Sonderfälle unter den Farbtypen in der Farbberatung

… sind schwer zu analysieren oder direkt zu erkennen und werden oft verwechselt, weil sie nicht den eindeutigen und häufig vorhandenen Merkmalen des jeweiligen Farbtyps entsprechen. Es gibt Farbberaterinnen, die behaupten es gäbe Mischungen zwischen kalten und warmen Farbtypen oder der Farbtyp würde sich im Alter verändern. Das stimmt so nicht.

Natürlich verändern wir uns im Alter. Die Haare werden dunkler, heller oder grau. Die Haut bekommt unabhängig vom gängigen Klischee, wie ein bestimmter Farbtyp auszusehen hat, stärkere Pigmentierungen in Form von gelblichen oder weißen Flecken. Sie bräunt weniger oder mehr und schon denken manche, dass sich ihr Farbtyp auch verändert hätte, da im Alter die Farben, die in jüngeren Jahren getragen wurden, nicht mehr passen. Das liegt unter anderem daran, dass die Haut bei jungen Menschen glatt ist und falsche Farben nicht so schnell unvorteilhaft auffallen. Deshalb können wir in jungen Jahren natürlich noch stärker mit allen Farben experimentieren. Doch irgendwann merken wir aber, dass vieles nicht mehr stimmig ist und suchen eventuell eine Farbberatung auf.

Nun gibt es aber auch Personen, die immer die richtigen typentsprechenden Farben tragen, plötzlich ergraut das Haar, und schon sieht das ein oder andere Kleidungsstück nicht mehr so vorteilhaft aus. Oder Menschen sind verunsichert, weil das Naturhaar eine völlig andere Sprache spricht, als die Haut oder Augen. Und schon passen die Farbtypbeschreibungen nicht mehr, und meine Kunden sitzen hier und sind völlig verwirrt, weil sie entweder falsch beraten wurden oder sich selbst einschätzen wollten und die Fehlkäufe immer bunter wurden.

Woran liegt das und wie ist trotz allem der Farbtyp eindeutig zu erkennen, so dass ein Mischtyp zwischen kalt und warm ausgeschlossen werden kann?

Ich beschreibe nun drei Beispiele aus meinen Beratungen:

Die Halbchinesin:

Die Kundin, Mitte 30 Jahre alt, erzählte mir von ihrem chinesischen Vater und ihrer deutschen Mutter. Ihr Vater hatte das typische, schwarze asiatische Haar und die gelbtonige Haut, die häufig in die „Herbstschublade“ gesteckt wird, was natürlich überhaupt nicht geht, da die meisten Asiaten in Herbstfarben sehr unvorteilhaft aussehen. Sie brauchen klare Kontraste. Der Hautunterton ist gelblich bis olive und völlig anders, als der Goldton der Herbsttyphaut. Die Mutter war nach der Kundenbeschreibung eine typische Herbstfrau. Die Kundin selbst hatte tief schwarzes, glattes, langes und glänzendes Haar und braune Augen, wie wir das häufig bei Asiaten sehen und war noch nicht ergraut, was bei Wintertypen oder Asiaten oft schon ab Ende 20 möglich sein kann. Doch aufgrund ihrer schneeweißen Bluse, die zwar zum Haar passte, sah ich kaum noch etwas von der Frau. Während ich mich mit ihr unterhielt, erlebte ich dieses grelle Weiß immer dominanter und spürte, dass da ein Sonderfall saß, der zu 99 Prozent von allen anderen Farbberaterinnen mal wieder in die typische „Wintertypschublade“ gesteckt würde. Ich muss es hier mal so drastisch sagen, denn die Falschberatungen häufen sich zur Zeit wirklich sehr! Die Kundin hatte die Disharmonie intuitiv an sich schon bemerkt und trug vorne zum Gesicht hin eine Haarsträhne, die von schwarz bis Goldbraun in einem Farbverlauf zum Gesicht heller werdend, sehr harmonisch und vorteilhaft aussah und den starken Kontrast ausglich. In der Farbanalyse ergab sich im Wechsel der Stofffarben, die ich ihr umlegte, eindeutig, dass die Haut einen goldigen Unterton hatte, und die Augen in einem warmen Bernsteinbraun strahlten. Einige Herbstfarben passten zwar nicht zum harten Schwarz der Haare, aber ließen die gesamte Person wunderschön erblühen, so dass die Kundin sich nicht mehr über ihre Entscheidung mit der Haarsträhne wunderte und sich auch freute, dass sie mit ihrem Gefühl richtig gelegen hatte, denn sie erkannte ja selbst, dass die harten, kalten Winterkontraste sie buchstäblich überstrahlten. Ja, und diese Haarsträhne war eine goldrichtige Entscheidung und bildete die multikulturelle kosmetische Brücke zwischen zwei völlig unterschiedlich genetisch angelegten Farbtypen. 😉 – Die Fotos hier haben leider keine gute Qualität, deshalb ist vielleicht alles nicht so optimal sichtbar, wie es in der Beratung zu erkennen war!

Eine Mischung aus Deutsch, Englisch und Indisch:

Die Kundin hatte englische und indische Großeltern. Als sie zu mir in die Beratung kam, war sie Ende 20 Jahre alt, hatte schwarz gefärbte lange lockige Haare, eine schneeweiße Haut und dunkelbraune Augen. Sie war das typische Schneewittchen, das klare Kontraste und kühle Farben tragen sollte. Mit Schwarz und Weiß sah sie trotz ihrer sehr hellen Haut, die nicht gut bräunte, sehr schön aus und nicht zu blass. Sie wurde auch nicht überstrahlt von dem Weiß oder den Kontrasten, da die Augen und das Haar den Farbkontrasten standhielten. Obwohl das silbergraue Haar an Wintertypen auch in jungen Jahren sehr schön aussehen kann, hätte ich dieser Kundin auch zum Färben ihrer ursprünglichen Naturfarbe geraten. Die Kundin hatte nämlich von Geburt an schwarzes Haar und war, wie viele Wintertypen, schon sehr früh ergraut. Bei manchen Menschen, gerade wenn sie sehr feingliedrig sind und sehr stark gelocktes Haar haben, kann das Grau in jungen Jahren wirklich älter machen. Wie gesagt, das ist vom Typ abhängig und ist in diesem Sinne  eher eine Frage des Stils, obgleich ich immer wieder Mut mache, zu den grauen Haaren zu stehen, wie hier in diesem Artikel:  Mut zu grauen Haaren und stattdessen Mut zu bunter Kleidung. Wie beschrieben gibt es natürlich auch Ausnahmen in denen ich eine Tönung oder Färbung empfehle! Bitte achtet dabei auf Naturfärbemittel, da die Chemikalien von herkömmlichen Produkten nicht nur die Kopfhaut und die Haare angreifen, sondern auch in den gesamten Organismus dringen und dauerhaft gesundheitsschädlich sind.

Die Halbitalienerin:

Die Kundin war kürzlich in meiner Beratung. Diesen Sonderfall hatte ich vorher auch noch nicht, und ich bin seit 1994 als Farbberaterin tätig! Sie war 51 Jahre alt, hatte graues Haar, das auf den ersten Blick an das klassische Wintergrau erinnerte, trug eine schneeweiße Bluse mit einer dunkelblauen Jeansweste. Im unteren Bereich der Haare sah ich noch den Rest der Färbung in einem warmen Mittelbraun, das während des Kennenlerngespräches immer stimmiger auf mich wirkte, denn ansonsten sah die Person aus wie ein wandelnder Kleiderständer, da die Farbkontraste viel zu stark waren. Die braun wirkenden Augen sahen müde aus. Die Uhr in kalten Farben am Arm wirkte wie ein Fremdkörper. Ich geriet ins Grübeln, weil die grauen Haare (mehr silber als creme) wirklich der Wintertypklassiker waren, und die Kundin aufgrund dessen auch glaubte, sie wäre nun ein Wintertyp, obwohl sie früher immer gerne Herbstfarben getragen hat und sich auch lieber in Herbstfarben schminkte. Sie zeigte mir auch ihren Lidschatten von früher, der warme Olivegrüntöne aufwies. Vor dem Analysespiegel erkannte ich, dass irgendetwas nicht stimmte. Die Winterfarben passten zwar zum Haar, aber nicht zum Rest, und die Augen strahlten in Herbstfarben in einem warmen Grün, mal abgesehen von der Gesichtsfarbe, die mit vielen anderen Farben aus der kühleren Palette krank aussah. Oder die ganze Person wirkte sehr streng. Zur Unterstützung räumte ich fast meinen gesamten Kleiderschrank aus mit allen bunt gemusterten Herbsttypoberteilen, die ich der Kundin dann sehr gut im Vergleich zu den Winterkontrasten der mitgebrachten Garderobe anhalten konnte. Es war eindeutig: Die Kundin hatte die Haare des italienischen Vaters (Wintertyp) und den Rest ihrer Mutter geerbt, die der Beschreibung nach (wie die Kundin selbst vor dem Ergrauen) sehr warme kastanienbraune Haare hatte mit einem warmen Rotstich drin. Diese neue Erkenntnis machte die Kundin glücklich, weil sie sich in den Winterfarben nicht zu Hause fühlte und nun wusste, warum ausgerechnet ihr die grauen Haare nicht so gut stehen. Als ich ihr eine meiner Ketten mit grünem Bernstein in Silber eingefasst umlegte, sah das wunderschön aus, weil das Silber eine Brücke zum Haar bildete und das Grün zu den Augen und zur Haut.

Und hier ist wieder die Ausnahme! Herbsttypen, da gehöre ich auch zu, die eine Ähnlichkeit mit dem Wintertyp haben, können etwas stärkere Kontraste aushalten und auch mal Silber tragen, das warmtonige Schmuckelemente (beispielsweise aus Bernstein, Karneol, Tigerauge, Granat, Rauchtopas, Holz …) einfasst oder Silber mit anderem Schmuck in warmen Farben kombinieren. Auch dabei sollten wir uns nicht zu starr an den Klischees über Farbtypen orientieren!

Deshalb immer beachten:

Egal, welcher Farbtyp wir sind, wir bleiben individuelle Personen. Deshalb lernen bei mir die Kundinnen, wie sie ganz individuell die Farben aus ihrer Farbpalette wählen und vor allem, wie sie diese in Beziehung zu anderen Farben tragen können. Stellt mir 10 Sommer-, Frühling-, Herbst- oder Wintertypen vor. Jeder ist in sich wieder unterschiedlich zu behandeln! Das gilt natürlich auch für die Sommer-Winter-Mischtypen und den Frühling-Herbst-Mischtypen!

warme-farbtypen

 

kalte-farbtypen

Außerdem:

Immer wieder werden Sommertypen mit Herbsttypen verwechselt, weil zu beiden Weinrot, kühles Braun bis Taupe und Petrol passt und einigen Sommertypen auch ein graustichiges Grün (Khaki) stehen. Natürlicherweise kommen bei beiden braune oder petrolfarbene Augen vor. Trotzdem kann ich es ehrlich gesagt wirklich nicht mehr nachvollziehen, warum diese beiden wirklich extrem unterschiedlich aussehenden und absolut gegensätzlich wirkenden Farbtypen so häufig falsch beraten werden! Beide Farbtypen müssen die genannten Farben natürlich unterschiedlich kombinieren. So wirkt beispielsweise das Braun mit warmen Farbtönen viel satter für den Herbsttyp, als wenn der Sommertyp es mit Pastellgelb, Rosa, Flieder, einem hellen Mintgrün oder Grau kombiniert. Mehr zu den Gründen von Farbtypverwechslungen lest Ihr unter: Warum die Farbtypen häufig verwechselt werden. Mal abgesehen davon, dass es unter den Sommertypen, einmal die sehr  hellhäutige und hellhaarige Person gibt (Elfe oder Elb) und die gut Bräunende, die zuerst blondes und dann aschbraunes Haar bekommt, wenn sie älter wird oder schon von klein auf braunes Haar hat. So gibt es bei allen Farbtypen untereinander schon Kontraste!

All das Beschriebene muss in einer guten Farbtypberatung beachtet werden und ist nach meiner langjährigen Erfahrung mit den unterschiedlichsten Menschen vieler Nationen in einer Kurzanalyse, wie sie leider häufig in Gruppen angeboten wird, nicht immer erkennbar!

 

Informationen zu meinen Beratungen finden Sie – wie unter allen Artikeln im Blog – mit Klick auf www.farben-reich.com.

 

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16 Kommentare

  1. Kurze schöne Übersicht. Jeder Mensch ist eben individuell auch vom Hautcolorit, der Augenfarbe, Haarfarbe und LIppenfarbe und passt nicht immer in zu enge 4 Jahreszeiten-Konzepte,wie sie oft noch verbreitet sind. Auf dem Gebiet gibt es ja nun auch noch viele neuen Erkenntnisse auch von „Color me beautiful“-Systemen mit bis zu 16 Farbtypen oder mehr. Ich hab gerade selbst eine Ausbildung zum Farb-, Stilberater gemacht und merke das Wissen über Farbe, harmonische Farbpaletten, Kalt-Warm, Hell-Dunkel, Gesättigt-ungesättigt oft zu wenig von Beratern verstanden wird auch in der Anwendung. Ich finde es ist auch besser die Person erstmal in real wahrzunehmen wie sie ist und nicht gleich in einen Typ pressen. Haare können manchmal einen anderen Unterton aufweisen, als die Haut oder oder oder.. Oft gibt es einfach Überschneidungen und Mischtypen auch zwischen Herbst- und Wintertypen zum Beispiel sehe ich mögliche Überschneidungen, wie auch bei Frühling-Sommertypen, auch wenn das oft von alteingesessenen Farbberatern negiert wird.
    ich finde es leider schade, dass oft noch mit Pseudowissen gearbeitet wird auch in Onlineshops, bei denen man Farbpässe bestellen kann. Es sollte individuelle Farbpässe geben nach dem Vorbild von Suzanne Caygill. Weniger die zuvor zusammengeschusterten Durchschnittsfarbtypen. Daher ist eine persönliche Beratung auch immer viel wichtiger als ein dummer Online-Test.

  2. Hallo,
    mich würde einfach mal interessieren, ob es einen kalten Farbtyp mit gelblicher Haut gibt.
    Da ich schon seit ewigen Zeiten meine Haare töne oder färbe, kenne ich meine natürliche Haarfarbe nicht mehr. Mittlerweile ist sie grau. Wie gesagt, meine Haut ist, so sagen viele, jedenfalls „warm“, meine Augen blau/grün, und wie meine Friseur zwischen den vielen Grauen festgestellt hat, dunkelblond bis hellbraun. Die Grauen sind eher „meliert“. Die Farbe gelb steht mir, laut Verkäuferinnen überhaupt nicht, genauso wie orange und braun. Obwohl es ja zu meiner Haut passen würde. Aber ansonsten färben mir 100% aller Frisöre meine Haare „warm Braun“. Passt ja auch zur Haut, aber nicht zu den Augen. und wie schon gesagt, die Farben gelb, orange und braun stehen mir auch nicht. Schwarz auch nicht, denke ich jedenfalls. Ich fühle mich zwischen alldem Wirrwarr rettungslos verloren, möchte ich doch wenigstens mal die richte Haarfarbe haben. Blonde Strähnen gehen gar nicht, da sind sich alle Frisöre einig. Und obwohl mir ja kein gelb und Co. steht , wollen mir 93% aller Verkäuferinnen warme Farben verkaufen. Jetzt wird es langsam kompliziert und ich mache besser Schluss. Vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich, oder kennt sogar die Lösung??

    Anne

    1. Hallo Anne,

      Asiaten haben gelbliche Haut und sind meist Wintertypen! Orientalen haben oft olivfarbene Haut und sind ebenfalls Wintertypen. Also kalte Farbtypen! Ich kenne Dich nicht und kann Dir nur helfen, wenn Du in meine Beratung kommst. Wenn Du meine Blogartikel zu den Themen liest, wirst Du feststellen, dass es so viele unterschiedlich aussehende Menschen innerhalb eines Farbtyps gibt. Friseure und Verkäuferinnen arbeiten leider oft nach Klischees, die nicht stimmen. Und zur Farbe Gelb: Jedem Farbtyp steht gelb, es kommt auf den Unterton an. Es gibt kalte und warme Gelbtöne, so wie bei allen anderen Farben auch. Und selbst das können sogenannte Fachleute oft nicht unterscheiden. Das hilft Dir aber alles nicht weiter. Ich empfehle Dir eine gute und vor allem persönliche Farbberatung!

      Lieben Gruß

      Sabina

      1. Liebe Sabina,

        erst einmal vielen lieben Dank für Ihre persnliche, schnelle Rückantwort. Sie glauben nicht, wie gerne ich einmal zu Ihnen kommen würde, um mich beraten zu lassen. Sind Sie für mich doch die Einzige, die dieses Fach wirklich beherscht. Doch leider fehlen mir dafür die Mittel. Nochmal zurück zu gelb. Ich meinte die satten, warmen Töne. HAtte mal einen Schal an in einem satten Herbstgelb, und wurde gefragt, ob es mir gut ginge, oder ob ich krank sei. Wogegen ich bei einem ganz zarten Zitronengelb von einer Kollegin ein Komplment bekam. Und wie es aussieht, scheint mir blau gut zu stehen. Eine Verkäuferin, die mir vor ein paar Jahren mal gesagt hat, die Beerentöne würden mich gut kleiden, sagte mir ein paar Jahre später, dass sie mir auf keinen Fall Senfgelb anziehen würde, dass käme meiner Hautfarbe zu gleich. Manchmal mache ich mir den Spaß und „teste“ eine Verkäuferin. HAbe eine warme und eine kalte Farbe in der Hand und frage sie dann, welche ich besser tragen kann. Und immer höre ich unterschiedliche Meinungen. Ist ja auch klar, die einen, (das kann man richtig sehen) sind dann fixiert auf die Augenfarbe, die anderen auf die Haarafarbe. (Passt toll zu ihren Augen, bzw. Haaren): Meine Tochter behauptet immer, mir stünde schwarz sehr gut. Ich finde es auch toll aber nur, wenn es nicht zu nah am Gesicht ist. Dieses Thema beschäftigt uns seit JAhren, und es ist in der Tat nicht einfach. Ich habe leider „den Blick“ für die Farben die mir stehen könnten, verloren. Mir würde es schon fast reichen, eine passende Haarfarbe zu haben.Habe schon 2 Versuche hinter mir, meine Grauen rauswachsen zu lassen, leider ohne Erfolg, obwohl ich übermorgen 70 werde. Habe im Moment einen warmen Braunton. und es ist immer wieder das Gleiche, HAbe ich einen warmen Haarton, geht das 2 Wochen gut, dann schaue ich irgendwann in den Spiegel und denke, Ohh nein, das geht ja gar nicht. Sie sehen, es ist für mich wirklich kompliziert. Habe vor ein paar Wochen eine Freundin gefragt, die ich schon seit fast 50 JAhren kenne, ob sie sich noch an meine Haarfarbe als junge Frau erinnern kann, und die sagte mir, ein ganz, ganz dunkles blond, aber nicht schwarz. Habe ein Bild bei Facebook drin, und sie meinte zu dieser Farbe, nur minimal heller. Mich irritiert eigentlich nur meine Hautfarbe, aber jetzt weiß ich ja, dass auch kalte Typen eine gelbliche Haut haben können. Wenn ich mich schminke, brauche ich warme Farben. Aber dann dazu kalte Farben tragen, sieht das nicht komisch aus? Meine Tendenz geht zum kalten Farbtyp, aber sicher bin natürlich nicht. Orientiere dabei an Komlimenten die ich mal bekommen habe, oder aber auch das Gegenteil. Ich persönlich finde mich in den waremen Farben für ein paar Tage toll, aber dann fühle ich mich alt (bin ich ja auch:) und verkleidet. Ich könnte Ihnen noch seitenlang weiterschreiben, da mich dieses Thema sehr interessiert.
        Entschuldigen Sie, ich wollte Ihre kostbare Zeit nicht so lange beanspruchen. Aber es tut gut, sich mal mit einer „Fachfrau“ auszutauschen,ist es für mich schon „fast“ zu einem Problem geworden. Man, jedenfalls ich, möchte doch einigermaßen gut aussehen, und nicht etwa „verkleidet oder verhuscht“.
        Nochmals vielen lieben Dank, dass Sie mir so schnell geantwortet haben. Ich wünsche Ihnen noch einen wunderbaren Tag.

        Anne

      2. Liebe Anne,

        das hört sich alles nicht nach einem warmen Farbtyp an. Es wäre wirklich am besten, Sie würden zu Ihrem Naturton zurückfinden und die Friseure würden das Ergrauen unterstützen und zwar richtig, denn das Grau ist auch bei jedem unterschiedlich. Viele Frauen sehen in einer falschen Haarfarbe unvorteilhafter aus, als in ihrer eigenen Naturfarbe und Grau macht nicht zwangsläufig alt. Es ist einfach wichtig, die richtigen, typgerechten Garderobenfarben zu wählen gerade, wenn wir älter werden, dann sieht das Gesamtbild auch stimmig und vorteilhaft aus. Einer Taube steht auch keine Papageienfeder und einem Spatz keine Elsterfeder und einem Papagei kann man nicht mit Buntspechtfedern schmücken und so ist es bei den Menschen auch. 😉

        Ich hoffe, Sie finden Ihren Weg zu Ihrem ganz natürlichen Regenbogen.

        Alles Liebe und herzliche Grüße

        Sabina

  3. Vom Gefühl her bin ich ein Wintertyp, obwohl ich aschbraunes bzw. fast dunkelblondes Haar habe, allerdings dunkelbraune Augenbrauen (laut Frisören, da war ich erstmal baff…ich und dunkelblond?), da ich aber eine Mischung aus deutschen Genen, französischen Genen und italienischen Genen bin, ist das glaube ich gar nicht so einfach für einen Farbberater.
    Ich habe zwar leider keinen olivefarbenen Hautunterton , allerdings ist mein Gesicht grundsätzlich (außer ich schwitze oder erröte) sehr hell und weiß (ich benutze nicht das hellste Puder, allerdings schon ein sehr helles, Verkäuferinnen halten mich meistens davon ab, ein dunkleres zu kaufen, weil ich nicht zu blaß sein möchte mit der Begründung dafür wäre meine Haut zu hell) und mein Hautunterton eindeutig kalt/bläulich.
    Meine Augen sind goldbraun mit einem kalten Grünanteil, mein Augenweiß allerdings fast schon stechend weiß = ansich ein Widerspruch, wenn man von der allgemeinen Farblehre ausgeht.
    `Nen Sonnenbrand habe ich ruckzuck und schaffe es meist nicht zu bräunen, sondern hole mir meist einen saftigen Sonnenbrand (also meide ich zuviel Sonne meist) – sehr empfindliche Haut.
    In warmen Farben sehe ich richtig bescheiden aus (älter, ungesund und irgendwie spießig, obwohl mir da ein paar Farben durchaus gefallen würden) und in vielen Sommertypenfarben zu blaß/kontrastlos, aber deutlich besser als in warmen Farben.
    Witzigerweise bin ich zweimal mit Mann und bester Freundin zum Einkaufen gegangen und die zog es für mich immer zu den kalten Krachfarben (obwohl sie das selbst nie tragen würden, gottseidank es würde bei Ihnen auch nicht wirklich gut aussehen – ein Sommertyp und ein Frühlingstyp vermute ich).
    Vielleicht gibt es ja auch so Tendenzen in der Art wie dunkler Sommertyp oder hellerer Wintertyp in den Farbpaletten.
    Genau das ist ja auch das Problem, so eine Farbberatung ist natürlich nicht billig und zu einem Berater zu gehen und vollkommen falsch eingeschätzt zu werden dann auch nicht lohnend.
    Bin ja schonmal froh, wenigstens zu wissen, das ich ein kalter Farbtyp bin, das vermeidet zumindest schonmal die schlimmsten farblichen Modesünden (vom Schnitt mal abgesehen).

    Ich finde es wirklich toll, das sie diese Dinge deutlich differenzierter und individueller betrachten, da hat man ein gutes Gefühl und eine Sicherheit bezüglich der Beratung!
    Gefällt mir gut ihre Seite, nur leider viel zu weit weg ;-).

    So jetzt gehe ich weiterstöbern,
    Liebe Grüße, Angi

  4. Hallo,

    ich habe helle Haut, Hautunterton kühl, warme Sommersprossen, aschige blonde Haare, mit ein paar wenigen rötlichen Strähnen drin, kühle blau-graue Augen. Ich wurde auch schon als Frühling, Sommer und Herbst getestet. Viele Farbberaterinnen lassen sich einfach zu sehr von den Sommersprossen ablenken. Ich habe heraus gefunden, dass die ganz hellen sommerfarben nicht so passend sind und dass ich eher bei neutraleren tönen gut aufgehoben bin – die sommerfarben sind besser als frühling…

  5. Individualität halte ich für das richtige Stichwort! Ich bin zB ein sehr hellhäutiger, rothaariger Herbsttyp mit nur ganz wenigen Sommersprossen und graublauen (eigentlich kühlen) Augen. Ich dachte daher auch an den Frühlingstyp, aber dessen Farben überstrahlen mich großteils, weil meine Augen und Haare eher gedeckt sind und damit nicht konkurrieren können. Dennoch sieht „meine“ Herbstpalette ein bisschen anders aus als die anderer Herbste, ich kann nämlich auch gut gedeckte Blautöne tragen, so wie sie in meiner natürlichen Augenfarbe vorkommen, ohne dass es „falsch“ aussieht, wie es möglicherweise bei grünäugigen Herbsten der Fall wäre. Andersherum muss ich bei diversen Grüntönen aufpassen, die zwar hübsch zur Haarfarbe wären, aber nicht so gut zum meiner Augenfarbe passen, insbesondere beim Make-Up.

  6. Liebe Bina,

    das ist sehr lang, sehr interessant und ich frage mich, warum erkennt eine normale Farb – und Silberaterin nicht immer alles.
    ZB hatte ich einen camelfarbenen Mante an, dazu kam ein roter Schal, schönes, warmes rot…Frühling.
    Aber ich kann auch navygrün tragen, solange es eine warme Farbe ist.
    Orange ist mir zu quietschig und mit aqua und blau stehe ich auf Kriegsfuß.
    Aber bei gebräunter Haut trage ich auch mal eine weiße Bluse, darf man sich das mal gönnen ??
    Herzlichst ♥ Marianne

    1. Liebe Marianne,

      Du darfst alles tun, was Dir gut tut!!!
      Das warme Rot steht auch dem Herbsttyp, wenn es nicht so quitschig ist wie Dein Orange. 🙂 Was Du da beschreibst, passt auch zu dem Frühling-Herbst-Mischtyp oder dem Herbsttyp. Ein Frühlingstyp kann ein ganz leuchtendes Orange und ein leuchtendes Türkis tragen. Dem Mischtyp und dem Herbsttyp steht ein etwas gedeckteres Orange und nur ein Blau mit einem Grünstich (Petrol). Sogar da gibt es Unterschiede. Ich meine kein kaltes Petrol, das dem Wintertyp steht, sondern ein gedecktes. Es kommt auch auf den Stoff an. Ich kombiniere manches Mal gerne mit Wintertypfarben, so kommt Pepp in die Garderobe. Und ich trage auch schon mal eine weiße Bluse (in einem krinkeligen Stoff, der durch die Fältchen nicht so hartweiß erscheint) und dazu eine cognacfarbene Weste und große Ohrringe in Naturfarben. So ist der Kontrast nicht so hart. Und ich habe ja auch geschrieben, dass jeder Typ in sich wieder anders aussieht und individuelle Kombis tragen kann. Schau mal ein hellhäutiger rothaariger Herbst mit petrolfarbenen Augen hat wieder andere Favoritenfarben als ich, auch wenn uns beiden alle Farben des Herbstes stehen. Trotzdem passen zu dem einen dies besser und zum anderen jenes aus der gleichen Farbpalette. Das ist doch ganz natürlich!

      Wichtig ist doch, dass Du Dich in Deinen Farben wohl fühlst und das mit Deinen Farben ausdrückst, was Du fühlst und so erscheinst, wie Du gesehen werden möchtest.

      ♥ Bina

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