ALLERLEI ZUR FARBE, Farbberatung, Stilberatung - Tipps und Trends, Farbtyp Herbst, Portraitfotos

Ich räume mit Vorurteilen auf, die den Herbsttyp betreffen!

Ihr Lieben,

ich möchte nochmal ein paar Vorurteile bezüglich des Herbsttyps ansprechen und diese widerlegen. Nicht nur ich selbst bin ein Herbsttyp und weiß wovon ich spreche, sondern ich berate seit 1994 Menschen und bin deshalb schon sehr vielen begegnet, die sich oft nach einer Farbberatung sehr heftig gegen den Druck ihres sozialen Umfelds verteidigen mussten.

  • Ein Herbsttyp trägt nicht nur Beige, Braun und Naturgrün! Er kann sehr bunt sein, weil seine Farben zum Teil auch leuchtend sind und weil er, wie jeder andere Farbtyp auch, mit Fremdfarben kombinieren kann!
  • Da es innerhalb aller Farbtypen sehr unterschiedliche Erscheinungsformen gibt, hat auch der Herbsttyp nicht zwangsläufig Sommersprossen, rote Haare oder nicht gut bräunende Haut. Er kann mitunter auch sehr schnell und gut bräunen. Ich bin solch ein Herbsttyp und das seht Ihr unten in der Collage an dem neuen Bild von heute, wo ich an der Tür stehe. Und weil die Farbtypen so unterschiedlich aussehen, hat jeder Farbtyp, auch der Herbsttyp, unterschiedliche Favoritenfarben innerhalb seines Farbpasses und Farbkombinationen, die ihm persönlich am besten stehen. Ist doch logisch, dass ein Mensch mit Porzellanhaut und roten Haaren wieder anders wirkt als ein Herbsttyp, der gut bräunt und dunkle Haare hat. Oder einer mit petrolfarbenen Augen wieder anders aussieht, als einer mit braunen, ein Dunkelhaariger sich von jemandem mit honigfarbenem Haar unterscheidet. Dem einen stehen Kontraste, der andere ist eher weicher in seinem Erscheinungsbild. Hier seht Ihr Fotos von völlig unterschiedlichen Herbsttypen!
  • Ein Herbsttyp wirkt nicht wie ein Öko oder bevorzugt nicht nur solch einen Stil. Welch ein Stil jemand gerne trägt, hängt von der Persönlichkeit eines Menschen ab und nicht von seiner Haut-, Haar und Augenpigmentierung. Ich habe zwar im Laufe der Jahrzehnte, die ich schon berate, inzwischen festgestellt, dass Herbsttypen schon einen starken Bezug zur Natürlichkeit haben und diesen auch gerne mit alternativen Kleidungsstücken ausdrücken, wie ich das auch gerne tue, aber das ist nicht zu pauschalisieren.
  • Ein Herbsttyp sieht in seinen Farben, gerade in Dunkelbraun, Dunkelgrün, Weinrot oder je nach Typ auch in dunklem Petrolblau oder Petrolgrün sehr elegant und fein aus. Ich fiel 2012 in meinem dunkelbraunen Etuikleid im Standesamt extrem positiv auf, weil das für die Fotografin und für diejenigen, die auf dem Amt arbeiteten, so außergewöhnlich war, weil sie nur die üblichen kalten Farben gewohnt waren. Schaut hier das Foto, auf dem aber das Braun nicht gut erkennbar ist. Schwarz würde jedoch im Vergleich anders aussehen!Im Juli 2012 nach meiner Hochzeit auf dem Standesamt in Düsseldorf Jedenfalls hat das mit alternativer „Öko-Optik“ wenig zu tun. Wer auf das Vorurteil hört, dass festliche Garderobe oder Kleidungsstücke im Business nur schwarz, weiß, grau oder dunkelblau sein müssen, bedient sich immer noch Klischees, die nicht stimmen! Ein Herbsttyp sollte letztere Farben meiden, denn das verkleidet ihn und lässt ihn nicht sehr edel aussehen, sondern streng oder blass, weil die kalten Farben einfach nicht zum Teint passen, auch wenn gerade die Rothaarigen meinen, dass Schwarz und kaltes Blau einen tollen Kontrast zu ihrer hellen Haut und zum Haar bilden. Sie wirken in Schwarz oder anderen kalten Farben einfach nicht so strahlend schön, wie in warmen dunklen oder hellen Farbe ihrer Palette.
  • So ist es auch ein völliger Blödsinn, dass rotes Haar nicht zu Orange passen soll. Da müsste sich die Natur im Wald aber sehr irren im Herbst und wir lieben dieses warme Zusammenspiel von Farben in dieser Jahreszeit alle doch so sehr. Ich kenne jedenfalls niemanden, der behauptet, dass das langweilig aussieht oder sich beißt, was da draußen in der Natur abgeht. Und die menschliche Natur darf sich nicht in seiner ganzen warmen Farbpracht zeigen und schön auffallen???
  • Wenn ich schon mal bei roten Haaren bin. Herbsttypen mit solch einer tollen, warmen Naturfarbe, bitte traut Euch endlich, Euch zu zeigen in Eurer ganzen Schönheit und versteckt Euch nicht immer hinter Grau, Altrosa, Blau und Schwarz und das nur weil Ihr wohl möglich blaue Augen habt. Die meisten Menschen mit roten Haaren sehe ich in unvorteilhaften Farben und ich habe bisher seit 1994 nur eine einzige rothaarige Herbstfrau in der Farbberatung beraten dürfen. Wo sind all die anderen? Raus aus Euren Schneckenhäusern! Es wird Zeit zum Strahlen und Leuchten! Einige Kundinnen mit rot-blondem Haar findet Ihr unter der Kategorie Portraits von Frühlingstypen oder Frühling-Herbst-Mischtypen!
  • Auch Herbsttypen dürfen zu ihren grauen Haaren stehen. Sie müssen nicht, sobald sie grau sind, kalte Farben tragen wie es klischeehaft oft behauptet wird! Erstens gibt es noch die Haut- und  Augenfarbe, die den Typ ausmacht und zweitens passt jede Naturhaarfarbe zum Typ, so wie sie gerade ist. Jeder Mensch ergraut auf seine individuelle Art und Weise unterschiedlich. Auch dafür gibt es keine Pauschalisierung.

In einer Gesellschaft, in der oft Schein und Sein mit viel Kopflastigkeit und Unnatürlichkeit mehr zählt als vieles andere und Harmonie, gerade in warmen Tönen, als langweilig abgestempelt wird, haben es die warmen Farbtypen schwerer als die kalten. Sie werden nicht gerne in ihren Farben gesehen. Die Farben werden in vieler Hinsicht nicht wertgeschätzt und in eine bestimmte Stilrichtung gedrängt. Zugegeben braucht nicht nur der Herbsttyp, sondern jeder Mensch das Selbstvertrauen und die Selbstannahme. Denn erst, wenn wir uns selbst wertschätzen und zeigen, so wie wir sind, können es auch andere tun. Was bedeutet, dass wir uns nicht nur weniger von Außen gegen uns gerichtet beeinflussen lassen, sondern das Umfeld uns auch in Ruhe lässt mit seinen Ratschlägen, wenn es spürt, dass es uns gleichgültig geworden ist, was andere sagen, denken, glauben oder an uns schön finden. Das gilt besonders für alle Frauen, die ergrauen!!! Wenn ich mich selbstbewusst und frei gerne so zeige wie es mir passt und mich nicht von anderen beeinflussen lasse, dann strahle ich das auch aus, bin schön und sicher mit und in dem, was ich zeigen möchte und werde eher dafür bewundert, eben für meinen Mut dazu. Ich falle aber auch auf und werde von Fremden sogar angesprochen.

Habe keine Angst mehr, aus der Masse zu treten und Dich sichtbar zu machen. Du darfst schön und vor allem natürlich und individuell sein, Dich mit dem schmücken, was zu Deiner Natur passt und Dich an‘ s Licht holt. Diejenigen, die das zu schätzen wissen, tun Dir gut und passen zu Dir! Aber gib auch den anderen die Zeit, sich an Deine „neuen“ Farben zu gewöhnen wie auch Du Geduld mit Dir selbst aufbringen darfst, um Dich entfalten zu können. Denn du wirst vielleicht bemerken, wenn du es zulassen kannst, dass die Farben nicht in den Kleidern stecken bleiben, sondern etwas mit dir machen.

In diesem Sinne wünsche ich jedem, nicht nur den Herbsttypen, ganz viel Mut und Geduld. Gerade denjenigen, die frisch aus einer Farbberatung kommen, müssen erst Mal einiges verdauen oder sich von anderen anhören lassen. Wenn wir es zulassen, dann werden wir nicht nur uns verändern, sondern auch unser Umfeld kann sich verändern. Wir werden zum Wegbereiter und Vorbild. Wenn jemand nach einer Farbberatung alles wieder vergessen möchte, was er gerade hier bei mir gesehen, erlebt und erkannt hat und lieber andere Farben tragen will, so ist das doch auch in Ordnung. Die Hauptsache, es geht DIR gut damit! Darauf kommt es an. Es ist DEINE IDENTITÄT und die darf auch nicht Deinem angeborenen Farbtyp entsprechen, wenn Du das nicht möchtest. Ich würde das niemals bewerten. Ich möchte hier einfach nur Mut machen durchzuhalten auch, wenn es erst Mal komisch für Dich ist. Du kannst dann immer noch eine andere Richtung gehen… Es ist ja Dein persönlicher Weg! 🌞

Herzlichst und farbenfroh  ðŸ˜˜

Eure Sabina Boddem, die BUNT ist, viele unterschiedliche Stilrichtungen trägt und das auch als Hersttyp

Meine Angebote und Konditionen findest Du auf meiner Webseite www.farben-reich.com.

4 Gedanken zu „Ich räume mit Vorurteilen auf, die den Herbsttyp betreffen!“

  1. Ehrlich gesagt war ich gerade sehr überrascht hier zu lesen dass sich Menschen dagegen wehren ein Herbsttyp zu sein.
    Ich wollte immer „Herbst“ sein ;-), musste mir aber irgendwann eingestehen dass ich wohl doch einfach ein Sommer bin. Was an den schönen, warmen Herbsttönen so schrecklich sein soll kann ich nicht nachvollziehen (aber da lebe ich wohl in einer anderen Filterblase als du?).

    1. Ich schreibe von dem, was ich erlebe. Und außerdem ist es so, dass unabhängig vom Herbsttyp, viele Menschen zunächst einmal das ablehnen, was sie von Natur aus sind… Das hat viele Ursachen über die ich in anderen Beiträgen schon berichtet habe.

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