Von Ängsten und Zweifeln und wie ich sie überwinde

und in Freude und Licht verwandeln kann

Kennst Du das auch? Es tritt etwas in Dein Leben, das Du Dir gewünscht hast – eben so ein richtiges Geschenk aus dem Universum, für das Du in der Silvesternacht die Bestellung abgeschickt hast – und Du entscheidest Dich auch, dieses Geschenk anzunehmen und dann kommen plötzlich Zweifel und Ängste auf. Alte Erinnerungen oder aufgesetzte und alt übertragene Konditionierungen beispielsweise Deiner Eltern, aus der Kindheit, die eigentlich gar nicht Deine sind, werden geweckt und in Deinem Kopf rattert es und in Deinem Bauch geht es ab wie eine Rakete. Dein Herz rast und alles in Dir ist so durcheinander gemixt, dass Du nicht mehr erkennen kannst, was ist nun Kopf oder Bauch oder … Wer spricht da eigentlich zu Dir?

SeelenwegIch kenne das! Denn so etwas passiert mir, wenn ich wichtige Entscheidungen treffen muss, die mein Leben verändern. Plötzlich wird alles durcheinander gewirbelt und Gedanken und Gefühle schießen wie unzählige Blitze durch mich hindurch und ich wälze mich nachts im Bett hin und her, werde ständig wach und bin richtig gerädert beim Aufwachen. Der Tag beginnt wieder mit diesem Gefühls- und Gedankenchaos: „Was ist, wenn …? Was passiert, wenn …? Habe ich auch ja die richtige Entscheidung getroffen, in dem ich das Geschenk des Universums angenommen habe?“ Da ist eine Seite in mir, die ganz fürchterlich Angst hat, dass etwas Negatives folgen könnte und eine Seite, die sich doch so gerne freuen möchte auf das Schöne und Neue, weil sie sich ausmalen möchte, was sich alles im neuen Freiraum positiv entwickeln und ergeben könnte. Die andere Seite will das aber nicht zulassen, weil sie wieder Angst hat vor dem, was sie schon kennt… Oh je! 😦 Und dann gibt es natürlich und Gott sei Dank die Menschen um mich, die mir Mut zureden, die mich für das Positive und in meiner Freude bestärken, weil sie mich kennen und lieben und meinen Wert schätzen.

Du erkennst, dass gerade ich, deren Berufung es ist, andere Menschen zu stärken und in ihnen das Schöne zu wecken, auch Ängste und Zweifel in mir trage. Ich bin auch „nur“ ein Mensch, der sehr viel hinter sich hat, oft gestrauchelt ist, hingefallen, aber auch wieder aufgestanden und weitergegangen ist und das sehr intensiv, riskant und häufig im Leben. „Ach, das stärkt doch! Du musst es doch gerade wissen, dass Du es immer wieder schaffst, …“ höre ich manchen zu mir sagen. „Puste Kuchen, so einfach ist das nicht,“ antwortet dann meine ängstliche Seite. „Ich werde immer älter und möchte endlich sicher ankommen. Ich habe gerade Angst, weil ich so viel erlebt habe,“ und so weiter und so fort. Und schon bin ich wieder im Negativstrudel. Kennst Du das auch?

Also: Zunächst einmal ist das menschlich, wenn ich Ängste habe. Je nachdem, wie ich in meiner Kindheit geprägt wurde und meine Liebe zur Freiheit, Wildheit, Schönheit, Fantasie … unterdrückt wurde, ist die Lebensaufgabe meiner Seele, mich immer wieder in Sondersituationen daran arbeiten zu lassen, meine Ängste in Gefühle der Freude, Freiheit und Leichtigkeit zu verwandeln. Ich meine damit nicht, dass ich ungeerdet einfach drauf los leben möchte und „halligallimäßig“ Risiken eingehen sollte oder möchte, die für mich und mein soziales Netz in einer Katastrophe enden würden. Ich schätze also auch meine warnenden und mahnenden Gefühle und Stimmen in mir, meine Bodenständigkeit, meine abwägende Seite und meine verantwortungsbewusste Zuverlässigkeit in allen Lebenslagen. Und das schätzen ja auch die Menschen, mit denen ich zu tun habe, ob privat oder beruflich. Aber da gibt es auch noch diese hemmenden Gedanken und daraus resultierenden Gefühle, die mich manches Mal lähmen. Die kann ich nicht leiden! Dann kann ich mich nicht leiden und auch, wenn alle sagen würden, „Du bist in Ordnung“ und ich mir das auch vom Kopf her sage, so kann ich das dann gerade nicht fühlen. Ich weiß, woher all das in mir und um mich herum kommt, kann alles analysieren, weil ich mich gut kenne und auch von Berufswegen so viel gelernt und erfahren habe, trotzdem spüre ich das in manchen Situationen im Leben nicht. Wer gibt das schon gerne zu? Ich! Ich glaube, wenn ich das nicht kennen würde, dann könnte ich auch andere Menschen nicht bewegen und ihnen Mut machen.

Ich liebe meine Entwicklung!Ich begebe mich immer wieder auf die Reise zu mir selbst und zu meinen Schattenseiten, um sie ans Licht zu holen. Ich lasse mir helfen, was bedeutet, dass ich einen anderen Menschen aufsuche, der professionell mit mir gemeinsam die Lichtseiten in mir, die ja sehr stark sind, wieder hervorholt, damit ich sie wieder sehen, spüren und teilen kann. Was mich ausmacht ist die Tatsache, dass ich nie vor mir weggelaufen bin. Ich habe immer hingeschaut und mir auch ohne Scheu und Angst helfen lassen. Davor haben viele Angst. Ich nicht! Ich habe keine Angst zuzugeben, dass ich nicht weiter komme mit meinen Ängsten vor und nach Entscheidungen und ich habe keine Angst, mich vertrauensvoll den Menschen zu öffnen, die mir gut tun, obwohl ich auch sehr häufig enttäuscht wurde von Menschen. Ich habe den Mut, mich vertrauensvoll zu öffnen. Diese Gewissheit und dieses Vermögen hat mich immer wieder gerettet. Ich lasse mich sehr tief auf alle meine Gefühle ein, was für mich und auch manches Mal für meine Liebsten unbequem oder gar anstrengend ist und habe aber auch den Mut, wenn es zu viel wird, „stopp“ zu rufen und zu sagen, „jetzt ist Schluss, ich schaffe es nicht alleine und nehme mir was Gutes, gönne mir und vor allem erlaube mir, Hilfe anzunehmen!“ Und nur damit kann ich für meine Mitmenschen ein Vorbild sein, denn ich mache auf diese Weise den Menschen um mich herum Mut, sich auch mit sich auseinander zu setzen und für sich zu sorgen. Wir können als Familienmitglied und Partner oder als Freund nicht Therapeut für jeden sein. Unsere Liebsten können uns bis zu einem gewissen Grad stärken und begleiten. Wir müssen aber auch den Mut haben, uns helfen zu lassen und dafür gibt es Menschen, deren Berufung es ist, andere Menschen zu begleiten. Sigrid Beckendorf oder vor langen Jahren auch Gabriele Beule, sind zwei der Menschen, denen ich viel zu verdanken habe. Auch sie sind „nur“ Menschen mit ihren eigenen Höhen und Tiefen, Licht- und Schattenseiten. Ist  das nicht wunderbar und liebenswert?

Egal, ob ich beispielsweise 2001 vor meiner Atleliereröffnung stand (das Atelier musste ich nach drei Jahren wieder schließen) oder vor meiner Hochzeit 2012 oder ich gemeinsam mit meinem Mann jetzt wieder vor dem Umzug stehe, ich weiß, dass solche entscheidenden Veränderungen immer bei mir ganz alte Wunden berühren und Ängste auslösen. Ich bin auch noch ein „Steinböckchen“, das sich ganz viel Sicherheit wünscht, aber das „Schicksal“ oder der „Zu-fall“ teilten mir als Lektion zum Lernen oft etwas Gegenteiliges mit. Wenn dann mal was richtig Schönes im mein Leben tritt, kommt gleich wieder die Angst hoch, dass mir dies oder das „wieder“ passieren könnte. Doch ich lasse mich von dieser Angst nicht besiegen. Ich beschließe, immer wieder zu aktiv zu leben, mich zu freuen, mich frei und leicht zu fühlen und die Geschenke des Universums dankbar anzunehmen ohne zu wissen, wohin sie mich bringen. Bestenfalls in die Freude, denn ich darf glücklich sein, ich habe es verdient und erlaube es mir, dass es mir gut geht! Ich darf immer wieder lernen, dankbar im HIER und JETZT zu leben! Und vor allem darf ich immer wieder lernen, mich zu lieben mit all meinen widersprüchlichen Seiten: Mit meiner extrovertierten, meiner dynamischen, freiheitsliebenden, kontaktfreudigen, kreativen, lebensfrohen, bunten und mitteilsamen Seite, aber ich lerne auch immer wieder auf‘ s Neue, die Seite zu be-achten und wert zu schätzen, die alleine sein muss, die sich zurückzieht, die sich schützen möchte, die ganz still und nicht mitteilsam sein kann, die sich fürchtet und nachdenklich ist und ungeduldig, anstrengend, passiv und unkreativ, …. Ich darf alles sein! Aber meine Aufgabe ist, nicht zuzulassen, dass die Ängste (Enge) die Macht haben, die Freude (Weite) dauerhaft zu unterdrücken! Denn, das Leben ist so bunt, wie ich mich traue, es mir auszumalen! 

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Und an dieser Stelle möchte ich mich bei allen Menschen in meinem Leben bedanken, die mich unterstützt und begleitet haben, in dem sie an mich geglaubt haben!

In Freude, Liebe und Dankbarkeit 🙂

Deine/ Eure/ Ihre Sabina (Boddem), die heute den Mut hat, mal wieder etwas sehr Persönliches zu schreiben und sich mitzuteilen

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2 Kommentare

  1. Hallo liebe Sabina, danke für deinen Mut, dich so zu öffnen. Ein bisschen sehe ich mich auch in deinem Bericht. Und auch vor mir steht seit gestern eine große Veränderung in Form eines Umzugs – die aber auch noch nicht ganz entschieden ist. Besichtigung steht noch an. Wenn dann der Partner auch noch diese „Gefühle“ hat, die du angesprochen hat – ist das gar nicht so leicht. Ängste aus der Vergangenheit spielen da eine grosse Rolle – ich hoffe nur, dass er sie loslassen kann – denn ich habe ein sehr gutes Gefühl – auch wenn es noch nicht das ist, was ich als Ziel im Kopf habe. Ganz fest aber glaube ich daran, dass es auf dem Weg dorthin liegt und ich weiß, so wie es jetzt ist, gefällt es mir nicht und ich vertraue, dass die lieben geistigen Begleiter an meiner Seite immer dafür sorgen, dass mein nächster Schritt mir etwas Besseres offenbart. Das Gleiche wünsche ich mir auch für dich liebe Sabina – packen wir es an – es kann nur Besser werden.
    Alles Liebe dir
    Gisela

    1. Liebe Gisela,

      dann vertrauen wir beide darauf, dass alles gut ist und wird, so wie es ist und werden soll. Ich bedanke mich auch für Deine Offenheit und für Deinen Zuspruch. Gemeinsam machen wir uns stark und das empfinde ich als sehr wertvoll! ♥

      Fühle Dich ganz herzlich umarmt und gegrüßt

      Sabina

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