Warum ich nicht jeden Werbetrend mitmache

Hallo, Ihr Lieben,

täglich sehe ich immer mehr neue Videos, in denen Leute sich und ihre Arbeit vorstellen. Hören und sehen ist jetzt angesagt, statt lesen oder ein Foto auf sich wirken lassen.

Ich finde es klasse, wenn die Betreffenden sich damit wohl fühlen und viele von diesen Kurzfilmen sind wirklich ansprechend gemacht. Wenn jemand damit Erfolg hat, ist das doch prima. Aber ich mag es nicht, wenn mir ganz besonders von denen, die damit Geld verdienen, eingetrichtert wird, dass diese Art der Werbung ein „Muss“ ist! Wenn „man“ das nicht so mitmacht, ist „man“ out oder soll angeblich weniger Chancen haben, Kunden für sein Herzensprojekt zu gewinnen?

Das mag ja jetzt ein Modetrend sein, aber was kommt morgen?

Sind dann plötzlich die mühselig gemachten Videos wieder out? Die endlich erworbene Videokamera hat nicht mehr die Funktionen für das, was dann plötzlich Trend ist und benötigt wird?…

Ich habe einfach keine Lust dazu, all das mitzumachen.

Ich bin weder kamerascheu, noch habe ich Komplexe mich filmen zu lassen, aber ich mag es nicht, mich mit Videos zu befassen. Es ist einfach nur mein Empfinden. Ich schreibe und fotografiere gerne, ich lasse mich auch gerne ablichten. Warum dann noch filmen? Mal abgesehen davon, dass wir uns immer mehr vom Internet abhängig machen. Früher haben wir vielmehr hingehört und das ausschließlich über das Telefon, ohne den anderen überhaupt je vor einem persönlichen Kontakt zu Gesicht zu bekommen. Früher und dazu bin ich heute noch imstande, konnte ich aus persönlichen Handschriften oder der Art und Weise wie das Geschriebene auf einem Blatt Papier verteilt war, vieles über einen Menschen erkennen.

Heute wollen viele Menschen noch nicht mal mehr telefonieren. Termine werden von Kunden umständlich via Mails diskutiert, statt einfach mal zum Telefon zu greifen und anzurufen und gegebenenfalls eine Telefonnummer zu hinterlassen mit einer möglichen Rückrufzeit. Ich habe nichts gegen Termine via Mail, aber dabei finde ich es ratsam, in einer Anfrage dazu zu schreiben, wann es für den Betreffenden gar nicht oder am besten möglich ist, zu einer Beratung zu kommen. Stattdessen lassen manche Anfragenden alles offen, ich mache mir die Mühe, Termine mit Uhrzeiten raus zu suchen und dann kommt, „Nein da geht es nicht und dann kann ich nie…“ So geht das ellenlang hin und her… Ich kenne keine Arztpraxis, die das mitmacht.

Die Menschen werden ständig mit Reizen überflutet.

Es wird immer mehr. Wer besinnt sich noch auf seine Intuition und auf einen persönlichen Kontakt außerhalb des Internets? Wer hat wirklich noch Menschenkenntnis, die auf weniger Sinnesreize basiert und mehr aufgrund persönlicher zwischenmenschlicher Kontakte verbunden mit einer Portion Intuition und Bauchgefühl? Wenn ich jetzt auch noch anfange in eine Kamera zu reden, weiß auch niemand wirklich, ob ich ihm in der Realität gut tue oder nicht. Dazu gehören auch immer alle, die an einer zwischenmenschlichen Begegnung beteiligt sind – wie offen die Gesprächspartner tatsächlich zueinander sind.

Ich brauche jedenfalls keine Videowerbung,

und ich habe schon früher, als es nur die Branchenbücher und Fleyer ohne Internet gab, sehr gute Erfahrungen mit meiner Auswahl an Menschen gemacht, die ich für was auch immer aufsuchte. Letztendlich gibt es für nichts eine Garantie. Jede Erfahrung ist persönlich und es wert gemacht zu werden. Manche sind sehr gut, andere eher weniger. Es ist meine Verantwortung, denn so lerne ich am besten, was mir wirklich entspricht. Und was für den einen empfehlenswert ist, muss für den anderen nicht so sein.

So bin ich auch keine Freundin von englischen oder gar „denglischen“ Modewörtern.

Ich berate und ich coache nicht. Ich liebe Farben und brauche keine Colors. Ich gehe einkaufen und es muss für mich nicht shoppen heißen. Außerdem sehe ich Videos und nenne sie nicht Movies. Ganzheitliche Farbberatung und Persönlichkeitsberatung entspricht meiner Muttersprache und ich muss mich nicht Image-Coach nennen für ein Color-Consulting-Business (habe ich gerade selbst kreiert das Wort, weiß gar nicht, ob es das so gibt, hihih..). 😀 Hier eine weiterer Artikel zum Thema Ich schreibe in meiner Muttersprache auch im geschäftlichen Bereich …

Nein, ich möchte nicht zurück in die Steinzeit!

Versteht mich bitte nicht falsch. Aber ich ziehe eben ab und zu die Reißleine, wenn ich spüre, dass mir einiges einfach zu viel oder überflüssig erscheint. Und wisst Ihr was? Ich kann mich nicht beklagen, denn auch zu mir kommen viele Kunden, sogar aus unterschiedlichen Ländern angereist. Ich habe deshalb auch schon englisch sprechend beraten. Mit Händen und Füßen, aber es war für alle bereichernd. 🙂 Die Kunden, die zu mir kommen, nehmen mich so wie ich bin oder, weil ich so bin wie ich bin. Sie sind offen, weil sie mich ausgesucht haben und alles kommt während einer Beratung in Fluss. Natürlich gibt es auch einzelne, bei denen der Zeitpunkt noch nicht reif war für die Beratung oder ich konnte sie tatsächlich nicht öffnen, weil es an mir lag. Nicht, weil ich meine Arbeit nicht richtig gemacht habe sondern, weil ich mein Gegenüber trotz allem nicht erreichen konnte. Vielleicht hätte ein anderer es gekonnt, vielleicht auch nicht, weil es Blockaden gibt, die einfach noch nicht zu lösen sind… Wie gesagt, das ist immer ein Risiko und es gibt so viele unterschiedliche Gründe, warum für den einen etwas ganz wundervoll ist und für den anderen nicht.

Auf jeden Fall werde ich nicht jeden Trend mitmachen. Wer sich einen Eindruck über mich oder von mir verschaffen möchte, darf gerne im Internet lesen, schauen und das auf sich wirken lassen. Alles weitere ergibt sich oder nicht. Aber Videos werdet Ihr nicht von mir sehen. Es ist einfach nicht mein Medium. Zumindest ist das heute meine Ansicht. Morgen könnte sie anders sein. „Man“ sollte ja bekanntlich nie nie sagen.

In diesem Sinne freue ich mich, dass ich auch auf meine Art und Weise meine Kunden wirkungsvoll anziehe, in der Mode sogar wortwörtlich. 😉

Vielleicht lernen wir uns ja auch bald in einer Beratung kennen.

Informationen und Kontaktdaten findet Ihr im Blog und auf meiner Webseite www.farben-reich.com. Diese Seite finden bestimmt auch einige altmodisch und vor allem nicht „handyfreundlich“. Ich kann damit leben, denn diejenigen, die zu mir kommen, mögen sie sehr. Alles ist eben Geschmackssache.

Für heute erst Mal herzliche und farbenfrohe Grüße

Eure Sabina Boddem

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