Als ich mich selbst zu lieben begann

Es ist ein langer Weg zur Selbstliebe. Ich weiß, dass ich ihn auch nicht immer lässig durchwandere. Aber mit zunehmendem Alter werde ich doch immer geübter, ihn zu wählen und zu gehen. Das ist ja das Schöne am Älterwerden und Sein! Und ich freue mich, wenn ich in meinen Beratungen von dieser Weisheit etwas einbringen darf. Kein einfacher Anspruch, denn ich bin nicht immer frei von Zweifeln, aber ich mache meine Aufgabe gerne und mit ganz viel Herzblut und Erfahrung. So freue ich mich, dass mir eine meiner Kundinnen den folgenden Text von Charlie Chaplin gegeben hat, den ich zwar schon kenne, aber über den ich mich sehr freue, weil er bei mir in Vergessenheit geraten war. Ich glaube, es war Anfang der 80 er Jahre, als ich ihn zum ersten Mal las und mir damals die ersten Lichter aufgingen, weil ich zu dieser Zeit aus alten Mustern ausbrach und mich auf die Reise zu mir selbst begab!  Aber lest nun selbst!

Diesen Text schrieb also Charlie Chaplin zu seinem 70. Geburtstag, den er am 16. April 1959 feierte, über Selbstliebe. Ich finde ihn wundervoll:

„Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass Seelenschmerz und emotionales Leiden nur Warnzeichen sind dafür, dass ich entgegen meiner eigenen Wahrheit lebe. Heute weiß ich, das ist „AUTHENTISCH SEIN“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, wie sehr es jemanden beeinträchtigen kann, wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzuzwingen, auch wenn ich eigentlich weiß, dass der Zeitpunkt nicht stimmt und dieser Mensch nicht dazu bereit ist – und das gilt auch, wenn dieser Mensch ich selber bin. Heute nenne ich das „RESPEKT“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und ich konnte sehen, dass alles, was mich umgibt, mich einlädt zu wachsen. Heute nenne ich dies „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, dass ich mich in allen Umständen stets zur rechten Zeit am richtigen Ort befinde und alles genau zum richtigen Zeitpunkt geschieht. Von da konnte ich gelassen sein. Heute nenne ich dies „SELBST-VERTRAUEN“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich es sein lassen, mir meine eigene Zeit zu stehlen, und ich hörte auf, große Zukunftsprojekte zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Freude bereitet und mich glücklich macht, Dinge, die ich gerne tue und die mein Herz zum Lachen bringen – und ich tue sie auf meine Weise und in meinem Rhythmus. Heute nenne ich das „EINFACHHEIT“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, befreite ich mich von allem, was nicht gesund ist für mich – Nahrung, Menschen, Dinge, Situationen – und von allem, was mich herunterzieht und mich von mir wegzieht. Erst nannte ich diese Haltung einen „GESUNDEN EGOISMUS“. Heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, ließ ich es sein, immer recht haben zu wollen, und seitdem habe ich mich viel weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist „MÄSSIGUNG“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiterhin in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur für diesen Augenblick, wo ALLES stattfindet. Heute lebe ich jeden Tag einfach nur Tag für Tag, und ich nenne es „ERFÜLLUNG“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass mein Denken mich verstören, unruhig und krank machen kann. Doch als ich es mit meinem Herzen verbunden hatte, wurde mein Verstand ein wertvoller Verbündeter. Diese Verbindung nenne ich heute „WEISHEIT DES HERZENS“.

Wir brauchen uns nicht länger fürchten vor Argumenten, Konfrontationen oder vor jeglicher Art von Problemen mit uns selbst oder mit anderen. Selbst Sterne stoßen zusammen, und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren. Heute weiß ich, das ist LEBEN“!“

(Zitat: Charlie Chaplin)

Ich liebe mich

 Oder: Weil ich mich liebe, erkenne, achte, respektiere und schätze ich mich.

www.farben-reich.com

 

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