Gedicht – Adventszeit aus alten Kindertagen

 

Engel des Lichts

 ⭐ ⭐ ⭐

Adventszeit aus alten Kindertagen,

 

in der es noch keine Weihnachtsmänner gab.

Wir Kinder mussten uns artig vertragen,

dann war in Christkind‘ s Werkstatt alles auf Trab:

Dort wurde gebacken bis der Himmel glühte,

gebastelt, gewerkelt, genäht.    

Das Christkind sich so sehr bemühte

unermüdlich von früh bis spät.

 ⭐ ⭐ ⭐

 Es gab in meinem Zuhause ein Weihnachtszimmer,

 das nur Eltern und Engel betraten,

dort wurden alle Geschenke immer

eingeflogen und bloß nicht verraten.

Wie oft vor der Tür ich lauschte,

was dahinter sich wohl verbarg.

Ich hörte manchmal, wie es leise rauschte.

Von wem das wohl nur sein mag?

Es waren die Engelsflügel, die leise durch‘ s Fenster schwangen

und manches Mal mit glockenhellen Stimmchen ein Lob an‘ s Christkind sangen.

Ja, meiner Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Es war eine Zeit voller Wunder.

Es gab keine Eile und keine Hetz,

sondern viele in Ehrfurcht staunende Kinder.

  ⭐ ⭐ ⭐

 Wo ist der Zauber aus lang vergangenen Kinderjahren,

in denen wir noch in spannender Erwartung waren?

 Wann kommt wieder das Geheimnisvolle in die Zeiten,

indem wir ihrem Sinn entsprechend die Feste vorbereiten?

  ⭐ ⭐ ⭐

Die Zeiten der verschlossenen Türen

und dem geheimnisvollen Knistern,

in denen wir die Engel wieder spüren

und vor dem Schlüsselloch hören,

wie sie leise flüstern …

 ⭐ ⭐ ⭐

 Text und Bild © Sabina Boddem www.farben-reich.com

 

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3 Kommentare

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