIFT UND ZEIG, WAS DU KANNST! ZEIG, WIE SCHÖN DU BIST, DENN NIEMAND KANN SO ZEICHNEN WIE DU!“

Kaum hatte der Bleistift die Schrift gelesen, da war sie verschwunden. Vor ihm lag ein weißes Blatt. Der Bleistift wusste nicht, ob er wach war oder träumte. Doch die wunderschöne Musik ließ ihn schnell alles um ihn herum vergessen, und er wiegte sich in ihrem Rhythmus hin und her, nach rechts, nach links, vor und zurück.

Und, stellt euch vor, auf dem weißen Blatt entstanden sanfte, zarte und helle Linien, Striche und Wellen.

Die Musik wurde schneller, lauter, fröhlicher … Der Bleistift wirbelte jetzt über die weiße Fläche und drückte sich vor Freude mit seiner Spitze immer fester auf das Blatt. Wilde Kreise, kleine und große, dunkle Wellenlinien und schließlich gar spitze Zacken tauchten auf. Das Blatt füllte sich mit vielen, vielen unterschiedlichen Linien und Formen: Helle, dunkle, lange, runde, eckige, gezackte und gerade … Das sah nach allem anderen, als langweilig aus!

Der Bleistift war ganz außer Atem und kam gar nicht mehr mit, als die Musik wieder sanfter wurde … immer ruhiger …

Der Bleistift hatte keine Kraft mehr. Er schwebte hin und her … ganz langsam wiegte er sich und zauberte dabei wieder helle Linien, die er kreuz und quer über das Blatt zog. Schließlich legte er sich müde hin und brachte nur noch weiche Balken zustande, weil er sich faul mit der gesamten Länge seiner Spitze über die Fläche rollte bis die Musik verschwunden war …

Der Bleistift stutzte. Na nu, was war denn das? Um ihn herum standen die Buntstifte und klatschten Beifall:

„Bravo!“ riefen sie. „Bravo! Niemand zeichnet so schöne helle und dunkle Linien, Kreise, Zacken und viele andere Formen, wie du. Du brauchst gar keine Farbe. Du wirkst durch deine Linienvielfalt viel besser. Außerdem, Grau ist auch eine Farbe und sogar die Summe aller bunten Farben zusammen. Und du kannst sogar mit deiner Spitze ganz viele Graus zaubern, ja sogar fast ein Schwarz.“

Als der Bleistift das hörte, hüpfte er vor Freude auf dem Blatt hin und her und hinterließ zu allem anderen auch noch dicke und dünne Pünktchen. Aber dann war er wirklich müde, legte sich glücklich neben den dicken Füller, kuschelte sich an den großen, weichen Radiergummi, vor dem er nun gar keine Angst mehr hatte und träumte von Kindern, die einmal mit ihm gemeinsam tanzen möchten …..

Text: © Sabina Boddem

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EIGEN-ART-GEMÄLDE, Expressionen

Expressionen

Gefühlsbilder

aus dem Jahre 1999:

mit Ölkreiden einfach drauf los gemalt,

ohne zu überlegen, was es werden sollte,

befreite und machte einfach „nur“ Spaß

 

 

 

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