Mut zu grauen Haaren und stattdessen Mut zu bunter Kleidung

Mut zu grauen Haaren und stattdessen Mut zu bunter Kleidung #Farbberatung #Stilberatung #Sabina Boddem #FarbenreichImmer noch herrscht die Meinung, dass das Ergrauen der Haare eine Folge des Alterns sei.

Das stimmt aber nur bedingt, denn es gibt Menschen, und das sind in der Regel Wintertypen, die bereits in den 20ern ergrauen. Das kann so wunderschön aussehen. Ein flotter Haarschnitt, ein dazu passendes Make-up in klaren Farben, Silber- oder Weißgoldschmuck dazu oder entsprechender Modeschmuck unterstreichen silbergraue Haare optimal. Die beliebten Schwarz- und Weißoutfits, klare Blautöne, Türkis, Petrol, leuchtendes Flaschengrün, klare etwas blaustichige Rots u.s.w. würden sowohl eine junge als auch eine ältere Frau strahlen lassen. Nein? Warum nicht?? Weil es die Werbung und die Mode negiert!

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden plötzlich genau so selbstverständlich hören, lesen oder sehen, dass jemand sagt: „Loreal hat nun die Grautöne für die Frau ab 25. Unterstreichen Sie Ihren natürlichen Typ. Loreal, weil Sie es sich wert sind!“ … Oder Sie  schlagen Jahrzehnte und gar Jahrhunderte lang Modekataloge oder -zeitschriften auf und sehen ganz  selbstverständlich junge Frauen mit grauen Haaren. Niemand würde mehr auf die Idee kommen, diese Farbe zu verbergen.

Stattdessen stecken die Kataloge Frauen mittleren Alters mit silbernen Haaren in Rosttöne – Modekataloge und Fachzeitschriften gehen selten bei den Farben nach dem entsprechenden Typ -, was dann auch ziemlich altbacken wirkt. Schauen Sie mal in einen Panda- oder Waschbär-Katalog (nichts gegen die Mode aus diesen Katalogen, sie ist echt klasse!), da sehen Sie manchmal Frauen mit naturroten Haaren in Flieder oder Pastellblau, da kräuselt sich aber jedes Nackenhaar einzeln -bei mir besonders-, wenn ich dann sehe, wie das gleiche Model wunderschön raus kommt in ihren warmen Farben auf den nächsten Seiten. Schlimmer noch, wenn eine Rothaarige in Taupe gekleidet ist, und daneben ist ein bewusst gewählt  älteres Model mit silbernen Haaren in Olivegrün mit Rostrot zu sehen. Grrr … Meine Kundinnen erkennen das immer nach den Farbberatungen, wenn ich mit ihnen gemeinsam Katalogbeispiele anschaue, damit sie mal sehen können, was in ihren Farben aktuell ist.

Wenn es also ganz selbstverständlich wäre, dass das graue Haar keine Altersfrage ist, und die Menschen genau so selbstverständlich damit leben würden, wie mit allem anderen auch, dann hätten viel mehr Frauen den Mut zu ihrem Haar zu stehen.

Bei Männern wird hingegen niemals solch ein Gerede darum gemacht. Wenn sie grau werden, dann ist das edel. Da Männer in der Geschäftswelt ohnehin eher kühle Farben tragen, fällt das auch nicht so unvorteilhaft auf.

Ich schreibe jetzt bewusst dem Thema entsprechend nur von grauem Haar, aber im Grunde genommen gilt das für alle Haartöne.

Auch die warmen Farbtypen werden grau. Dieses Grau ist in der Übergangszeit wirklich nicht sehr edel, so dass es  verständlich ist, wenn eine Frau tönen oder färben möchte. Aber auch hierbei ist es wirklich vorteilhaft, wenn die Farben entsprechend zum Gesicht und dem natürlichen Haarton Farbtyp gerecht gewählt werden.

Ihr Einwand könnte mit Recht sein bei allem, was ich schreibe:

Farben sind ein Lebensgefühl! Warum in ein Schema pressen? Warum überhaupt Farbtypberatung?… ich möchte mich verwandeln dürfen!… ich möchte alle Farben tragen!… so wie mir gerade ist!… egal, ob auf dem Kopf oder am Körper!… so ein Quatsch!… Ich möchte  mich verändern können, so wie ich das will!…

Und ich antworte:

Sie haben Recht! Gerade, wenn wir jung sind, möchten wir experimentieren, uns verwandeln, ausprobieren, mit dem Image spielen, uns verfremden, uns schützen oder auch öffnen, lernen, ach ich könnte so viel dazu schreiben, weil ich das ja selbst alles kenne! Und manche Menschen möchten das ihr Leben lang! Das ist alles völlig in Ordnung, denn jeder muss doch so leben, wie er glücklich ist und die Erfahrungen machen, die er für sich braucht.

Wenn ich hier mit meinen provokativen Artikeln immer wieder davon sprechen, wie schön die Natur ist, dann beziehe ich mich ganz einfach auf das, was ich in der Arbeit als Ganzheitliche Farbberaterin, Therapeutin und privat erlebt habe und immer noch erlebe. Es kommen ja Menschen zu mir, die sich durch die Mode, durch die allgemeinen Ammenmärchen, durch Kindheitserfahrungen, durch … verloren oder verletzt fühlen. Oder es kommen Menschen, die es einfach satt haben, durch die Läden zu laufen und die in der Vielfalt von Farben und Formen die Orientierung verlieren und einfach keinen Bock mehr haben auf das (Fehl-) Experimentieren oder auf Fehlkäufe. Und das kennen wohl die meisten, nicht nur Frauen, sondern auch Männer.

Aber hier möchte ich nochmal auf die Überschrift kommen.

Ich glaube ganz einfach, dass viel mehr Frauen glücklicher wären, wenn das Umfeld mit Werbung aller Arten, nicht suggerieren würden, Mut zur Farbe im Alterwelch eine Anti-Fältchencreme und welche Zahnpasta, welche Slipeinlage oder welche Haarfarbe die Frau benutzen muss, um ja ihr Alter zu kaschieren oder nicht zu altern und darüber hinaus endlich in Würde Grau werden könnten oder gar schon in jungen Jahren das Grau akzeptieren würden, WEIL es ja noch nicht mal ausschließlich eine Erscheinung des Alters ist. Wenn alle Wintertypen ihr Grau unterstützen würden, Sie kämen aus dem Staunen nicht mehr raus, wieviele Menschen plötzlich mit grauen Haaren so selbstverständlich das Bild der Öffentlichkeit prägen würden, wie die Blonden, Brünetten oder Schwarzhaarigen. Stattdessen sitze ich oft in öffentlichen Verkehrsmitteln und sehe überwiegend graue, schwarze und dunkelblaue Mäntel oder Jacken und das auch noch an warmen Farbtypen und kaum jemand lächelt. So viel zu dem Vorurteil „Nach einer Farbberatung bin ich eingeschränkt und in ein Schema gepresst!“ 😉

Graue Haare und eine flotte Farbe dazu würden die Umwelt und das Leben bunter, fröhlicher und jünger erscheinen lassen, als das ewige Blondieren oder gar rot färben der Haare und dann schwarz, weiß und grau herum laufen, weil damit kann man ja angeblich nichts falsch machen! 😉

Kunterbunte und heute sehr schelmische Grüße!

Ihre/ Eure Sabina (Boddem)

P. S.: Nicht, dass hier ein Missverständnis entsteht. Ich finde gut gesträhnte und gefärbte Haare, die zum Typ passen (egal, ob der verfremdet oder natürlich ist) sehr vorteilhaft und bin auch nicht die Ökofarbberaterin, die generell gegen Färben und Tönen ist. Ich bin manches Mal in meinen Artikeln sehr direkt, weil ich zu vielen Menschen begegne, die tatsächlich glücklich sind, wenn sie während und nach einer Beratung endlich bei sich ankommen und mal erkennen dürfen, wie schön sie sind, und das unabhängig von den Idealen, die vorgeschrieben werden. JEDER MENSCH KANN SCHÖN SEIN und soll sich so wohl fühlen, wie er es möchte. Ich glaube aber, Sie wissen schon, was ich ausdrücken möchte. Ich hoffe es zumindest. 🙂

Weitere Artikel zu dem Thema Haarfarbe:

https://farbenreich.wordpress.com/2010/08/10/warum-haare-farben-zur-sucht-werden-kann/

https://farbenreich.wordpress.com/2010/01/31/wintertypen-ergrauen-fruh-sommertypen-fruhlingstypen-und-herbsttypen/

https://farbenreich.wordpress.com/2010/08/09/entsprechende-haarfarben-passend-zu-den-jeweiligen-farbtypen-fruhlingstyp-fruhling-herbst-mischtyp-herbsttyp-sommertyp-sommer-winter-mischtyp-wintertyp/

https://farbenreich.wordpress.com/2010/04/27/wem-stehen-rote-blonde-braune-oder-schwarze-haare-welche-haarfarbe-passt-zu-welchem-farbtyp/

www.farben-reich.com

Advertisements

50 Kommentare

    1. Liebe Irene,

      gerade habe ich Dir einen sehr langen Kommentar unter Deinen Artikel geschrieben.
      Dein Blog ist gut, den kann ich noch gar nicht. Klar ist er ab jetzt auch bei mir unter den Weblogs verlinkt.

      Ja, die Anzahl der Kommentare unter diesem Artikel, sprengt tatsächlich den Rahmen. Ich freue mich natürlich sehr über solch eine Resonanz und über die vielen damit verbundenen offenen Feedbacks.

      Auch Dir alles Liebe bis demnächst. Vielleicht findest Du ja noch etwas bei mir, was Du vertonen magst. 😉

      Herzlich
      Sabina

  1. Super Artikel, wie ich bereits in meinem Kommentar unter den ebenso guten, vorangegangenen Beitrag schrieb!

    Lieben Gruß
    Moni

  2. Ich muss gestehen, ich fühle mich innerlich zu jung um zum grau zu stehen, daher färbe ich lieber, hoffentlich typgerecht 😉 Allerdings wäre es auch noch nicht überall und so ein Mischmasch mag ich nicht. Aber auf Dauer werde ich sicher nicht färben, wenn das grau/weiß schön klar und überall ist, dann werd ich dazu auch stehen.

    1. Das ist auch verständlich, denn schließlich muss man sich ja wohl fühlen … Ich wüsste auch nicht, was ich machen würde, wenn ich grau wäre. Ich stecke ja nicht drin. Ich habe ja nur einzelne Haare, die grau sind, und die finde ich natürlich schön, weil die dann so glitzern in dem dunklen Haar.

  3. Hallo BinA,

    jetzt hatte ich ja viel zu lesen… 😉 Ja, wir sollten uns schon wohlfühlen in unserem Körper. Und seid ich bei dir war, schaue ich schon ganz genau, was es für ein ROT,GRÜN, BRAUN oder GELB ist. Ich merke ganz genau, wenn ich vor dem Spiegel stehe, dass diese Farbe kalt oder warm ist… grau ist definitiv nicht meine Farbe und aus diesem Grund werden meine Haare gefärbt in einem schönen warmen BRAUN. Ich habe das GLÜCK bei meinen Haaren, dass man die Ansätze ziemlich gut „wegwurschteln“ kann 🙂

    Ich fühle mich wohl in meiner Haut… 😉

    Nun schicke ich euch allen einen kunterbunten Strauss voller Gesundheit, Liebe und Glück

    DIE Karin aus Dortmund

    1. Liebe Karin,

      Du bist süß! 😉

      Ja, bei Dir ist es schon verständlich, dass Du als warmer Farbtyp bei deinen langen, sehr krausen Haaren färben möchtest. Aber, wenn das Haar eines warmen Farbtyps mal ganz ergraut ist, dann hat es einen sehr schönen weichen Grauton, der sehr wohl zu den Frühlings- Mischtyp- und Herbsttyp passt und zu Deinen warmen Rot-, Gelb-, Orange-, Rost- und Grün- und Petroltönen. Nur der Übergang zu dem völlig grauen Haar empfinden viele als nicht so vorteilhaft, wie er bei dem Wintertyp sein kann.

      Lieben Wochenendgruß
      Bina

  4. Liebe SabinA,

    ich stimme dir rundherum zu.

    Ich für meinen Teil, stehe zu meinem Grau. Es wird täglich mehr und ich werde doch nicht färben um dannn irgendwann einen fetten grauen Ansatz auf dem Kopf zu tragen 😉 Nööö. Und ich lass mir auch nichts diktieren, was vermeintlich modisch ist. Seit einigen Jahren gehe ich zu einer ganz lieben und kompetenten Naturfrisörin in Krefeld. Das ist immer eine Wonne, weil u. a. die Räumlichkeiten wunderschön sind, frau im Liegen das Haar gewaschen und die Kopfhaut massiert bekommt und es nicht nach Haarspray und Co. stinkt. Dort lasse ich mir mein sehr sprödes Haar mit Naturfarbe pflegen. Die überdeckt nix und ist meinem Naturton angepasst. Früher bin ich auch knallrot durch die Gegend gelaufen. Na und? Ich musste mich erst mal finden ;+)))

    Ich mag auch gern so bestimmte Frauentypen anschauen, mit tollem silbernen Haar, einem pfiffigen Haarschnit, meist eher der sportlich-elegante Typ. Mein Grau ist nicht so hübsch, eher etwas borstig, aber ich bin ja auch nicht der beschriebene Frauentyp.

    Also meine Damen, lasst euch nicht rumkommandieren von den Modefuzzis, die wollen nur unser Geld, investiert das bei eventuellen Unsicherheiten lieber in eine kompetente und ganzheitliche Beratung zum Beispiel bei

    tätäääääääää „SABINA BODDEM“

    have a nice day
    Andrea

    1. Liebe Andrea,

      ja, ja Du warst ja auch eine, die mich lange mit Sabrina anschrieb. 😉

      Du siehst doch immer gut aus und trägst meist Deine schönen Sommertypfarben. Und Du kannst auch gut die ein oder andere dunklere Farbe aus der Winterpalette nehmen, was Du ja auch tust. Deine Locken finde ich traumhaft. Leider kommen die auf Deinem Foto auf Deiner Webseite gar nicht so schön zu Geltung. – Mädels, Ihr müsst nämlich wissen, dass diese hübsche Frau wirklich einen unglaublich quirligen Lockenkopf hat mit einigen grauen „Fäden“ dazwischen und trotz der dunklen Haars kein Wintertyp ist. Sie würde wahrscheinlich von vielen Farbberaterinnen dazu gemacht werden, die nach einem Einheitsschema gehen. –

      Echt süß, wie Du für mich Werbung machst. Dankeschön! Ich muss ja nicht rot werden? 😉

      Ganz lieben Gruß
      Sabina 🙂

  5. Ja, eine Farbberatung für meine Kleidung (nicht fürs Haar) könnte ich auch mal gebrauchen. Jeans liebe ich heiß und innig und dazu aber meist nur weiß oder eben auch blau. Schade, dass du so weit weg bist, liebe Bina.
    LG Ute

  6. Herzlichen Dank für diesen wunderbar bunten Artikel. Ich bin eine der Frauen, die schon mit Anfang 20 grau wurden, habe dann mit Mitte 30 angefangen zu tönen und zu färben, v.a. mit Henna und kam mir sehr oft verkleidet vor. Ich habe die Winterfarben getragen, ohne zu wissen ein Wintertyp zu sein, und das passte natürlich nicht zu den gefärbten roten Haaren. V.a. meine Freundinnen waren der Meinung ist sollte meine Haare färben, ansonsten würde ich zu alt aussehen.
    Vor 8 Jahren habe ich beschlossen, Schluss mit der Färberei, ich habe mich einfach unwohl gefühlt und es war mir egal was die anderen sagten. Seitdem mag ich mich viel mehr und seit 2 Jahren habe ich den perfekten Friseur gefunden, der mir niemals meine Haare färben würde. Und so habe ich mich mit mir und meinen Haaren nach 30 Jahren ausgesöhnt, wir lieben uns und bunte Farben in der Kleidung und v.a. unser buntes und reiches Leben.
    Und ich mache wirklich allen Frauen Mut zu ihren grauen Farben, wenn sie sich damit wohl fühlen. Am schönsten ist es, in der Münchner U-Bahn auf Frauen zu treffen, die genauso mutig sind, inzwischen fangen wir auch an miteinander zu sprechen, dadurch habe ich schon sehr interessante bunte lebensfrohe Frauen kennengelernt.
    Es leben die Farben und die grauen Haare, die Lebensfreude und funkelnden Schönheiten.
    Sabina Schnick

    1. Liebe Sabina,

      wir kennen uns ja bereits seit gestern durch XING. Ich bin ja schwer beeindruckt nach fast 50 Jahren eine Frau kennen zu lernen, die den gleichen Namen trägt, wie ich. 😉 Das ist so ungewohnt, Dich mit diesem, ja bisher immer nur meinem Namen, an zu reden. Aber richtig schön! Ich freue mich darüber und über Deinen Entschluss Deine persönlichen Erfahrungen hier zu veröffentlichen. Herzlichen Dank dafür!

      Und, Du siehst einfach klasse und authentisch aus! Kompliment!

      Herzlich und natürlich kunterbunt
      Sabina

      P.S.: Sicher kennst Du das auch, wenn viele ein E statt ein A hinter Deinen Namen schreiben? Ich kriege zugegebener Maßen schon manches Mal ’ne Krise deswegen 😉

      1. Liebe SabinA,
        stimmt oft werde ich auch mit e anstatt mit a angesprochen, früher habe ich mich geärgert, heute reagiere ich gar nicht mehr, weil ich mich energetisch nicht angesprochen fühle.
        Ich liebe dieses offene a am Ende meines Namens, dies entspricht der Offenheit in meinem Leben und Herzen.
        Herzliche Grüße
        SabinA

      2. Ja, geht mir genau so, deshalb ich bin froh, dass meine Eltern meinen Namen mit A enden ließen. 😉

        Herzlich
        BinA (so werde ich auch gerne genannt)

  7. Hallo Mädels,
    man kann das Thema natürlich auch übergreifend ausweiten. Stellt Euch einmal vor, Ihr könnt eine Figur haben, wie sie gerade gewachesen ist und zu Euch passt. Es gäbe keine sinnlosen Diäten und keine Quälerein. Ich bin der Meinung, die Natur hat sich etwas dabei gedacht, uns genau so aussehen zu lassen.Wir sollten dazu stehen und einfach so sein, wie wir sind. Das Ziel ist es . sich in sich selbst wohlzufühlen. Vielleicht wird das irgendwann auch die Modeindustrie verstehen und die Teene-Geschäfte, die ganze Innenstädte füllen, ersetzen.
    Meine Botschaft : Seid einfach nur Ihr selbst und fühlt Euch wohl damit
    Sonnenscheingrüße (die Sonne scheint immer, auch wenn manchmal nur hinter den Wolken)
    Elke

  8. Eine Referendarskollegin hatte schon mit 27 grau-melierte Haare. Heute mit Anfang 50 ist sie weiß, Mutter von vier lebhaften Jungen. Sie wäre nie im Traum darauf gekommen, sich die Haare zu färben. mit einem flotten Kurzhaarschnitt sieht sie immer blendend aus. Dementsprechend farbenfroh ist auch ihre Kleidung.

    Herzlich,
    Anna-Lena

    1. Klasse!
      Ja, das sind meist die von mir beschriebenen Wintertypen. Bei ihnen sehen die grauen Haar wirklich am besten aus. Natürlich spielt der Haarschnitt und die Haarsubstanz auch eine Rolle. Ich kann auch verstehen, wenn eine junge Frau ganz langes Haar trägt und färben möchte, weil das graue Haar dann individuell gesehen vielleicht nicht so flott rüber kommt.

      Und, Wintertypen können ja auch die kräftigen Spektralfarben tragen. Das sieht dann dazu wirklich richtig pfiffig aus. Alles kommt ja immer auf den individuellen Typ an.

      Herzlich Bina

  9. Mut zu grauen Haaren und stattdessen Mut zu bunter Kleidung das finde ich vollkommen in Ordnung.
    Für mich kommt das allerdings zur Zeit überhaupt nicht in Frage.
    Vielleicht in einigen Jahren. Zur Zeit bin ich mit mir durchaus zufrieden.
    Oft sehe ich ältere Damen mit grauen Haaren und wie du schreibst mit bunter Kleidung und passendem Schmuck. Das kann ganz edel aussehen!!!

    Liebe Grüße und einen schönen Nachmittag

    Bärbel

    1. Mit bunt meine ich nicht unbedingt schrill. Die klaren lauten Farben stehen ohnehin dem Wintertypen am besten, ohne kitschig auszusehen.

      Auch die anderen Farbtypen können entsprechend in ihren Farben bunt sein, ohne zu laut zu werden und ohne aufdringlich zu erscheinen.

      Aber letztendlich ist alles eine Frage des Sich-wohl-fühlens. Und jeder sollte das tun, womit er sich wohl fühlt!

      Lieben Gruß und einen schönen Restabend
      Bina

  10. Deine Worte, liebe Sabina: „Und heute freue ich mich über einzelne, sehr wenige graue Haare, die in der Sonne glitzern! Ich empfinde mein Haar weder aschig, noch langweilig. Im Gegenteil, ich darf ja wirklich glücklich sein, weil ich in meinem Alter noch nicht richtig ergraue. Aber auch graue Haare können ja sehr schön aussehen.“
    Du stellst es auch als Glück heraus, dass du keine grauen Haare hast und betonst das durch das anschließende „Aber …“ zusätzlich.
    Das kommt für mich so rüber, als wenn die grauhaarigen dann doch etwas Pech hätten …
    Ich mache mir da nichts draus, weil ich mit meinen Haaren inzwischen ziemlich ausgesöhnt bin: „spärlich und weiß“ und ich nur sage: Na und?
    Und Gott sei Dank habe ich ja Mut zur Farbe!

    1. Liebelein, ich kann doch nicht noch hundert mal betonen, dass ich graue Haare an manchen Farbtypen oder Personen schön finde. Wenn ich schreibe zum Glück, dann ist das für den allgemeinen gängigen Geschmack entsprechend geschrieben, eben wie „man“ so daher spricht. Ich hätte das auch in Gänsefüßchen setzen können 😉 😉

      1. „Liebelein“ ist ein wunderschönes Wort, so bin ich noch nieeeeeeeeeeeee genannt worden. Dafür würde ich mir glatt die Haare ….. na, na???? 3 cm wachsen lassen!

      2. 🙂 Na dann viel Spaß dabei!

        Ich habe mir meine Haare gerade wieder selbst geschnitten. Ich gehe selten zum Frisör, und das schon seit genau 24 Jahren.

  11. Liebe Sabina, danke Dir für Deine Worte, Dein Appell – Mut zu grauem Haar – das macht auch mir Mut. Ich bin 30 und hab schon viele graue Haare, mein Frisör will mir immer eine Farbe aufquatschen, aber nix passt so gut zu mir wie dies 🙂 Meine Eltern waren beide schon früh grau, beide mit Mitte 20 schon – meine Mam hatte vor ca. 10 Jahren endlich den Mut, dem grauen Haar Raum zu geben, es endlich zu zeigen (fern ab von Modeartikeln und Co.) – sie bekommt dafür so viele Komplimente und auch Ihr Frisör sagt, würde sie nochmal färben wollen, muss sie woanders hin 🙂 Super! Ich hoffe viele Menschen lesen dies und trauen sich – sie selbst zu sein – das was sich von innen heraus zeigen möchte und dabei den Mut zu haben authentisch zu sein. Danke Dir von Herzen, liebe Grüße aus Aschaffenburg, Corinna

    1. Als ich noch gefärbt habe, wollte mich meine Friseuse auch „prügeln“ – wir verstehen uns sehr gut. Eigentlich ist doch ihre Einstellung geschäftsschädigend, denn beim Färben verdienen sie mehr als an einem Kurzhaarschnitt!

      1. Diese Frisörin könnte ich sein. 😉 Ich lehne Aufträge ab, weil ich mich meist von der Masse abhebe und keine „Massenberatungen“ (Großgruppen- oder Onlineberatungen) durchführen möchte. Aber das, was ich mache, da stehe ich hundertprozentig hinter und kann in den Spiegel gucken!

        Da kommen Firmen auf mich zu, die beispielsweise erwarten, dass ich in zwei Stunden 10 Personen farb- und auch noch stil berate. Und das mache ich nicht, auch nicht, wenn es sich „nur“ um Farbberatungen handelt. Einen Vortag darüber halten wäre o.k., mehr aber nicht in solch einer Zeitspanne.

  12. Danke für die wunderschönen farbigen Grüße, da ist alles drin!!!

    Heidruns Worte „gruselig finde, diese leider meist unpassenden Rotschöpfe“ erinnerte mich sofort an eine Bemerkung eines Bekannten:

    Klimakterium-Rot-gefärbte Haare …

    Den Regenbogen für Euch alle!

    1. Ja, und was gar nicht geht, sind Sommertypen mit Herbstfarben (Ausnahme ist Weinrot und ein kühles Braun, was beiden steht) und mit Henna gefärbten Haaren oder sonstigen warmen Rottönen. Das ist echt gruselig und macht uralt. Die Gesichtshaut wird dadurch sehr irritiert, und Sommertypen neigen ohnehin zu Hautrötungen. Ist nicht immer so, aber oft.

      So, ich muss los. Bin also ab jetzt für mehrere Stunden nicht mehr online.

      Ich winke mit dem Regenbogenbesen und ssssst huuuuui ………. weg bin ich!

  13. Und doch … eine Mitsängerin im Chor hatte wunderschönes eisengraues Haar und ein sehr junges Gesicht mit Ende 20. Wir hatten sie immer als Beispiel angesehen, dass man nicht färben muss, um gut auszusehen. Als sie sich ca. 10 Jahre später zum Färben entschloss (braun, ähnlich wie vor dem Ergrauen), sah sie jünger, frischer und besser aus.
    Ähnlich eine andere Bekannte, bei der das Grau mit Mitte 30 begann und die ab dem 40. Lebensjahr färbte.
    Vielleicht sind es nur Sehgewohnheiten – aber wir leben eben nicht auf einer Insel, sondern sind Teil dieser Gewohnheiten.
    (Dass die Farbe typgemäß sein muss, steht da natürlich außer Frage – auch ich habe meinen brünett-Wunsch aufgegeben und bin nun wieder blond … mit fast 48 nicht ohne Hilfe der Friseurin meines Vertrauens möglich).

    1. Liebe Ute,

      es geht in meinen Artikeln nicht darum, dass ich generell gegen Färben bin und auch sehr wohl weiß, dass manche Menschen mit getönten oder gefärbten Haaren vorteilhafter aussehen, als mit ihrem Naturhaar. Dieser Artikel und auch andere Beiträge sollen, wie Du eben im XING so gut bemerkt hast, zum Nachdenken anregen und sind das Resultat meiner langjährigen Erfahrungen mit verzweifelten Kundinnen, die glücklich sind, endlich mal aussteigen zu können oder, die mit meiner Hilfe den richtigen Ton für sich finden, weil leider die Frisöre das nicht so sehen. Mit Brillen ist das ja ähnlich.

      Toll, dass Du mit Deiner Friseurin da Glück hast!

      Lieben Gruß
      Sabina

  14. Hallo Sabina,

    leider habe ich viel zu selten Zeit Deine wunderbarben Aritkel zu lesen.

    Aber jetzt muss ich mal wieder meinen Senf dazu geben. Auch ich habe relativ früh die ersten grauen Strähnchen bekommen. Das hat mich auch gar nicht weiter gestört. Als es aber immer mehr wurden und das Grau gerade auf dem Oberkopf dominierte, habe ich beschlossen mit Pflanzenfarbe in meinem Naturton zu färben. Auch meine Friseurin fand das gut so, denn ich hätte so ein jugendliches Gesicht und das Grau lässt mich blass und auch ein bisschen krank aussehen (besonders im Winter, wenn die Haut heller ist). Genau das fand ich eben auch.

    Aber ich kenne auch einige Frauen, die mit Grau super aussehen. Was ich auch gruselig finde, diese leider meist unpassenden Rotschöpfe. Furchtbar!

    In 10 Jahren oder so, wenn ich bereit bin für Grau, gibt es einen vielleicht einen pfiffigen Kurzhaarschnitt und dann darf es auch grau sein 😉

    LG
    Heidrun

    1. Liebe Heidrun,

      schön, dass Du Dir heute mal die Zeit genommen hast! 😉

      Ich kann mich nur wiederholen. Auch für Dich ist es selbstverständlich in Ordnung die Haare zu tönen. Der Artikel macht ja nur auf eine Problematik aufmerksam, die immer wieder Thema ist in Beratungen … Und gerade deshalb ist es ganz wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass nicht immer unbedingt gefärbt werden muss. Es gibt ja genug Menschen, die das eigentlich nicht möchten und sich von außen aber verunsichern lassen oder es gar nicht nötig hätten und in solchen einen Kreislauf geraten, dem ich ja selbst ergeben war, wie Du meinem vorherigen Artikel entnehmen kannst.

      Lieben Gruß
      Bina

      1. Hallo liebe Bina,

        ja, du hast absolut recht. Man soll sich bloß nicht verbiegen lassen. Hauptsache man fühlt sich wohl.

        Ich färbe ja auch nicht, weil es mir eingeredet wird, die Friseurin hat mich nur in meiner momentanen Meinung bestätigt. Ich fühle mich so wohler in meiner Haut 😉 Und, was mir ganz wichtig ist, dass es nahezu exakt mein Naturton ist. Alles andere würde für mich auch nicht infrage kommen, da fühlte ich mich verkleidet 🙂

        LG
        Heidrun

  15. Mädels, ich danke Euch für Euer Feedback!

    Eva, für Dich einen extra langen Regenbogen-gruß. Schön, dass Du für Dich so klar bist und zu Dir stehst.

    Herzlich und mit allen Regenbogenfarben
    Bina

  16. Hallo Sabina!

    Ein wunderbarer Artikel!

    Wie oft ich – vor allem in jüngeren Jahren – schon gefragt wurde, bisweilen fast gedrängt wurde, meine Haare zu färben ….

    Ich hörte z.B. auch schon: „Man muß ja heutzutage nicht so ausschauen!“

    Und daß es ungepflegt sei …

    Für mich wäre es eine „Verkleidung“, mir die Haare zu färben.

    Der Gedanke daran ist unvorstellbar.

    In der Jugend war ich hellblond, dann dunkelte ich nach.

    Meine damalige Friseurin sagte erst kürzlich zu meiner Mutter, daß sie sich noch immer wundert, daß ich meine „fade“ Haarfarbe nie gefärbt habe. Nach so vielen Jahren! Ca. 30 Jahre 😉

    Wenn ich jemanden mit (er)grauen(den), weißen Haaren sehe, geht mein Herz auf!
    Es ist so schön anzusehen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s