KUNTERBUNTE THEMEN, Persönliches

Meine vielen unterschiedlichen Betrachtungsweisen und Empfindungen vor dem Spiegel

Ihr Lieben,

heute plaudere ich mal wieder aus dem „Nähkästchen“ und zwar darüber, wie ich als Farb- und Stilberaterin mit meinem Äußeren umgehe. Warum? Immer wieder sind meine Kundinnen erstaunt, aber erleichtert, dass ich, obwohl ich doch genau weiß, was mir steht und was nicht, auch so wie sie selbst, mal mehr und mal weniger verunsichert bin in Bezug auf meine Erscheinung. Ich kann also zuweilen auch sehr unzufrieden sein. Letzteres ist meiner Erfahrung nach „typisch Frau“ und ich bin nun mal eine völlig natürliche Frau, die eben folgendermaßen tickt.

Dabei gibt es drei Stufen, die nicht immer so extrem sind, denn es gibt auch Mischformen.

  1. Die ideale = Hochstimmung – kommt nicht täglich vor: Ich komme morgens in‘ s Bad, ein kurzer Blick in den Spiegel und ich bin begeistert! Meine Haare sehen fantastisch aus, meine Augen sind über Nacht größer geworden, die Schlupflider sind verschwunden. Ich habe im Traum ein Fitnessprogramm absolviert und mindestens zwei bis drei Kilo abgenommen. Kurzum, ich bin sehr zufrieden mit mir und finde mich ziemlich hübsch oder sogar sehr schön für mein Alter. Später vor dem Kleiderschrank fällt mir die Wahl ganz leicht, alles scheint mir wunderbar zu stehen. Ich brauche gar nicht lange nachzudenken, greife mit genauer Treffsicherheit nach meinen Kleidungsstücken oder experimentiere und probiere neue Kombinationen aus, wenn ich Lust und Zeit habe. Und alles passt! Ich gehe wieder in‘ s Bad, wo ich überlege, ob Wimperntusche und Kajal überhaupt nötig sind. Auch meine Augenbrauen kommen mir gar nicht mehr so hell vor. Ich freue mich, dass sich meine Haare mit einem Handgriff in Sekundenschnelle zu meiner Standardfrisur formen lassen oder zu neuen kreativen Varianten. Jepp, der Tag ist perfekt! ðŸ˜
  2. Die normale = alltägliche Stimmung – regelmäßig und manchmal mit einigen Schwankungen nach siehe oben oder siehe gleich unten: Das ein oder andere an mir könnte vielleicht besser aussehen, aber ich bin zufrieden und dankbar, so wie es ist und ziehe das an, was ich je nach Termin, Wetter oder… gerade am liebsten trage. Im Bad brauche ich eh nicht so lange, denn ich bin nicht der Schminktyp, der täglich Make-up, Lidschatten und Rouge benutzt, sondern nur Wimperntusche, Augenbrauenstift, Kajal und Lippenstift. Letzteres auch nicht ständig, sondern eher, wenn ich Kunden empfange oder sonstigen Termin habe. Meine Haare sehen mal mehr oder weniger kräftig aus, lassen sich aber letztendlich so stylen, dass ich mich okay fühle oder auch nicht. Ich nehme alles gelassen und hab mich lieb. 😘
  3. Die schreckliche = Weltuntergangsstimmung – immer mal wieder zwischendurch mit Tendenz zur normalen oder abgrundtief miesen Stufe, was sich aber innerhalb einer Stunde sehr schnell ändern kann und ich wieder stabil bin, also im üblichen „Normalmodus“: Der Blick in den Spiegel nach dem Trott in‘ s Bad erschüttert mich! Wie sehe ich denn heute aus???  Meine Augen sind Schlitze, besonders mein linkes, denn das Schlupflid ist in der Nacht um gefühlte Zentimeter gewachsen! Meine Augenbrauen sind fast gar nicht mehr zu sehen, da sie über Nacht noch grauer geworden sind oder ausgefallen. Ich habe Hängelefzen wie ein Hush Puppy und mein Kinn möchte gar nicht mehr aufhören zu wachsen. Es wird buchstäblich vor dem Spiegel nach unten länger! Von den vermehrten Altersflecken im Gesicht mal abgesehen! Und dann die Haare!!! Ich muss das jetzt hier nicht beschreiben oder? Ich überlasse das mal Eurem Kopfkino… Ich sage nur: Schlapp, glanzlos, splissig und viel zu fein! Irgendwer scheint mir über Nacht einige Haare rausgezogen und an Stellen im Gesicht, wo sie nun mal gar nicht hingehören, wieder eingepflanzt zu haben! So und nun zu meiner Figur! Speckrollen um die Hüften?? Nein, es sind gefühlte Speckwalzen, die perfekt zu meinem „Teigmantelgesicht“ passen. Ich bin schockiert, auch nachdem ich zig Sachen anprobiert habe, in denen ich mich fühle wie eine Presswurst auf jugendlich getrimmt mit einem uralten Kopf, der oben aus dem Ausschnitt rauskommt und ich sehe, dass mir gar nichts mehr steht. Ein Albtraum, sage ich Euch! 😱 So wie vor Aschermittwoch, als ich beschloss dieses Jahr die Fastenzeit durchzuhalten.

Wir haben nur noch zwei Wochen bis Ostern und ich fühle mich in den letzten Tagen schon eher in einem stabilen Wohlfühlzustand zwischen Stufe eins und zwei, der in der Sommerzeit eher üblich ist, weil ich mich einfach insgesamt besser fühle, wenn die Sonne scheint, ich braun geworden bin und das Leben sich für mich leichter anfühlt. Es ist doch ein Hochgenuss, wenn ich nur drei Kleidungsstücke tragen muss und entweder barfuß oder mit Flipflops rumlaufe und das morgens in aller Frühe, weil es schon schön warm ist! Vorausgesetzt natürlich, dass ich mich auch gesundheitlich gut fühle, denn wenn ich da an 2016 und 2017 denke, als meine Wirbel und Deckplatten ständig gebrochen waren und ich mich uralt fühlte… Aber auch in diesen schweren Zeiten sah mich meine Umwelt positiver, als ich mich selbst. Ihr wisst, wie subjektiv die eigene Betrachtungsweise sein kann. Gerade wir Frauen gehen oft viel zu kritisch mit uns um!

Beispiel: Bei der Weltuntergangsstimmung steht mein Mann schmunzelnd und/ oder kopfschüttelnd neben mir, findet mich bildschön und macht mich darauf aufmerksam, dass ich am Tag zuvor noch bei Stufe 1 war und ich mich da auch schön fand. ER kann natürlich keinen Unterschied feststellen. Ihr merkt also wie irrational die eigene Sichtweise sein kann. Er selbst macht sich viel weniger Gedanken um sein Äußeres. Er steht morgens mit seinen ebenso erkennbaren Alterserscheinungen völlig ausgeglichen vor dem Spiegel und ist bei seiner Morgentoilette mit seinen Gedanken meist bei seiner Arbeit, die ihm bevorsteht. 🤪

Also, Ihr Lieben, ich weiß zwar, was mir steht und kann objektiv betrachtet immer treffsicher in den Kleiderschrank greifen, was ein Vorteil ist, wenn du weißt, was dir steht. Aber, ob ich das subjektiv auch so empfinde und sehe, hängt bei mir von der Tagesform ab. Manches Mal habe ich sogar überhaupt keine Lust, gut auszusehen, dann ist es mir gleichgültig und ich möchte an dem Tag auch gar kein Vorbild sein, was ich jedoch sein muss, wenn ein Kundentermin ansteht… Ich bin also auch „nur“ eine Frau, die mal mehr und mal weniger zufrieden ist mit sich selbst. Aber, ich bin sehr dankbar, dass ich so bin wie ich bin. Ich finde, dass ich ein gutes Selbstwertgefühl besitze und auch gesundes Selbstbewusstsein. Alles ist möglich und ich darf mich so lieb haben wie ich bin, auch wenn ich mich mal wie eine „Sausocke“ fühle oder benehme. Ich muss nicht perfekt sein, sondern bin lieber natürlich! Die Natur ist nie perfekt, sondern vollkommen, und das ist gut so! Und dazu gehören Licht- und Schattenseiten, aber auch, dass ich einfach mal laut über mich selbst lachen kann und nicht alles so bierernst nehme. 🥳

In diesem Sinne, gehe liebevoll mit DIR um!

Und, wenn DU es gar nicht mehr aushältst, dann komm zu mir. In meinem Farbenreich hast du viele Möglichkeiten zu erkennen, zu sehen und zu erleben, dass auch du schön und in Ordnung bist, so wie DU BIST und wie du das betonen und vorteilhaft sichtbar machen kannst. Ich verspreche dir keine immerwährenden Glückseligkeiten, denn die Unsicherheiten können auch nach der Farbberatung noch entstehen, gerade dann, wenn die Wahrnehmung für die eigene Schönheit noch nicht geschult ist und es noch der Entwöhnung alter Sichtweisen bedarf. Alles ist Übungssache! Wie Ihr seht, bin auch ich nicht immer nur zufrieden mit mir. Natürlich ist es von Vorteil, wenn ich weiß, was zu mir passt unabhängig von meiner Tagesform. Das kann jeder lernen, wenn er es möchte. Auch DU! 🥰

Neugierig geworden? Auf meiner Webseite www.farben-reich.com gibt es alle Informationen über Inhalt, Ablauf und Preise meiner Beratungen.

Kommt SCHÖN durch den Tag und

Herzlichst

Eure Sabina Boddem