Gedanken zur Weihnachts-ZEIT

Hallo, Ihr lieben Besucher meines Blogs,


gerade mache ich mir Gedanken über die Weihnachts-ZEIT …

Leider haben viele heute kaum eine  beschauliche Zeit,  in der sie – wie die übrige Natur es auch macht – sich zurückziehen können. Hektik, Lärm, Umsatz … überall läuft alles auf Hochtouren!

„Nur“ draußen die Pflanzen und viele Tiere dürfen sich erst mal verabschieden, um neue Kräfte zu tanken für ein neues Leben im Früh-jahr.

Und davor fürchten sich wahrscheinlich auch viele Menschen, denn wenn sie sich nicht in Hektik oder Aktivitäten stürzen, müssten sie sich ja mit sich und anderen tat-sächlich auseinandersetzen … Hm …

Doch gerade in der Zeit, in der wir Ruhe am meisten brauchen, weil es die Natur, die wir ja nun auch sind, einfordert, es natürlich ist, sich zu beruhigen, machen sich viele Menschen den größten Stress. Wenn ich diese Verpflichtungen immer höre, was alles gemacht werden muss und für wen … Das hat für mich echt nichts mehr mit Licht und Liebevollem zu tun.

Und dann an Weihnachten  jagen viele wieder von einem zum anderen und würden so gerne mal für sich sein. Diesen Wahnsinn habe ich zum Glück nie mitgemacht, denn alles, was ich tue, ist freiwillig und kommt von Herzen. Es nimmt mir niemand übel. Im Gegenteil!

Ich erinnere mich da auch an Zeiten, in denen ich in Kinderhorten und Schulen gearbeitet habe. Es war der helle Wahnsinn. Die Kids durften sich nicht zurückziehen, einfach eine gemütliche und schöne Zeit mit Kerzenlicht haben. Ganz in Ruhe mal basteln oder Geschichten lesen, hören oder spielen. Die Kinder „schrien“ nach Ruhe, und ich hatte sogar in einer Institution einen wunderschönen Traumraum mit ihnen eingerichtet. Aber während des ganzen Jahres wurde ich dermaßen „von oben“ verplant, dass wir selten die Gelegenheit fanden, diesen mal wirklich zu nutzen. Und die Kinder liebten diesen Raum! … Tja …

Der Wahnsinn ging schon vor St. Martin los. Unzählige Fackeln basteln (mit dreijährigen, die meistens gar keine Lust dazu hatten oder gestressten Eltern, die das dann übernahmen). Und anschließend x Mal die gleichen Feiern. Da waren  die Nikolausfeier, die Elternbastelnglühweinfeier, die Weihnachtsfeier … Die Eltern bekamen die Krise, weil sie von einem Termin zum nächsten hetzen mussten aber, wehe diese Hektik wurde nicht genährt, dann waren die Pädagogen unzufrieden, weil sie ja nichts materielles vorweisen konnten. Eben nicht diese unzähligen gebastelten Muttergeschenke, Vatergeschenke, Fackeln, Sterne, Engel, 24 Adventstäschchen …  Und, wenn die Eltern dann mal wirklich weniger Termine auferlegt bekamen oder gebasteltes, dann waren die Pädagogen plötzlich unfähig und faul, weil die Kids ja „nur“ spielten!!! Alle waren nur gestresst, unzufrieden und genervt … und vor allem KRANK geschrieben. Und diejenigen, die „noch“ keine  „fette Grippe“ hatten, die sich damals noch nicht als Schweinegrippe vorstellte ;-), mussten sich noch mehr stressen.

Okay, das waren leider meine Erfahrungen, die zum Glück sehr lange zurückliegen. Mit Sicherheit gibt es inzwischen viele soziale Einrichtungen, die auch mit Verständnis und Liebe gut und gesund organisiert in der Weise geleitet werden, dass für andere Werte Raum und Zeit da ist, als für den Stress, den ich hier beschrieben habe.


Seit 2001 bin ich selbstständig, habe viel Arbeit zu verrichten, aber ich bin kaum noch krank! Denn heute verantworte ich selbst, was ich mir zumuten kann und möchte. Ich kann zwar nicht so oft in Urlaub fahren, wenn überhaupt, aber ich bin gesünder als früher!  Ich gebe und nehme mir auch die Zeit für Heilung!

Auch ich muss in der Weihnachtszeit manchmal mehr arbeiten. Trotzdem passe ich auf mich auf, trage die Verantwortung für mich und schaue, dass ich ausreichend für mich sorge. Und, wenn ich das doch mal verpasse, dann meldet sich sofort mein Körper und setzt ein Warnsignal.

Zeit hat auch was mit Liebe und Raum dafür zu tun …

… mit Liebe und Raum zum Leben,

verbunden mit Hin-Gabe und Dankbarkeit!

Und ich lebe sehr gerne mit allem, was das Leben bringt, auch wenn es da manches Mal ganz viel Aufregung und Schmerz gab …

Doch immer wieder hatte ich Mut, mir die Zeit für mich zu nehmen, egal in welcher Lebenslage ich mich befand oder befinde. Ob mit Kindern oder ohne, ob mit Partner oder ohne, mit oder ohne Job und Arbeit … egal …

Niemand braucht zu jammern, dass keine Zeit mehr da ist. Es liegt an uns selbst, wieviel Zeit wir uns und anderen geben und nehmen!

Zeit für Licht, Zeit für Wärme, Zeit für Nähe, Zeit für Distanz, Zeit für Kontakt, Zeit für Grenzen, Zeit für Rückzug, Zeit für Aktivitäten, die uns gut tun.

Zeit für alles, was wir wirklich brauchen und benötigen …

ZEIT FÜR LIEBE!


Ich wünsche allen eine wunderschöne Advents-ZEIT

und vor allem Be-SINN-lichkeit darin!



www.farben-reich.com


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10 Kommentare

  1. Tja – die Adventszeit ist leider häufig das genaue Gegenteil eines besinnlichen Wartens. In vielen Branchen gibt es einen Jahresendspurt. Bei dem Finanzunternehmen in dem ich gearbeitet habe, wurde immer bis zum 31.12. gearbeitet, damit noch alle Verkaufsziele erreicht wurden. Das gleiche im Einzelhandel bis Weihnachten. Da wird eher der Januar zum Urlaubsmonat. Und dann natürlich die alljährliche Geschenkerallye und der weihnachtliche Verwandtenbesuchemarathon. Stimmt man muss das alles nicht mitmachen. Aber es ist oft gar nicht so leicht, sich den verschiedenen Anforderungen zu entziehen. Da hilft nur, sich auch im allgemeine Trubel bewusst Auszeiten einzuplanen, und das am Besten nicht nur im Advent.

    Vorweihnachtliche Grüße
    Michael

  2. Danke, liebe Bina, für deine wunderbaren gedanken. Wir sollten uns in der Adventszeit auf das besinnen, was das Wesentliche ist. das ist die Chance, zur Ruhe zu kommen.

    Ein schönes 2. Adventswochenende wünsche ich dir.

    Herzlich
    Anna-Lena

  3. Liebe Bina,
    Du beschreibst da genau das, was ich in der Kindergartenzeit meiner Kinder auch so erlebt habe – die liegt allerdings auch schon ein paar Jahre zurück. Kurz vor dem Fest gab es dann zur fetten Grippe auch noch regelmässig irgendwelche Magen-Darm-Infekte und Scharlach (von dem wir aber zum Glück immer verschont waren).
    Seit einigen Jahren schon haben wir da die Hektik rausgenommen und geniessen die Adventszeit mit abendlichem Zusammensitzen und Vorlesen bei Kerzenschein. Das sind solche ruhigen Ankerpunkte für die ganze Familie – auch die Kinder (12 und 14) geniessen das sehr. Das ist die Zeit, die wir uns nehmen, auch wenn noch so viel zu tun wäre…und sie tut uns allen gut.
    BeSINNliche Grüße,
    Sabine

  4. Hallo

    Als Selbstständiger ist das noch schwieriger mit dem Freiraum.
    Ich kenne dies.
    Da muss man stark sein, um das so zu verwirklichen wie Du es tust.

    Eine besinnliche Zeit wünscht … Uwe

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