Gedanken zum Jahreswechsel entsprechend des Naturkreislaufs (Jahreskreisfeste)

 

Ihr Lieben,

als ich heute morgen aufwachte, dachte ich sofort: „Oh Schreck. Jetzt sind die Feiertage rum. Das neue Jahr hat begonnen. Die Schonzeit zwischen den Festtagen ist vorbei. Ich muss meinen AB abrufen, in die Mails schauen, mich um Geschäftliches kümmern, das auf dem Schreibtisch liegt und noch abgearbeitet werden muss, ich muss …“ Dabei fiel mir noch ein, dass ja Neustart angesagt ist, weil ja ein neues Jahr angefangen hat. Man muss doch jetzt buchstäblich starten. Ich schaute aus dem Fenster und sah, dass die Natur da draußen ganz anders tickt und zwar natürlich!

Eigentlich ist es völlig unnatürlich, dass der Januar der erste Monat im neuen Jahr ist, dass überhaupt der Jahreswechsel mit Dezember mitten im Winter stattfindet. Naturgemäß und auch dem Jahreskreis entsprechend endet und beginnt das Jahr im März! Mit dem Sternzeichen Fische wird Tod und Wiedergeburt verbunden. Darauf folgt der feurige  Widder, mit dem die Natur ausbricht und ruft: „Hier bin ich!“ Auch der Tod von Jesus Christus und seine Auferstehung fällt in diese Jahreszeit. Natürlich ist das Datum auch schon sehr verschoben, wenn ich bedenke, dass Ostern manchmal sehr spät fällt. Ostern ist mit dem Symbol des Hühnereis, das wir bunt anmalen, ein Fest des neuen Lebens, des Neustarts, der Wiedergeburt der Natur, so wie der Fisch das Symbol des Christentums war, das noch viel älter ist als das Christentum selbst. Die Feste der Weltreligionen, wie zum Beispiel das Christentum, sind sowieso von ursprünglichen Naturreligionen und Bräuchen des Heidentums abgeleitet.

Warum schreibe ich das? Für mich ist es wichtig, dass ich mich in dieser Jahreszeit des Mittwinters nicht unter Druck setze, so nach dem Motto „Achtung fertig los, jetzt muss direkt mit Vollgas losgelegt werden“. Nein, ich lasse alles ruhig angehen. Ich bin noch im „Winterschlaf“, brauche kleine Schritte und beginne jetzt erst zu überdenken, was war, und was zukünftig anstehen könnte. Ich mache auch nicht automatisch schon im Dezember einen Jahresrückblick und überlege, was ich im neuen Jahr alles besser machen könnte oder anders. Ich nehme mir nicht die typischen guten Vorsätze zu Herzen. Das alles entwickelt sich bei mir ganz allmählich im Januar und Februar. Das sind ohnehin meine ruhigsten Monate im Jahr mit dem größten Rückzugsfaktor. Am liebsten hätte ich nicht im Januar, sondern im Mai Geburtstag. Ich spüre nämlich, dass es auch manch anderen so geht. Sie haben im Januar auch keine große Lust zu feiern, was natürlich nicht bedeutet, dass zu meinem Jubiläumsgeburtstag in diesem Jahr keine große Party steigen wird, auf die ich mich jetzt schon sehr freue. Ja, in diesem Jahr habe ich natürlich Lust zum Feiern. Meine geladenen Gäste freuen sich auch schon. In diesem Sinne habe ich in diesem Jahr noch mehr zu bedenken. Mein Neujahr fängt gefühlsmäßig  sowieso frühestens erst an meinem Geburtstag an. Bis dahin könnte ich sowieso in den Winterschlaf gehen! 😉 Und in diesem Jahr läutet dieser Tag auch noch eine neue Jahrhunderthälfte an. Puh … ich habe schon viel darüber nachgedacht. Was habe ich bisher erreicht? Was kommt nun? Die Zeit läuft immer schneller … Was ist wenn? … Aber das bringt mich nicht weiter, denn das versetzt mich in Stress und ehrlich gesagt auch ab und an in Angst. Ich halte mich dann buchstäblich an, im Hier und Jetzt dankbar und glücklich zu sein mit dem, was gerade da ist. Egal, wie ich mich in meinem Leben entschieden hätte, so wären immer Licht und Schatten da gewesen. Es gibt kein richtig und kein falsch! Deshalb ist es immer gut, zu dem zu stehen, was war und was ist! Vor allem möchte ich mich nicht umschauen und mich nicht mit anderen vergleichen oder das mitmachen, was angesagt ist. Für mich ist immer noch Ruhe angesagt. Und so langsam ab Februar, wenn das alte Jahreskreisfest „Lichtmess“ stattfindet, an dem altes abgestreift und neues bedacht wird, brauche ich, Natur, noch viel Ruhe. Das alles ging mir heute Morgen durch den Kopf, als ich in diesen Gedanken versunken im Bett liegend aus dem Fenster schaute.

Nachdem ich heute morgen meine Mails geöffnet hatte, las ich sofort einen ganz lieben Gästebucheintrag von einer ehemaligen Kundin und nicht nur ihre Neubuchung für ihre Mutter, sondern gleich noch zwei weitere Beratungsanfragen. Sofort war ich putzmunter und freute mich wieder riesig auf den Alltag! Aber ich darf es zum Glück langsam angehen lassen. Das ist der Vorteil der Freiberuflichkeit. Ich habe keinerlei Sicherheiten, auch nicht finanziell, aber ich bin frei in meinen Entscheidungen und in meiner Planung, so wie es mir naturgemäß entspricht. So hoffe ich und glaube, dass ich noch lange gesund bleibe, um immer arbeiten zu dürfen, weil das, was ich mache mir entspricht und ich mir die Zeit dafür auch entsprechend einteile. Diesen Sprung in die Freiheit zu wagen, war vor 10 Jahren nicht leicht, aber es hat sich gelohnt. Ob sich das mal zum Negativen rächt oder nicht, weil ich im Alter nicht abgesichert bin, das weiß ich nicht. Aber wer weiß schon, was morgen ist? NIEMAND! Nur Gott allein!

Jeder Mensch wird das, was ich hier schreibe, wohl unterschiedlich nachempfinden, und das ist auch in Ordnung so!

Ich wünsche allen einen schönen Winter und den Jahresbeginn, den jeder ganz persönlich entsprechend seiner Natur braucht und sich wünscht mit dem Zeitpunkt, dem jedem ganz individuell gut tut!

Herzlichst

Sabina


www.farben-reich.com

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2 Kommentare

  1. Eine sehr schöne Einstellung, liebe Bina. Wenn die Tage wieder länger und die Nächte kürzer werden, dann ist noch Zeit genug, langsam das neue Jahr anzupacken 🙂 Lassen wir es langsam angehen, so wir denn können. 🙂

    1. Danke, liebe Ute. Schön, dass Du das nachempfinden kannst.

      Heute habe ich mir einen langen Spaziergang gegönnt – natürlich wieder mit der Kamera. Das war sooo schön, denn die Sonne schien. Es war nur so unglaublich glatt.
      Ich bin gerade dabei die Fotos zu bearbeiten. Das erste Ergebnis findest Du im neusten Beitrag, den ich gerade in den Blog gestellt habe.

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